Autos mit Gasanlagen gibt es in zwei Varianten: Flüssiggas-Autos und Erdgas-Fahrzeuge. Hier die Details zu beiden Antriebsarten:
Auto mit Flüssiggas-Antrieb (LPG)
In Deutschlang gibt es bereits etwa 450.000 LPG-Autos. Das Kürzel steht für Liquefied Petroleum Gas. Dieser Antriebsstoff fürs Auto wird auch als Autogas oder LPG-Gas bezeichnet. Wie der englische Begriff verrät, handelt es sich beim Flüssiggas um ein Abfallprodukt der Erdöl-Industrie. Es besteht hauptsächlich aus Butan und Propan. Daher kann dieser Fahrzeugtyp nie komplett CO2-frei unterwegs sein. Einige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor lassen sich zum Gas-Auto umrüsten.
Autos mit Erdgas-Antrieb (CNG)
Der Kraftstoff von Erdgas-Fahrzeugen beziehungsweise CNG-Fahrzeugen besteht zu 85 Prozent aus Methan. Das englische Kürzel CNG steht für Compressed Natural Gas – und kommt daher, dass das Methan stark komprimiert werden muss, um Leistung zu liefern. Stammt das Erdgas aus nachhaltigen Quellen, bezeichnet man den Kraftstoff auch als Biogas fürs Auto.
Autos mit Erdgas-Antrieb stoßen immerhin etwa 15 Prozent weniger Kohlendioxid aus als traditionelle Verbrenner. Bisher nutzt bis auf wenige Taxi- und ÖPNV-Unternehmen allerdings kaum jemand die alternative Antriebsvariante. Die Umstellung eines Verbrenners auf Erdgas-Antrieb ist möglich, aber kompliziert und kostspielig.
Reichweite von Gas-Autos
Ein Erdgas-Auto hat eine durchschnittliche Reichweite von 400 bis 450 Kilometern, ein Fahrzeug mit Autogas schafft sogar 500 Kilometer im Mittel. Die Reichweite von CNG und LPG unterscheidet sich also nicht dramatisch.
Vor- und Nachteile von Gas-Autos
+ Viele Benziner können Sie zum Pkw mit Gasanlage umbauen
+ Vergleichsweise viele Flüssiggas-Tankstellen in Deutschland
+ Relativ günstiger Kraftstoff
- Nur begrenzt umweltfreundlich, da teilweise von fossilen Quellen abhängig
- Relativ hoher Kraftstoffverbrauch
- Wenige Tankstellen für Erdgasautos
- Bei Umrüstung weniger Platz im Kofferraum