Steckbrief Dackel – die wichtigsten Fakten zur Hunderasse


Der Dackel (auch Teckel oder Dachshund) ist eine deutsche Jagdhunderasse mit langem Rücken und kurzen Beinen - bekannt für Mut, Intelligenz und einen starken eigenen Willen. Damit das Zusammenleben gut klappt, braucht er von Anfang an eine klare, konsequente Erziehung und ausreichend Beschäftigung, am besten mit Nasenarbeit. Gesundheitlich steht vor allem der Rücken im Fokus: Dackel haben ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenprobleme (IVDD), deshalb sind Normalgewicht, passende Bewegung sowie möglichst wenig Treppensteigen und Springen besonders wichtig. Eine Hundekrankenversicherung kann hier helfen die Tierarztkosten im Griff zu behalten.
Dackel – Basics zur Hunderasse
Wer einen Dackel hat, weiß: So klein die Beine, so groß kann die Persönlichkeit sein. Ursprünglich wurde die Rasse für die Jagd auf Dachs und Fuchs im Bau gezüchtet. Heute gibt es den Dackel in drei Größen und drei Haararten. Was hinter seinem selbstbewussten Charakter steckt und worauf es bei Haltung, Erziehung, Pflege und Gesundheit ankommt, erfahren Sie im Steckbrief Dackel.
Herkunft des Dackels
Der Dackel ist eine deutsche Hunderasse und schon seit dem Mittelalter bekannt. Gezüchtet wurde er aus sogenannten Bracken: Jagdhunden, die der Spur folgen und dabei Laut geben. Aus ihnen wurden gezielt kurzbeinige Tiere ausgewählt, die dem Dachs und dem Fuchs bis in den Bau folgen konnten. Daher stammt auch der Name: aus Dachs und Hund wurde Dachshund, im Sprachgebrauch Dackel.
Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Zuchtvereine. Den Deutschen Teckelklub gibt es seit 1888. Er ist einer der ältesten Rassehundezuchtvereine Deutschlands.
Äußere Merkmale der Hunderasse

Mit seinen kurzen Beinen, seinem langen Rücken und seinen Hängeohren ist der Dackel einer der wenigen Hunde, die Sie an seiner Form sofort erkennen. Der Körper ist niedrig gestellt, lang und dabei kompakt und muskulös. Den Kopf trägt er keck und aufmerksam und präsentiert dabei das, was viele als typischen Dackelblick kennen. Trotz der kurzen Beine ist er beweglich und wendig.
Dackel oder Teckel – was ist der Unterschied?
Es gibt keinen Unterschied: Dackel, Teckel und Dachshund bezeichnen dieselbe Hunderasse. Unterschiedlich ist nur, wer welches Wort benutzt: „Dachshund“ ist der offizielle Rassename, „Teckel“ stammt aus der Jägersprache und wird bis heute in Zuchtvereinen verwendet. „Dackel“ ist wiederum die umgangssprachliche Form, die sich im Alltag durchgesetzt hat.
Dackel-Größen im Vergleich: Standard-, Zwerg- oder Kaninchendackel?
Bei den Größen wird nach Standard-, Zwerg- und Kaninchendackel unterschieden. Der größte der drei ist der Standarddackel mit einem Brustumfang von 35 bis 47 cm und etwa 7 bis 9 kg. Zwergdackel messen 30 bis 37 cm und wiegen etwa 4 bis 6 kg, Kaninchendackel 25 bis 32 cm bei etwa 3 bis 4 kg. Gemessen wird dafür nicht die Schulterhöhe, sondern der Brustumfang – und zwar frühestens im Alter von 15 Monaten, wenn der Hund ausgewachsen ist. Im Wesen unterscheiden sich die drei kaum: Ein Kaninchendackel ist kein ruhigerer Hund, nur ein kleinerer.
Du denkst, du hast einen Dackel. In Wirklichkeit hat der Dackel dich.
Beliebter Spruch unter Dackel-FansWesen und Charakter des Dackels
Dackel gelten als freundlich, ausgeglichen und ausgesprochen selbstbewusst. Sie sind meist menschenbezogen und suchen die Nähe ihrer Familie. Gleichzeitig sind sie keine Hunde, die jeden Wunsch sofort erfüllen – sie denken mit und haben eine eigene Meinung.
Das hat womöglich einen guten Grund: Im Dachs- oder Fuchsbau war der Dackel allein unterwegs, ohne Sichtkontakt zum Menschen und ohne Kommando. Er musste dort unten selbst entscheiden. Diese Eigenständigkeit steckt bis heute in ihm und wird oft als Sturheit gedeutet.

