Reichweite: Wasserstoff-Autos fahren sich genauso komfortabel wie herkömmliche E-Autos. Sie haben gute Fahreigenschaften und sind bei niedrigem Tempo sehr leise. Sie punkten mit einer
Reichweite von im Durchschnitt 700 Kilometern. Zudem können Sie es
in wenigen Minuten an einer H2-Tankstelle volltanken.
Herstellung des Treibstoffs: Wasserstoff liegt nicht ungebunden vor, sondern wird unter viel Energieeinsatz aus Wasser gewonnen. Mithilfe von Gleichstrom wird in einer Elektrolyse dabei Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Das Verfahren ist schon sehr lange bekannt und es wird auch längst genutzt. Aber es ist aufwendig und hat seinen Preis.
Transport und Lagerung: Nicht nur die Herstellung ist teuer, sondern auch der Transport und die Lagerung des Wasserstoffs in speziellen Tanks. Denn Wasserstoff wird gasförmig unter hohem Druck (350 oder 700 bar) oder flüssig bei minus 235 Grad Celsius gespeichert – Wasserstoff ist nach Helium das Gas mit dem zweit tiefsten Siedepunkt. Dafür sind im ersten Fall sehr dickwandige und dadurch recht schwere Behälter und im zweiten Fall äußerst gut isolierte, mehrwandige Tanks nötig – sowohl für den Transport als auch an Tankstellen und beim Auto selbst.
Klimafreundlich: Im Gegensatz zum Diesel oder Benziner, die Feinstaub und CO2 ausstoßen, bleibt beim Brennstoffzellen-Auto nur Wasserdampf als Abfallprodukt übrig. Das bedeutet: Ein Wasserstoff-Kfz ist lokal emissionsfrei. Doch richtig umweltfreundlich ist es nur, wenn der benötigte Wasserstoff mit grünem Strom gewonnen wird, also Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse oder Erdwärme.
2 H2O => Elektrolyse => 2 H2 + O2
Derzeit werden nur zwei Prozent des Wasserstoffs weltweit aus regenerativer Energie hergestellt. Der Großteil des Wasserstoffs wird immer noch durch den Einsatz von Erdgas, Erdöl und Kohle gewonnen. Bei dieser Herstellungsform des sogenannten grauen Wasserstoffs fällt auch CO2 an und damit ist sie nicht klimaneutral:
CH4 + 2 H2O => Dampfreformierung => 4 H2 + CO2
Effizienz: Wasserstoff ist ein guter Energieträger: Der Brennwert von einem Kilogramm beträgt 33 Kilowattstunden und ist damit dreimal so hoch wie der Energiegehalt von einem Liter Benzin oder Diesel. Und noch ein wichtiger Vorteil: Die Ressourcen von Wasserstoff sind praktisch unendlich groß im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, die begrenzt sind. Ein Nachteil dabei ist, dass ein Kilo Wasserstoff bei Normaldruck ein Volumen von über 11.000 Litern einnimmt. Deshalb wird H2 gasförmig unter sehr hohem Druck gelagert.
In Punkto Effizienz kann das Brennstoffzellen-Auto aber nicht mit dem Elektroauto mithalten. Letzteres setzt mehr als 70 Prozent der Energie, die zum Beispiel in einer Photovoltaik-Anlage erzeugt wurde, in Vortrieb um. Beim Wasserstoffauto geht viel Energie für die Wasserstoffproduktion, die Kompression für den Transport zur Tankstelle und die Stromerzeugung in der Brennstoffzelle verloren. So kommt es nur noch auf einen Wirkungsgrad von etwa 25 bis 30 Prozent. Das ist die Energie, die zum Fahren übrigbleibt. Der Wirkungsgrad ist damit in etwa vergleichbar mit dem des Benziners (22 Prozent) und des Diesels (25 Prozent).
Sicherheit: Autos mit Wasserstoffantrieb sind nicht gefährlicher als andere Fahrzeuge. Wasserstoff und Sauerstoff bilden zwar ein explosives Gemisch. Allerdings erst, wenn der Wasserstoff einen Anteil von 18 Prozent hat. Das kommt aber kaum vor, da Wasserstoff etwa 14 mal leichter als Luft ist und sich sehr schnell verflüchtigt. Zudem gibt es strenge Auflagen, was die Druckfestigkeit und die Dichtigkeit etwa des Tanks betrifft.