Steckbrief Malteser – die wichtigsten Fakten im Rasseportrait

Der Malteser ist ein kleiner Begleithund aus dem Mittelmeerraum (3-4 kg, ca. 20-25 cm) und gilt als lebhaft, verspielt sowie eng an seine Familie gebunden. Weil er kaum haart, ist er auch für viele Allergiker interessant - sein langes, weißes Fell verfilzt jedoch schnell und braucht tägliches Bürsten sowie regelmäßiges Schneiden. In der Erziehung ist er lernwillig, sollte aber konsequent geführt und geistig beschäftigt werden. Typische Gesundheitsthemen sind Patellaluxation, Zahnprobleme und Augenreizungen durch Kopfhaar; seltener kommt ein angeborener Lebershunt vor. Eine frühzeitige Absicherung durch einen Hundekrankenversicherung kann vor hohen Tierarztkosten schützen
Malteser – Basics zur Hunderasse
Der Malteser ist ein kleiner, langhaariger Begleithund aus dem Mittelmeerraum. Schon in der Antike war er als Gesellschaftshund beliebt. Heute erkennen ihn die meisten an seinem reinweißen, seidigen Fell. In diesem Steckbrief zum Malteser-Hund finden Sie Größe, Gewicht und Charakter des kleinen Hundes. Dazu gibt es Tipps zu Fellpflege, Krankheiten und Kauf.
Herkunft des Maltesers
Der Malteser stammt aus dem zentralen Mittelmeerraum. Wo genau, ist bis heute nicht geklärt. Offiziell betreut Italien die Rasse.
Mit der Insel Malta hat sein Name vermutlich nichts zu tun. Er geht wohl auf das semitische Wort „màlat“ zurück, das Hafen oder Zuflucht bedeutet.
Seine Vorfahren waren Arbeitshunde: Sie jagten Mäuse und Ratten in Hafenlagern und in den Laderäumen der Schiffe. Schon in der Antike wurde aus dem Rattenfänger ein Statussymbol. Römische Damen trugen die kleinen weißen Hunde als Begleiter bei sich. Über Jahrhunderte blieb der Malteser an Europas Königshöfen beliebt.
Äußere Merkmale der Hunderasse

Das Markenzeichen des Maltesers ist sein langes, reinweißes Fell. Es ist glatt, seidig glänzend und reicht ungekürzt bis zum Boden. Weil ihm die Unterwolle fehlt, haart der Malteser kaum. Dafür braucht sein Fell mehr Pflege als das kurzhaariger Rassen.
Unter dem Fell ist der Malteser etwa ein Drittel länger als hoch. Auffällig sind seine großen, dunklen Augen und die schwarze Nase, die sich deutlich vom weißen Fell abheben. Die Ohren sind fast dreieckig.
Gibt es braune Malteser?
Nein. Malteser sind immer weiß, ein heller Elfenbeinton ist erlaubt. Bietet Ihnen jemand einen braunen Malteser-Hund an, ist das fast immer ein Mischling. Oft ist es ein Mix aus Malteser und Pudel, der Maltipoo. Rötlich-braune Flecken unter den Augen haben eine andere Ursache: Tränenflüssigkeit färbt das Fell dort ein.
Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz.
Roger CarasWesen und Charakter des Maltesers
Der Malteser ist lebhaft, verspielt und selbstbewusst. Mit einem ruhigen Schoßhund hat er wenig gemein. Er ist klug, lernt gern und hat bis ins Alter Lust auf Spiel und Spaß. Dabei hat er seinen eigenen Kopf: Lassen Sie ihm zu viel durchgehen, tanzt er Ihnen schnell auf der Nase herum. Ist er unterfordert, sucht er sich eigene Beschäftigung.

Typisch für den Charakter des Malteser-Hundes ist seine enge Bindung an die Familie. Er sucht die Nähe seiner Menschen und will überall dabei sein. Fremden gegenüber ist er anfangs zurückhaltend. Das legt sich meist schnell. Wachsam bleibt er trotzdem und meldet Ungewohntes zuverlässig.
Ist der Malteser ein Familienhund?
Ja, wenn Kinder behutsam mit ihm umgehen. Mit drei bis vier Kilogramm ist er zu zart für wildes Toben. Ideal sind Kinder, die ruhig mit ihm spielen und ihn nicht herumtragen.
Weißes Fell, großes Herz: Bei der DA Direkt Hundekrankenversicherung ist Ihr Malteser gut aufgehoben.
Haltung und Pflege von Maltesern
Erziehung eines Maltesers
Malteser sind lernwillig und kooperationsbereit, die Erziehung ist dadurch angenehm. Es ist wichtig, früh anzufangen und konsequent zu bleiben: Ansonsten nutzt der kleine Hund seinen Charme und tanzt Ihnen auf der Nase herum. Loben Sie dabei lieber, als zu schimpfen: Ein Malteser will gefallen und arbeitet gern mit, wenn er versteht, worum es geht. Wenn Sie wenig Hundeerfahrung haben, lohnt sich eine Hundeschule.

