
Mit Kurzzeitkennzeichen gut versichert bei Probefahrten

Das Wichtigste in Kürze
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Ein Kurzzeitkennzeichen eignet sich für Probe- oder Überführungsfahrten eines bestimmten Fahrzeugs.
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Das Kurzzeitkennzeichen gilt nur für wenige Tage. Das genaue Ablaufdatum sehen Sie direkt auf dem Nummernschild.
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Zu den Voraussetzungen für das Kurzzeitkennzeichen zählen unter anderem eine bestandene Hauptuntersuchung sowie die Vorlage diverser Dokumente.
Kurzzeitkennzeichen – was ist das eigentlich?
Sie haben Ihren Traumwagen bei einem Privatanbieter unter die Lupe genommen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Probefahrt, um letzte Mängel auszuschließen. Doch der Wagen hat keine Zulassung. In solchen Fällen hilft ein Kurzzeitkennzeichen. Was das genau ist, wie Sie es schnell bekommen und was es kostet, lesen Sie in diesem Ratgeber.
In diesen Fällen benötigen Sie ein Kurzzeitkennzeichen
Kurzzeitkennzeichen sind für Probefahrten gedacht. Auch, wenn Sie ein gekauftes Fahrzeug nach Hause überführen, brauchen Sie dafür ein Kurzzeitkennzeichen. Ein Kurzzeitkennzeichen gilt für maximal sechs Tage ab dem Tag der Zuteilung. Die Gültigkeit endet am letzten Tag der Frist automatisch um 23:59:59 Uhr.
Wichtig zu wissen: Für alle anderen Fahrten sind Kurzzeitkennzeichen verboten.
So sieht ein Kurzzeitkennzeichen aus
Ein Kurzzeitkennzeichen ähnelt einem klassischen Nummernschild. Allerdings befindet sich am rechten Rand ein gelbes Feld. Darin finden sich sechs Ziffern, die das Ablaufdatum des Kennzeichens anzeigen – und zwar von oben nach unten gelesen Tag, Monat und Jahr. Zum Beispiel steht die Kombi 04 06 26 für den 4. Juni 2026.