Dazu kommt ein ausgeprägter Mut: Dackel können größeren Hunden gegenüber selbstbewusst auftreten und bringen sich damit gelegentlich in Situationen, denen sie körperlich nicht gewachsen sind. Behalten Sie Ihren Vierbeiner deshalb im Blick, wenn er anderen Hunden begegnet. Auch bellfreudig sind viele Dackel, doch mit früher, konsequenter Erziehung lässt sich das gut steuern.
Der Dackel kann ein guter Familienhund sein. Wichtig ist, dass Kinder wegen seines empfindlichen Rückens lernen, den Hund vorsichtig anzufassen, nicht grob mit ihm zu toben und ihn nicht falsch hochzuheben. Mit anderen Hunden und Katzen kommen sie meist zurecht, besonders wenn sie früh aneinander gewöhnt werden. Ein reiner Schoßhund ist der Dackel allerdings nicht: Er will etwas zu tun haben, und zwar am liebsten mit der Nase.
Alles für den Dackel! Auch die DA Direkt Hundekrankenversicherung bietet Ihrem Dackel von der präventiven Vorsorge bis zur Nachsorge bei einer Operation den kompletten Schutz. In drei Schritten zum persönlichen Angebot
Haltung und Pflege von Dackeln
Erziehung eines Dackels

Typische Krankheiten beim Dackel
Dackel erkranken häufiger als die meisten anderen Hunderassen an einem Bandscheibenvorfall (IVDD, Intervertebral Disc Disease, umgangssprachlich „Dackellähme“). Doch gut zu wissen: Bewegung kann den Rücken Ihres Hundes schützen. In der DachsLife-Erhebung 2015 mit rund 2.000 Dackeln hatten Hunde mit weniger als einer halben Stunde Bewegung am Tag häufiger Bandscheibenprobleme, Hunde mit mehr als einer Stunde seltener. Eine gute Muskulatur stützt die lange Wirbelsäule. Schonen ist deshalb nicht automatisch die richtige Strategie: Auch bei einem erhöhten Rückenrisiko braucht Ihr Dackel regelmäßige, passende Bewegung.