Ebenso wichtig ist die frühe Sozialisierung. Ein Malteser, der von klein auf andere Hunde trifft, begegnet ihnen später selbstsicher und gelassen.
Wichtige Informationen zur Haltung eines Maltesers
Der Malteser ist ein echter Begleithund: Er will überall mit. Dank seiner Größe gelingt das meist problemlos, ob im Café oder auf Reisen. Längeres Alleinsein mag er nicht. Mit Training gewöhnt er sich daran. Wie schnell, ist von Hund zu Hund verschieden.
In puncto Auslauf gilt: Mehrere kurze Spaziergänge am Tag gehören dazu. In einer Wohnung kann sich ein Malteser trotzdem wohlfühlen, wenn er genug Bewegung und Beschäftigung bekommt. Denn mindestens so wichtig ist Beschäftigung für den Kopf. Suchspiele, Intelligenzspielzeug und kleine Tricks fordern ihn mehr als lange Strecken.
Fellpflege bei Maltesern
Die Fellpflege ist beim Malteser der größte Aufwand. Sein langes Fell hat keine Unterwolle. Er haart deshalb kaum und hat keinen ausgeprägten Fellwechsel. Dafür verfilzt das Fell schnell.
Bürsten Sie täglich, vor allem zwischen den Beinen und an den Ellenbogen. Gewöhnen Sie Ihren Hund am besten schon als Welpen daran, dann wird das Ritual zur Routine statt zum Kampf.
Das Fell Ihres Maltesers zu schneiden, übernimmt am besten alle zwei bis drei Monate ein Hundefriseur. Viele Halter wählen ein kurzes Fell. Das spart täglich Zeit beim Bürsten. Halten Sie das Haar über den Augen kurz oder fixieren Sie es mit einer Klammer. So reizt es die Augen nicht.
Baden Sie Ihren Malteser nur bei Bedarf und mit mildem Hundeshampoo. Föhnen Sie das Fell danach gründlich trocken und bürsten Sie es dabei durch.
Ernährung eines Maltesers
Bei einem Drei-Kilo-Hund machen schon ein paar Leckerlis zu viel einen spürbaren Unterschied. Achten Sie deshalb auf die passende Futtermenge und wiegen Sie Ihren Malteser regelmäßig.
Typische Krankheiten bei Maltesern
Beim Malteser treten einige gesundheitliche Probleme typischerweise auf. Viele davon kennen auch Halter anderer kleiner Hunderassen.

