Welche Bedeutung hat die Mülltrennung?
Die richtige Abfalltrennung ist die Voraussetzung dafür, dass wichtige Rohstoffe zurückgewonnen und wiederverwertet werden. Dieser Kreislauf schont wertvolle Ressourcen.
Ist Recycling gut für die Umwelt?
Recycling entlastet die Umwelt bereits heute. In Deutschland werden fast 90 Prozent des anfallenden Papiers und etwa 60 Prozent des Kunststoffs recycelt. Recycling-Papier etwa braucht nur halb so viel Energie und 66 Prozent weniger Wasser als komplett neues Papier. Seit 1990 konnten laut dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. durch Recycling rund 46 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
Wo entsorgt man Elektroschrott?
Elektroschrott können Sie hier kostenlos entsorgen
- Altgeräte vom Toaster bis zum Kühlschrank: Wertstoffhof in Ihrer Nähe
- Kleingeräte (Föhn, Wasserkocher): im Elektrofachhandel oder in Supermärkten
- Großgeräte (TV, Waschmaschine): im Elektrofachhandel, wenn Sie ein neues gleichartiges Gerät kaufen
Tipp: Auch Online-Versandhändler ab einer Größe von 400 m² Lagerfläche müssen Elektrogeräte zurücknehmen.
Alternativen zum Entsorgen:
- Lassen Sie Ihre alten, defekten Geräte zum Beispiel in einem Repair-Café richten und verwenden Sie sie so lange wie möglich.
- Spenden Sie zum Beispiel Ihre alten Handys an Umweltorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe. Diese lässt die Rohstoffe von Partnerfirmen entnehmen. Der Erlös aus dem Verkauf kommt Umweltschutzprojekten zugute.
Was passiert mit Biomüll?
Biomüll aus den Haushalten landet entweder in einer Biogasanlage oder in einer Großkompostieranlage. In der Biogasanlage werden die Abfälle zunächst von großen Störstoffen befreit und anschließend in eine luftdichte Kammer gefüllt. Hier starten Bakterien einen Gärungsprozess und zersetzen die Abfälle. Dabei entsteht Biogas. Wird es in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, lässt sich daraus Strom und Wärme gewinnen. Biogas kann auch zu Biomethan aufbereitet werden – dann wird es ins Erdgasnetz eingespeist. Biogas aus Abfällen zu gewinnen, ist übrigens ökologisch sinnvoller, als extra Energiepflanzen wie Mais dafür anzubauen.
Im Kompostwerk wird zunächst alles aussortiert, was nicht hinein gehört: Magneten ziehen Eisenteile heraus. Mit Sieben und Greifern entfernen Arbeiter Kunststoffteile und andere größere Objekte. Anschließen vermischen sie den Biomüll mit Grünschnitt und schütten ihn zu großen Komposthaufen auf. Da die Bioabfälle verrotten, steigt die Temperatur im Inneren des Haufens. Der Verrottungsprozess wird so beschleunigt und gleichzeitig das Substrat gereinigt. Nach etwa sechs Wochen und mehrmaligem Umschichten ist die Kompostierung beendet und der Humus kann an Gärtner verkauft werden.
Ist falsche Mülltrennung strafbar?
Seit 2015 sind Privathaushalte verpflichtet, ihren Müll richtig zu trennen. Es gilt das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Demnach sind Bio-, Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfälle getrennt zu sammeln. Wenn Sie Ihren Abfall nicht sortieren und in die entsprechende Tonne werfen, machen Sie sich strafbar. Allerdings bestimmen die Städte und Kommunen, was in welche Tonne gehört. Das kann je nach Bundesland unterschiedlich sein. Sie finden auf einigen Tonnen einen Aufkleber, auf dem steht, was hineindarf und was nicht. Alternativ bekommen Sie diese Information direkt von Ihrem Entsorgungsbetrieb oder der Gemeinde.
Wenn Sie Dinge in Ihrer Mülltonne entsorgen, die dort nicht hineingehören, der Deckel nicht schließt oder der Müll zu stark verdichtet ist, kann sie die Müllabfuhr stehen lassen, ohne sie zu leeren. Falsche Mülltrennung kann auch mit einem Bußgeld bestraft werden. Bei Erstverstößen müssen Sie mit einer Geldbuße zwischen 10 und 50 Euro rechnen. Auf Wiederholungstäter kann eine Strafe bis zu 2.500 Euro zukommen.