Trotzdem sollten Sie beachten, dass häufiges Treppensteigen und Springen von Sofa oder Bett den Rücken unnötig belasten. Rampen oder Hundetreppen sind eine einfache Lösung. Beim Hochheben sollten Sie Brust und Hinterteil gleichzeitig stützen, damit der Rücken gerade bleibt. Und halten Sie Ihren Dackel schlank, denn jedes Kilo zu viel lastet auf der Wirbelsäule.
Einige Erbkrankheiten des Dackels betreffen nur bestimmte Varianten. Beim Rauhaardackel lässt der Deutsche Teckelklub die Zuchttiere auf eine erbliche Netzhauterkrankung und die Glasknochenkrankheit testen, bei kurzhaarigen Zwergdackeln und Kaninchendackeln auf einen Gendefekt, der mit Farbverdünnung und neurologischen Problemen zusammenhängt.
Dackel kaufen – darauf sollten Sie achten
Der Dackel ist eine gefragte Hunderasse, und das ruft auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Gute Züchter sind meist im Deutschen Teckelklub oder einem seiner Landesverbände organisiert. Sie zeigen Ihnen die Mutterhündin und den Wurf, drängen nicht zum Abschluss und geben die Welpen frühestens mit acht Wochen ab, mit Ahnentafel, Chip und erster Grundimmunisierung.
Zwei Dinge sollten Sie beim Dackel gezielt ansprechen:
Die Wirbelsäule der Elterntiere: Im Deutschen Teckelklub gibt es Rückenuntersuchungen und Gentests, unter anderem zum Bandscheibenrisiko. Fragen Sie deshalb gezielt nach und lassen Sie sich die Befunde der Elterntiere zeigen.
Einige Erbkrankheiten treten nur bei bestimmten Dackel-Varianten auf, etwa eine erbliche Netzhauterkrankung beim Rauhaardackel. Seriöse Züchter lassen ihre Hunde darauf testen.
- Die Fellfarbe: Der Deutsche Teckelklub verbietet, zwei gefleckte Dackel miteinander zu verpaaren. Fragen Sie deshalb nach der Farbe beider Elterntiere. Weiße Dackel und Farben, die der Rassestandard nicht vorsieht, sind von der Zucht ausgeschlossen.
Vorsicht bei Online-Angeboten: Auch Dackel werden regelmäßig illegal nach Deutschland gebracht, meist aus Osteuropa, viel zu jung und oft krank. Der Preis ist dabei kein guter Indikator, denn illegale Händler verlangen häufig genauso viel wie seriöse Züchter. Besuchen Sie besser den Züchter und lernen Sie das Muttertier kennen.
Auch im Tierheim finden Sie Dackel. Dass dort nur „Problemhunde“ sitzen, ist ein Vorurteil. Oft ändern sich einfach die Lebensumstände der Halter. Bei einem erwachsenen Hund wissen Sie außerdem schon, wie er tickt. Fragen Sie hier gezielt nach der Vorgeschichte und nach dem Rücken.
DA Direkt liegt Tierwohl am Herzen, deshalb unterstützen wir bereits seit 2022 den Deutschen Tierschutzbund e.V. und haben uns auch für andere Tierheime stark gemacht.
Woran Sie einen seriösen Züchter erkennen, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Häufige Fragen und Antworten zu Dackeln
Wie alt wird ein Dackel?
Wie alt wird ein Dackel?
Dackel werden 12 bis 16 Jahre alt und gehören damit zu den langlebigeren Hunderassen. Bewegung, Normalgewicht und regelmäßige Tierarztbesuche zahlen sich aus.
Wie groß wird ein Dackel?
Wie groß wird ein Dackel?
Die Größe eines Dackels wird über den Brustumfang bestimmt, nicht über die Schulterhöhe. Er beträgt beim Standarddackel 35 bis 47 cm, beim Zwergdackel 30 bis 37 cm und beim Kaninchendackel 25 bis 32 cm.
Wie schwer wird ein Dackel?
Wie schwer wird ein Dackel?
Je nach Größe wiegen Dackel etwa 3 bis 9 kg: Kaninchendackel etwa 3 bis 4 kg, Zwergdackel 4 bis 6 kg, Standarddackel 7 bis 9 kg.
Was ist der Unterschied zwischen Dackel und Teckel?
Was ist der Unterschied zwischen Dackel und Teckel?
Es gibt keinen: Dackel, Teckel und Dachshund sind dieselbe Hunderasse.
Sind Dackel gute Familienhunde?
Sind Dackel gute Familienhunde?
Ja. Dackel sind freundlich, anhänglich und ausgeglichen, brauchen aber konsequente Erziehung. Kinder sollten lernen, den Hund richtig hochzuheben und ihm seine Ruhe zu lassen.
Wie erziehe ich einen Dackel?
Wie erziehe ich einen Dackel?
Früh anfangen und konsequent bleiben. Dackel lernen schnell, entscheiden aber gern selbst. Kurze Übungseinheiten mit Belohnung funktionieren besser als langes Üben.
Welche Krankheiten sind beim Dackel typisch?
Welche Krankheiten sind beim Dackel typisch?
Vor allem Bandscheibenvorfälle: In einer Studie mit mehr als 2.000 Dackeln war etwa jeder sechste Hund von IVDD betroffen. Seltener sind erbliche Augen- und Knochenerkrankungen, auf die seriöse Züchter testen lassen.
Zuletzt aktualisiert:13.10.2026Lesezeit: 7 MinutenAutor: Fachredaktion | Tierkrankenversicherung
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und redaktionell geprüft sowie von Expertinnen und Experten gegengelesen. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wenn Ihr Tier Beschwerden zeigt oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis. In Notfällen kontaktieren Sie umgehend den tierärztlichen Notdienst.

Keine Angst vorm Tierarzt mit unserer Hunde­krankenversicherung

Wir reduzieren Kosten, Sorgen und Stress, denn unser Komplettschutz enthält:
- OP-Versicherung und ambulante & stationäre Behandlungen
- Sie gehen weiterhin zu dem Tierarzt/Tierklinik Ihres Vertrauens
- Wir erstatten bis zum Maximum - bis zum 4-fachen GOT-Satz
- Nur bis 01.11.: Tierkrankenversicherung abschließen und Gratismonat sichern