Patellaluxation: Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer Führung. Das kann schmerzhaft sein. Typisch ist: Der Hund hebt beim Laufen plötzlich ein Hinterbein an und läuft nach ein paar Schritten normal weiter. Die Anlage dafür ist oft vererbt. Leichte Fälle behandelt Ihr Tierarzt mit Schonung und Physiotherapie, schwere mit einer Operation. Halten Sie Ihren Hund schlank, denn jedes Gramm zu viel kann die Knie belasten.
Augenreizungen: Das lange Kopfhaar kann die Augen reizen und Bindehautentzündungen begünstigen. Kontrollieren Sie die Augen regelmäßig. Tränen sie länger, sind sie gerötet oder blinzelt Ihr Hund häufig? Dann gehen Sie zum Tierarzt.
Zahnprobleme: Im kleinen Kiefer stehen die Zähne eng. Das begünstigt Zahnstein und Entzündungen. Putzen Sie Ihrem Malteser regelmäßig die Zähne und lassen Sie sie beim Gesundheitscheck kontrollieren.
Lebershunt (Störung der Leberdurchblutung): Diese angeborene Fehlbildung ist selten, aber ernst. Das Blut fließt dabei an der Leber vorbei. Betroffene Welpen bleiben oft kleiner als ihre Wurfgeschwister, wirken träge und verhalten sich nach dem Fressen manchmal auffällig. Behandelt wird meist mit einer Operation.
Fragen Sie beim Züchter nach: Lassen Sie sich zeigen, ob die Elterntiere auf Patellaluxation untersucht wurden.
Malteser kaufen – darauf sollten Sie achten
Einen Malteser-Hund kaufen Sie am besten bei einem Züchter im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dort finden Sie anerkannte Malteser-Züchter in Ihrer Nähe.
Eine gute Zucht erkennen Sie daran, dass Sie die Elterntiere sehen dürfen und dass die Welpen mit ihren Geschwistern und dem Muttertier aufwachsen.
Besuchen Sie den Welpen mehrmals, bevor er bei Ihnen einzieht. So kann er Sie bereits kennenlernen und sich später leichter an sein neues Zuhause gewöhnen. Gute Züchter beraten Sie außerdem, oft noch lange nach dem Kauf.
Vorsicht vor illegalem Welpen-Handel: Auch Malteser werden im illegalen Welpen-Handel angeboten. Die Welpen stammen meist aus dem Ausland, sind zu jung und häufig krank. Trotzdem kosten sie oft so viel wie beim Züchter. Der Preis schützt Sie also nicht. Empfehlung: Kaufen Sie am besten, wenn Sie Züchter und Muttertier persönlich kennengelernt haben.
Was ist ein Mini-Malteser?
Mini-Malteser ist eine Verkaufsbezeichnung, keine eigene Rasse. Gemeint sind Malteser, die kleiner und leichter sind als die drei bis vier Kilogramm, die der Rassestandard vorsieht. Solche extrem verkleinerten Hunde können gesundheitliche Probleme haben, etwa eine gestörte Blutzuckerregulierung, empfindliche Knochen oder einen Wasserkopf (Hydrocephalus). Möchten Sie einen Mini-Malteser kaufen? Dann entscheiden Sie sich besser für einen gesunden Malteser vom seriösen Züchter.
Was kostet ein Malteser?
Für einen reinrassigen Malteser vom Züchter zahlen Sie einen Preis im unteren vierstelligen Bereich. Wie hoch er ausfällt, hängt von der Zuchtstätte und der Ahnentafel ab.
Im Tierheim finden Sie ebenso Malteser. Manchmal sind es beschlagnahmte Tiere aus illegalem Handel, häufiger ändern sich die Lebensumstände der Halter.
DA Direkt liegt Tierwohl am Herzen, deshalb unterstützen wir bereits seit 2022 den Deutschen Tierschutzbund e.V. und haben uns auch für andere Tierheime stark gemacht.
Woran Sie einen seriösen Züchter erkennen, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Häufige Fragen und Antworten zum Malteser
Wie groß werden Malteser?
Wie groß werden Malteser?
Malteser werden 20 bis 25 cm groß, gemessen an der Schulter. Rüden erreichen 21 bis 25 cm, Hündinnen 20 bis 23 cm. Ausgewachsen sind sie mit etwa einem Jahr.
Wie schwer werden Malteser?
Wie schwer werden Malteser?
Ein ausgewachsener Malteser wiegt laut Rassestandard drei bis vier Kilogramm, unabhängig vom Geschlecht.
Wie alt werden Malteser?
Wie alt werden Malteser?
Malteser haben eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Kleine Hunderassen werden im Schnitt älter als große.
Ist der Malteser ein Anfängerhund?
Ist der Malteser ein Anfängerhund?
Ja. Der Malteser gilt als lernwillig und gut zu führen und kann selbst für Menschen ohne Hundeerfahrung geeignet sein. Am besten beschäftigen Sie sich vorher mit dem täglichen Pflegeaufwand.
Welche Krankheiten sind beim Malteser typisch?
Welche Krankheiten sind beim Malteser typisch?
Typische Malteser-Krankheiten sind Patellaluxation, Augenreizungen durch das lange Kopfhaar und Zahnprobleme. Seltener, aber ernst ist ein angeborener Lebershunt – eine Störung der Leberdurchblutung.
Zuletzt aktualisiert:16.10.2026Lesezeit: 7 MinutenAutor: Fachredaktion | Tierkrankenversicherung
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und redaktionell geprüft sowie von Expertinnen und Experten gegengelesen. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wenn Ihr Tier Beschwerden zeigt oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis. In Notfällen kontaktieren Sie umgehend den tierärztlichen Notdienst.

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