1. Ihr Hund frisst nicht, weil er Stress hat
Das Problem: Sie sind kürzlich umgezogen, draußen knallen Silvesterböller oder Ihr Hund frisst wegen einer Scheinschwangerschaft durch Veränderungen im Hormonhaushalt nicht. Wenn Ihr neuer Welpe nicht frisst, ist er vermutlich noch verwirrt von der fremden Umgebung.
Die Lösung: Gönnen Sie Ihrem Tier zur Ablenkung ausgiebige Spaziergänge und einige Streicheleinheiten. Sobald der Hund sich wieder beruhigt, kommt meist auch der Appetit zurück. Auch junge Welpen können Sie so zum Fressen animieren.
2. Der Hund wird zum appetitlosen Puber-Tier
Das Problem: Das Hormon-Chaos setzt nicht nur menschlichen Teenies zu. Auch für Ihren Vierbeiner ist dieses Alter zwischen dem 7. und 11. Lebensmonat verwirrend. Der Hund frisst in der Pubertät oft nicht oder nur schlecht.
Die Lösung: Halten Sie sich an feste Futterzeiten, so hat Ihr Tier in all dem Chaos einen Orientierungspunkt. Hat der Hund nach 15 Minuten den Napf nicht angerührt, entfernen Sie ihn. Bleiben Sie dabei konsequent – sonst haben Sie bald einen Hund, der normales Futter verweigert und nur noch Leckerlis frisst.
3. Schmerzen oder eine Verletzung sorgen für Appetitlosigkeit beim Hund
Das Problem: Der Hund frisst nicht, trinkt nicht und erbricht Wasser. Oder er zeigt Symptome wie Durchfall, einen harten Bauch, Apathie, Krämpfe und Fieber. Womöglich hat er Zahnschmerzen, eine Wunde oder andere gesundheitliche Probleme.
Die Lösung: Gehen Sie mit Ihrem Vierbeiner direkt zum Tierarzt und lassen Sie ihn untersuchen. Wenn Sie eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen haben, übernimmt diese die Kosten.
4. Der Hund hat keine Inappetenz, sondern ist einfach satt
Das Problem: Sie denken, es ist Futterzeit für Bello und stellen ihm einen vollen Napf hin. Er rührt ihn aber nicht an, weil Ihre Kinder oder Ihr Partner ihn schon den ganzen Tag mit Leckerlis verwöhnt haben.
Die Lösung: Erklären Sie Ihren Kids und anderen Familienmitgliedern, dass die Hundekuchen und Kaustangen wirklich nur als Belohnung dienen. Bleiben auch Sie selbst stark, wenn ihr vierbeiniger Liebling Sie mal wieder mit Hundeblick anstarrt.
5. Ihr Vierbeiner ist ein wählerischer Feinschmecker
Das Problem: Eigentlich wollten Sie Ihrem Hund etwas Gutes tun und haben ihm sehr viele unterschiedliche Futtersorten angeboten – oder sogar direkt den Napf ausgetauscht, als er nicht gleich zugeschlagen hat. Jetzt weiß er natürlich, dass ihm nach kurzer Wartezeit eine womöglich bessere Mahlzeit erwartet.
Die Lösung: Lassen Sie das Futter stehen, wenn der Hund nicht sofort frisst. Tauschen Sie es keinesfalls gegen andere Nahrung oder Essensreste von Ihrem Teller aus, sonst bleibt der Hund bei seinem Verhalten.
6. Der Hund verweigert Futter und Wasser, weil er schüchtern ist
Das Problem: Es klingt zunächst komisch, aber manche Fellnasen sind kleine Angsthasen. Sie trauen sich nicht, den Napf anzurühren, wenn andere Tiere oder Menschen im Raum sind. Das kommt vermutlich evolutionär noch von der ursprünglichen Fress-Hierarchie im Wolfsrudel.
Die Lösung: Verlassen Sie den Raum, wenn das Futter im Napf ist – und lassen Sie Ihrem Tier Zeit zum Fressen. Falls Sie einen zweiten Hund haben, füttern Sie diesen in einem anderen Zimmer.
7. Ihr Hund leidet an Appetitlosigkeit wegen seines Alters
Das Problem: Die Senioren unter den Haustieren haben einen geringeren Energiebedarf und einen anderes Geruchsempfinden. Die frühere Portion ist oft zu groß.
Die Lösung: Kaufen Sie Ihrem Hund spezielles Futter für Senioren, verringern Sie die Portion und erwärmen Sie gegebenenfalls die Mahlzeit, damit er den Geruch besser wahrnimmt.