So unterscheiden sich Kurzzeitkennzeichen, rotes Kennzeichen und Saisonkennzeichen
Im Gegensatz zu Kurzzeitkennzeichen sind rote Kennzeichen nur für Gewerbe wie Werkstätten oder Autohändler erhältlich. Diese können sie nutzen, um Fahrzeuge zu überführen, zu testen oder zur Reparatur zu bringen.
Ein Saisonkennzeichen ähnelt vom Zweck her einem normalen Nummernschild – ist also für alle Fahrten erlaubt. Es ist jedoch auf einen Zeitraum von zwei bis elf Monaten begrenzt.
Alle Details zu den Unterschieden finden Sie in der untenstehenden Tabelle:
|
|
Kurzzeitkennzeichen |
Rotes Kennzeichen |
Saisonkennzeichen |
|---|---|---|---|
|
Zweck |
Probefahrten, Fahrten zur Prüfstelle |
Überführungs-, Prüf- und Werkstattfahrten |
Steuerersparnis bei nur saisonal genutzten Fahrzeugen wie Cabrios |
|
Kosten |
Ab ca. 40 Euro plus Versicherung |
Ca. 220 Euro plus Versicherung |
Ab ca. 40 Euro plus Versicherung |
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Gültigkeit |
Max. sechs Tage |
Teils befristet, teilweise auf Abruf |
zwei bis elf Monate |
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Wiederverwendbarkeit |
Nein |
Ja |
Nein |
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Relevant für |
Privatpersonen |
Händler und Werkstätten |
Privatpersonen |
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Bedingungen |
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So bekommen Sie ein Kurzzeitkennzeichen – in sechs Schritten
Sie beantragen das Kurzzeitkennzeichen entweder an Ihrem Wohnsitz oder am Standort des Fahrzeuges bei der Zulassungsbehörde ausstellen. So funktioniert es Schritt für Schritt:
- Lassen Sie sich eine eVB-Nummer von Ihrer Kfz-Versicherung geben.
- Vereinbaren Sie einen Termin bei der Zulassungsstelle an Ihrem Wohnort oder am Standort des Fahrzeugs.
- Legen Sie für den Termin in der Zulassungsstelle folgende Dokumente parat:
- eVB-Nummer
- Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1)
- Ihren Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
- Nachweis der Hauptuntersuchung
- Vollmacht, falls Sie das Kennzeichen im Namen einer anderen Person beantragen
- Gehen Sie mit der von der Zulassungsstelle gedruckten Kurzzeitkennzeichen-Nummer zum Schilderdienst. Dieser befindet sich meistens direkt neben der Zulassungsstelle.
- Bringen Sie das fertige Nummernschild zur Zulassungsstelle und lassen Sie es stempeln. Ab diesem Zeitpunkt ist das Kennzeichen sechs Tage gültig.
- Befestigen Sie das Kennzeichen an Ihrem Fahrzeug – und Sie können losfahren.
Gut zu wissen: Über einen Drittanbieter können Sie Ihr Kurzzeitkennzeichen auch online bestellen. Sie bezahlen in der Regel sofort per PayPal oder Online-Überweisung.
Die Nachteile der Online-Variante: Die Lieferung erfolgt zwar meist per Express-Versand, dennoch verlieren Sie mindestens einen Tag der Gültigkeitsdauer. Außerdem kostet Sie der Service des Anbieters extra.
Voraussetzungen für ein Kurzzeitkennzeichen
Ein Kurzzeitkennzeichen gilt nur für ein bestimmtes Fahrzeug. Dieses muss verkehrstauglich sein. Das heißt: Der Wagen muss die letzte Hauptuntersuchung bestanden haben. Außerdem muss er einen Werktag vorher abgemeldet worden sein.
Sie benötigen außerdem die eVB-Nummer. Diese dient als Nachweis für eine bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung.
Bitte daran denken: Bringen Sie zusätzlich die oben genannten Dokumente mit, zum Beispiel Fahrzeugschein und Personalausweis.
Eingeschränkte Zulassung ohne gültige Hauptuntersuchung
Ohne gültige Hauptuntersuchung können Sie das Fahrzeug nur mit einer Einschränkung zulassen. Sie dürfen dann nur zur nächsten Prüfstelle oder Werkstatt fahren. Als verkehrsuntauglich eingestufte Wagen dürfen Sie nicht mehr fahren
Kosten für ein Kurzzeitkennzeichen
Die Kosten für das Kennzeichen setzen sich aus drei Teilen zusammen: Gebühren bei der Zulassungsstelle, den Kosten für die Prägung des Schildes und dem Versicherungsbeitrag.
Rechnen Sie für Gebühren und Prägung mit mindestens etwa 40 Euro. Versichern Sie das Fahrzeug später beim gleichen Versicherer, erhalten Sie die Beiträge oft erstattet. Andernfalls zahlen Sie Versicherungsbeiträge zwischen 30 und 150 Euro. Erkundigen Sie sich am besten vorher bei Ihrer Versicherung zu den Konditionen.
Wie ist ein Fahrzeug mit Kurzzeitkennzeichen versichert?
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Kurzzeitkennzeichen“
Was ist ein „Kurzzeitkennzeichen“?
Ein Kurzzeitkennzeichen ist ein besonderes Nummernschild. Es gilt maximal sechs Tage für Probefahrten oder die Überführung nach Hause.
Wo bekomme ich ein Kurzzeitkennzeichen?
Sie beantragen das Kurzzeitkennzeichen für Ihr Auto bei Ihrer örtlichen Zulassungsstelle oder der am Standort des Fahrzeugs. Alternativ können Sie das Nummernschild auch online beantragen – das kostet Sie jedoch zusätzliche Gebühren.
Welche Voraussetzungen gelten für ein Kurzzeitkennzeichen?
Das Fahrzeug muss verkehrstauglich sein. Das weisen Sie mit einer gültigen Hauptuntersuchung (HU) nach. Zusätzlich legen Sie die folgenden Dokumente vor:
- Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
- evb-Nummer
- Personalausweis oder Reisepass
Wie beantragt man ein Kurzzeitkennzeichen?
Sie beantragen das Kurzeitkennzeichen bei der Zulassungsstelle. Dafür legen Sie eine gültige HU und evb-Nummer sowie Ihre Fahrzeug- und Personaldokumente vor. Vereinbaren Sie dazu einen Termin und holen das Kennzeichen direkt vor Ort ab. Außerdem gibt es verschiedene Anbieter, bei denen Sie das Nummernschild online beantragen können.
Was ist der Unterschied zu roten Kennzeichen und Saisonkennzeichen?
Die Nummernschilder unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihres Zwecks, der Gültigkeit und des zulässigen Personenkreises.
- Rote Kennzeichen nutzt nur das Gewerbe für Überführungs-, Test- und Werkstattfahrten.
- Saisonkennzeichen gelten für Privatfahrzeuge – und sind im Gegensatz zum Kurzzeitkennzeichen mehrere Monate gültig.
Weitere Details erfahren Sie oben im Ratgeber.
Angelika Dick, 12.06.2026

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