Viele Hunderassen sind prädestiniert für Erbkrankheiten. Ob die Elterntiere von den rassespezifischen Krankheiten offensichtlich betroffen sind, spielt dabei keine Rolle - es steckt in den Genen.
Hier ein paar Beispiele für rassetypische Hundekrankheiten:
Zu den bekanntesten Fehlentwicklungen zählt die sogenannte Brachyzephalie, die verstärkt bei Bulldoggen und Möpsen vorkommt. Die Ursache ist der zu kurze Schädelknochen und die Verengungen der Atemwege, mit denen diese Rassen fast immer Atemprobleme bekommt.
Aber auch kleinwüchsige Rassehunde, Yorkshire Terrier, Toypudel, Pomeraner können schwere Atemprobleme haben. Bei diesen Hunden kommt es z.B. zum Trachealkollaps – Zusammenfallen der Luftröhre: Aufgrund von veränderter Knorpelsubstanz kommt es zum Erweichen der Knorpelspangen, die dadurch entstehende Verengung der Luftröhre kann schwere Probleme beim Atmen zur Folge haben.
Eine häufige Rassekrankheit, wie die Hüftgelenksdysplasie ist eine Gelenkerkrankung, bei der das Hüftgelenk missgebildet ist, was zu Schmerzen und Schwierigkeiten beim Laufen führt und tritt am häufigsten bei großen Rassen, wie Deutschen Schäferhunden und Labradoren auf. Diese Vierbeiner können ebenfalls an einer Ellbogendysplasie leiden, jedoch auch andere hochgewachsene Rassen wie Doggen, Bernhardiner und Berner Sennenhunde.
Bei den beliebten Dackeln besteht eine erhöhte Gefahr an der nach ihm benannten Dackellähme zu erkranken. Die kurzen Beine und die lange Wirbelsäule sind Risikofaktoren für diese Erkrankung der Bandscheiben, die zu Bewegungsstörungen führt. Außerdem sind Dackel und Beagle anfällig für Rheumatismus, Netzhauterkrankungen und Ohrenentzündungen.
Dalmatiner sind aufgrund eines Pigmentmangels im Innenohr anfällig für Taubheit. Diese Rassekrankheit kann zu Hörproblemen führen, insbesondere wenn sie gleichzeitig blaue Augen haben.
Wenn Sie sich in eine bestimmte Hunderasse verliebt haben, sollten Sie folgendes beachten:
Seriöse Züchter sind in Zuchtverbänden (z.B. VDH) organisiert und züchten nach festen Regularien. Diese Zuchttiere werden regelmäßig auf ihre Gesundheit geprüft und seriöse Züchter werden alles versuchen Ihnen einen gesunden Welpen zu übergeben. Stellen Sie mangelnde Hygiene und/oder einen Milbenbefall an den Tieren fest, sollte es Ihnen ein Warnsignal sein und Sie sollten vom Kauf Abstand nehmen – denn der Parasitenbefall kann bei Welpen das Immunsystem schlimmstenfalls ein Leben lang stark schwächen.
Unabhängig von der Hunderasse sind Welpen kleine Staubsauger und fressen oder verschlucken leider oftmals Fremdköper, die Ihrem Vierbeiner häufig nur durch eine OP beim Tierarzt entfernt werden können. Man kann diese kleinen Hunde in den ersten Monaten nicht aus den Augen lassen – möchte man ja auch eigentlich gar nicht.