Je früher Sie mit der Welpen-Erziehung beginnen, desto besser. Auf den Trainingsplan für junge Hunde gehören auf jeden Fall folgende Punkte:
Stubenreinheit üben
Eine besondere Herausforderung in der Welpen-Erziehung ist es, das Tier stubenrein zu bekommen. Dafür gehen Sie zunächst alle zwei Stunden mit dem Vierbeiner nach draußen und warten, bis er sein Geschäft verrichtet hat. Anschließend loben Sie ihn dafür.
Bestrafen Sie den Hund nicht, falls er doch mal ins Wohnzimmer macht. Ein scharfes "Nein" oder "Pfui" reichen, wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen. Normalerweise wird ein Welpe mit etwa sechs bis acht Monaten komplett stubenrein. Helfen alle Konsequenz und das Training nicht, sollten Sie mit dem Tierarzt sprechen.
Leinenführigkeit mit dem Welpen trainieren
Zum Erziehungsplan des Welpen zählt auch die sogenannte Leinenführigkeit. Das heißt: Ihr Hund muss lernen, beim Gassigehen nicht in alle Richtungen zu zerren. Stattdessen soll er ruhig neben Ihnen herlaufen.
Das entsprechende Hunde-Training starten Sie am besten an einem ruhigen Ort mit wenig Ablenkungspotenzial – beispielsweise in Ihrem Wohnzimmer oder Garten. Nehmen Sie Ihr Tier an die Leine und belohnen Sie es sofort, wenn es entspannt mit Ihnen läuft. Zieht der Hund dagegen an der Leine, wechseln Sie abrupt die Richtung oder bleiben Sie stehen, sodass Ihr Hund einen Zug spürt. Sobald das Vorgehen einigermaßen klappt, nennen Sie immer ein Kommando wie "Leine" oder "Bei Fuß", sobald der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.
Hund auf Rückruf trainieren
Auch hier üben Sie zunächst an einem ruhigen Ort. Nutzen Sie Kommandos wie "Hier" oder "Komm", um den Welpen zu sich zu locken. Kommt er zu Ihnen, belohnen Sie ihn mit Streicheleinheiten oder einem Leckerli. Erschweren Sie das Rückruf-Training allmählich, indem Sie beispielsweise die Distanz zwischen Ihnen und dem Tier vergrößern. Wenn Sie Ihre Übungen in den Park verlagern, können Sie sicherheitshalber zunächst mit einer langen Schleppleine trainieren.
Übungen zur Impulskontrolle
Dieses Hunde-Training ist beispielsweise wichtig, damit das Tier vor dem Supermarkt ruhig auf Sie wartet oder ein vorbeihuschendes Kaninchen im Wald ignoriert.
Bringen Sie Ihren Hund durch ein Kommando wie "Sitz" oder "Platz" in die gewünschte Position. Ergänzen Sie anschließend den Befehl "Bleib" und als Geste eine flache, nach oben gerichtete Hand. Wenn der Hund ein paar Sekunden wartet, bekommt er ein Leckerli als Belohnung. Lösen Sie dann die Situation mit einem "Fertig" auf. Nach und nach können Sie die Distanz bei der Welpen-Erziehung erhöhen, außer Sichtweite gehen, einen Ball werfen oder gar ein Stück Trockenfutter auf den Boden legen.
Zum alleine bleiben erziehen
Das Training, um den Welpen alleine zuhause lassen zu können, erfordert viel Geduld und Konsequenz. Starten Sie daher schon relativ bald mit einer einfachen Übung, nachdem der Welpe eingezogen ist: Gehen Sie für ein paar Minuten aus dem Zimmer und schließen Sie die Tür hinter sich. Bleibt der Hund ruhig, loben und streicheln Sie ihn ausgiebig. Nach und nach steigern Sie den Zeitraum Ihrer Abwesenheit – und verlassen irgendwann auch das Haus. Belohnen Sie den Welpen jedes Mal, wenn er ruhig geblieben ist.
Wenn der Welpe trotz allen Trainings-Aufwands nicht hört, ziehen Sie am besten einen Experten zurate.