Neben Verletzungen sind Katzen auch immer wieder von Krankheiten betroffen, die Sie kennen sollten. Dann wissen Sie, wann es für Ihr Tier gefährlich werden kann und Sie mit ihm zum Tierarzt müssen oder wann Sie es selbst gesund pflegen können.<
Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist nicht mit einer einfachen Erkältung zu verwechseln. Die Katze hat bei einem milden Verlauf Erkältungssymptome wie Schnupfen, Fieber, Nasen- und Augenausfluss. Bei schweren Verläufen sind jedoch Geschwüre im Maul, Entzündungen der Atemwege bis hin zur Lunge, Apathie und Gewichtsverlust möglich. Vor allem junge Kätzchen und Tiere mit geschwächtem Immunsystem können schwer daran erkranken. Im schlimmsten Fall kann diese Infektion für Katzen sogar tödlich enden.
Ursache für die Erkrankung sind verschiedene Viren und Bakterien. Katzen stecken sich meist durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion bei Artgenossen an, mit denen Sie einen Futterplatz teilen.
Behandlung von Katzenschnupfen
Vermuten Sie bei Ihrer Fellnase einen Katzenschnupfen, bringen Sie sie umgehend zum Tierarzt. Gegen diese Krankheit helfen keine einfachen Hausmittel. Der Veterinär nimmt einen Abstrich bei Ihrem Stubentiger, um zu bestimmen, welche Erreger den Schnupfen auslösen. Er verordnet Ihrem Tier in der Regel Ruhe und verschreibt ein Antibiotikum oder andere Medikamente, die die Symptome von Katzenschnupfen lindern.
Das können Sie selbst tun:
- Hat Ihre Fellnase einen Katzschnupfen, behalten Sie sie ein paar Tage im Haus – so kann sich ihr Immunsystem erholen und sie steckt keine Artgenossen an.
- Haben Sie noch andere Katzen, halten sie das kranke Tier einige Tage von den gesunden fern.
- Hat die kranke Katze Entzündungen im Maul und Rachen, bieten Sie ihr weiches Futter an, das sie zerkleinern und etwas anwärmen.
Gut zu wissen: Zur Vorbeugung von Katzenschnupfen gibt es eine
Impfung. Die Grundimmunisierung wird in den ersten Lebenswochen empfohlen. Danach sollte alle zwei bis drei Jahre eine Auffrischung erfolgen. Die Impfung schützt zwar nicht vollständig vor einer Infektion, verhindert jedoch in der Regel schwere Verläufe und führt zu milderen Krankheitssymptomen.
Chronische Darmentzündung bei Katzen
Katzen leiden immer häufiger an chronischer Darmentzündung oder medizinisch IBD
(Inflammatory Bowel Disease). Diese Erkrankung kommt auch bei anderen Lebewesen vor – beim Menschen ist sie als Morbus Crohn bekannt. Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht. Tiermediziner gehen davon aus, dass eine Veranlagung, aber auch eine Autoimmunreaktion die Erkrankung auslösen kann.Katzen, die unter IBD leiden, haben häufig diese Symptome:
- Appetitmangel und Gewichtsverlust
Stellen Sie diese Symptome bei Ihrer Fellnase fest, lassen Sie sie von einem Tierarzt untersuchen. Er wird zunächst versuchen, andere Erkrankungen auszuschließen. Durchfall und Erbrechen können schließlich auch viele andere Ursachen haben, zum Beispiel eine Futterunverträglichkeit, einen Wurmbefall oder auch eine Vergiftung.
Eine chronische Darmentzündung bei Katzen ist allerdings nicht heilbar. Mit einer auf Ihr Tier abgestimmten Therapie bekommt es die Beschwerden in der Regel aber gut in den Griff. Dazu gehören zum Beispiel eine Futterumstellung und entzündungshemmende Medikamente.
Bindehautentzündung bei der Katze
Samtpfoten leiden häufig unter einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Diese erkennen Sie daran, dass das entzündete Auge tränt, das Lid und das Auge anschwellen und die Augenränder gerötet sind. Gehen Sie mit Ihrem Tier bei diesen Anzeichen am besten zum Tierarzt, um abzuklären, um welche Art der Entzündung es sich handelt.
Eine infektiöse Bindehautentzündung wird durch Viren, Pilze oder Bakterien verursacht. Sie ist sehr ansteckend – nicht nur für andere Katzen, sondern auch für den Menschen. Eine nicht-infektiöse Entzündung kann durch Zugluft, Allergien oder eine Verletzung am Auge ausgelöst werden. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie zu schweren Folgeschäden führen: Die Katze kann erblinden oder ihr Auge verlieren.
Zur Behandlung einer infektiösen Bindehautentzündung bei der Katze verschreibt der Tierarzt meist Tropfen und Salben, die ein Antibiotikum oder den Entzündungshemmer Cortison enthalten. Augentropfen beruhigen das Auge bei einer nicht-infektiösen Entzündung.
Gut zu wissen: Bei einer schweren Bindehautentzündung Ihrer Katze sollten Sie keine Hausmittel anwenden, sondern die vom Tierarzt verordneten Medikamente verabreichen. Ist die Ursache einer leichten Entzündung zum Beispiel eine Allergie, können Sie ein entzündetes Auge mit einem Schwarzteebeutel kühlen. Brühen Sie dazu den Beutel mit heißem Wasser auf und stellen Sie ihn anschließend im Kühlschrank kalt. Verwenden Sie nicht Kamillentee dafür, da winzige Härchen auf dem Beutel das erkrankte Auge zusätzlich reizen können.
Ohrmilben bei der Katze
Ohrmilben sind kleine Parasiten, die sich tief im Ohr der Katze festsetzen. Sowohl Wohnungskatzen als auch Freigänger-Katzen sind davon betroffen. Wenn Ihre Mieze Ohrmilben hat, merken Sie es daran:
- Sie schüttelt den Kopf oder hält ihn schräg.
- Ein unangenehmer Geruch geht von dem Ohr aus.
- Die Haut am Ohr ist gerötet.
- Die Katze ist unruhig oder lethargisch.
- Sie schrubbt und reibt an den Ohren.
- Sie verliert Gewicht.
- Im fortgeschrittenen Stadium sind gelbe und braune Ablagerungen im Inneren des Ohrs zu sehen.
Bei Verdacht auf Ohrmilben bringen Sie Ihre Katze unbedingt zu einem Tierarzt. Schlimmstenfalls bekommt Ihre Katze einen Gehörschaden oder eine Hirnhautentzündung. Der Tierarzt wird Ihrer Katze Medikamente gegen Ohrmilben verschreiben. Mit Ohrentropfen und Salben lässt sich der Befall gut behandeln. Nach fünf bis 14 Tagen ist Ihre Mieze wieder völlig gesund.
Hausmittel gegen Ohrmilben: Behandeln Sie Ihre Samtpfote nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt mit Hausmitteln wie Teebaum- oder Kokosöl. Verwenden Sie diese nur zusätzlich zu einer tiermedizinischen Therapie.