Ab wann wirkt eine FSME-Zeckenimpfung?
Ihr Körper bildet 7 bis 14 Tage nach der ersten Impfdosis die ersten Antikörper. Für einen sicheren Schutz brauchen Sie jedoch mindestens zwei FSME-Impfungen. Den vollen Impfschutz haben Sie nach drei Impfdosen.
Das gängige FSME-Impfschema läuft wie folgt ab:
- Sie erhalten Ihre erste Impfung
- Je nach FSME-Impfstoff wird die zweite Dosis zwei Wochen bis drei Monate nach der ersten verabreicht
- Die dritte Dosis folgt nach fünf bis zwölf Monaten und schützt Sie mindestens drei Jahre
Da die drei Impfungen über einen recht langen Zeitraum erfolgen, empfiehlt es sich, bei geplanten Aufenthalten oder Reisen in FSME-Risikogebiete frühzeitig mit der Impfung anzufangen, um den nötigen Abstand zwischen den „Zeckenimpfungen“ zu gewährleisten.
Wann und wie oft muss ich die Impfung auffrischen?
Die erste FSME-Auffrischung empfiehlt die STIKO
nach drei Jahren, danach sollten Sie den Impfschutz
alle fünf Jahre erneuern. Menschen ab 60 Jahren – insbesondere, wenn sie in FSME-Risikogebieten wohnen oder sich dort oft aufhalten – wird eine Auffrischung alle drei Jahre empfohlen.
Kann man auch Babys gegen FSME impfen lassen?
Ja, Babys ab einem Jahr können Sie problemlos impfen lassen. Sprechen Sie einfach Ihren Kinderarzt an. Insbesondere für Babys und Kinder, die in einem FSME-Risikogebiet leben und auf dem Rasen im Garten oder in der Natur spielen, ist ein Impfschutz angebracht.
Wer bezahlt die FSME-Impfung?
Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben oder in FSME-Risikogebiete in Deutschland reisen, bezahlt die Impfung
in der Regel die Krankenkasse. Bei privaten Auslandsreisen oder reinen Vorsorgemaßnahmen gibt es oft Ausnahmen, und die Versicherten müssen die Kosten zum Teil oder ganz selbst übernehmen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Krankenkasse nach. Zahlt Ihre Kasse nicht, würde zum Beispiel die DA Direkt Krankenzusatzversicherung die Kosten voll übernehmen.
Kann FSME auch mit Medikamenten behandelt werden?
Bisher gibt es keine Behandlung mit Medikamenten, die nach einer FSME-Infektion hilft. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Wenn Sie beispielsweise an Fieber oder Kopfschmerzen leiden, kann Ihr Arzt Ihnen zur Linderung entsprechende Medikamente verschreiben. Gegen die Virusinfektion selbst helfen diese jedoch nicht.