Bevor Sie eine Hundeschule für Ihren Vierbeiner in Ihrer Nähe suchen, sprechen Sie mit Hundebesitzern aus Ihrem Bekanntenkreis. Fragen Sie, welche Welpenschule oder welchen Hundetrainer sie Ihnen empfehlen. Schauen Sie sich diese dann genau an.
Treffen Sie sich mit dem Betreiber oder einem Trainer der Schule im Vorfeld und unterhalten Sie sich mit ihm über die Trainingsmethoden. Beobachten Sie die Tiere beim Training und fragen Sie die Halter nach deren Erfahrungen. Nur wenn Sie ein gutes Gefühl haben, sollten Sie sich für die Hundeschule entscheiden.
Checkliste: die richtige Hundeschule aussuchen
- Gute Hundetrainer arbeiten mit positiver Verstärkung (Lob und Belohnung).
- Die Übungen erfolgen spielerisch und ohne Druck.
- Die Kommunikation über Körpersprache und Handzeichen spielt eine wichtige Rolle.
- Es gibt getrennte Gruppen für Welpen und erwachsene Hunde.
- Die Gruppen sind überschaubar groß (maximal fünf bis sechs Hunde pro Gruppe), in der Welpenspielgruppe dürfen auch mehr Tiere sein.
- Auffällige Hunde erhalten ein individuelles Spezialtraining.
- Es werden Hilfsmittel zur Hundeerziehung wie eine Schleppleine (für das Anti-Jagd-Training), Futterbeutel (um das Apportieren zu üben) und Hundepfeife beim Training (um den Hund, auch aus großen Distanzen zurückzurufen) eingesetzt.
- Familienmitglieder werden in das Training eingebunden.
Zum Vergleich: Eine schlechte Hundeschule arbeitet mit fragwürdigen Erziehungsmethoden. Die Trainer verwenden ungeeignete Hilfsmittel zur Hundeerziehung wie Würgehalsband, Sprühhalsband mit Wasser sowie chemische und elektrische Trainingsgeräte. Wenn der Hund an der Leine zieht, schnürt ihm ein Würgehalsband die Luftröhre zu. Außerdem wenden manche Trainer Gewalt gegenüber Tieren an, indem sie sie anschreien, treten, auf den Rücken drehen, im Nacken packen oder schütteln. Diese Methoden, bei denen Hunde bestraft werden, wenn sie nicht schnell genug lernen, gelten inzwischen als Tierquälerei.
Einen guten Hundetrainer erkennen
Sie können sich in der Hundeschule nach der Ausbildung der Trainer erkundigen. Auch auf der Website finden Sie in der Regel Informationen dazu, häufig sind auch die Zertifizierungen der Trainer aufgelistet. Es gibt jedoch keine einheitliche Aus- und Fortbildung zum Hundetrainer. Nicht jeder, der sich so nennt, hat auch die entsprechenden Fähigkeiten erworben.
Allerdings bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) seit einigen Jahren eine Ausbildung zum Hundetrainer mit Zertifikat an. Wenn Sie auf einen Trainer mit dem Titel „Hundeerzieher/-in und Verhaltensberater/-in (IHK)“ stoßen, können Sie davon ausgehen, dass er die nötige Qualifikation für die Arbeit mit Tieren hat. Neben der Ausbildung sind aber sein Umgang und die Arbeit mit den Vierbeinern entscheidend. Verlassen Sie sich auch auf Ihren Eindruck, den er in einem persönlichen Gespräch auf Sie macht.
Gut zu wissen: Viele Hundeschulen setzen voraus, dass Ihr Haustier eine gültige Tollwutimpfung hat und Sie eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Für den Fall, dass sich Ihr Liebling auf dem Hundeübungsplatz verletzt, sollten Sie auch rechtzeitig über eine Hundekrankenversicherung zum Beispiel von DA Direkt nachdenken.