Clickertraining für den Hund – ja oder nein?
Das Clickertraining ist eine bewährte Methode in der Hunde-Erziehung, die besonders effektiv und wissenschaftlich anerkannt ist. Der Clicker ist ein kleines Gerät mit einem Druckknopf, das in eine Hand passt. Wenn Sie auf den Knopf drücken, ertönt ein kurzes knackendes Geräusch. Dieses hat zunächst keine Bedeutung für den Hund.
Bevor Sie mit dem Hundetraining beginnen, müssen Sie ihm deshalb zunächst beibringen, was das Geräusch für ihn heißt. Dafür nehmen Sie ein paar Leckerlis in die Hand und betätigen den Druckknopf – am besten so, dass Ihr Hund nur den Ton hört und nicht Ihre Handbewegung sieht. Jedes Mal, wenn das Geräusch ertönt, bekommt er den kleinen Snack. Ihr Hund wird relativ schnell lernen, dass der Clicker ein Leckerli für ihn ankündigt.
Anschließend können Sie Ihrem Vierbeiner damit einfache Grundkommandos, aber auch ausgefallene und schwierige Hundetricks beibringen. Wenn Ihr Hund einen Trick beherrscht, können Sie den Clicker weglassen.
Gut zu wissen: Die Herausforderung beim Clickertraining ist das exakte Timing. Nur wenn Sie im richtigen Moment den Knopf betätigen, lernt Ihr Hund, wofür er gerade belohnt wird. Und nur dann macht er die nötigen Fortschritte beim Training. Üben Sie das schnelle Clickern am besten vorab ohne Ihren Hund.
Tipps: Wenn Sie nicht auf Anhieb damit zurechtkommen, nehmen Sie Kontakt mit einer Hundeschule in Ihrer Nähe auf. Dort erhalten Sie wichtige Tipps zum Clickern. Auch verschiedene Online-Hundetrainings zeigen im Video, wie das Clickertraining funktioniert.
No-Go: Hundetraining mit Erziehungshalsband
Lassen Sie unbedingt die Finger von sogenannten "Erziehungshalsbändern" für Hunde. Damit bestrafen manche Hundehalter unerwünschtes Verhalten. Bei einem Antibell-Halsband etwa erhält der Hund einen unangenehmen Stromimpuls, sobald er bellt. Andere Hundetrainingshalsbänder enthalten ein Duftspray mit einem für das Tier unangenehmen Geruch oder senden ein Ultraschallsignal aus, das Vierbeiner nicht mögen.
Mit solchen Erziehungsmethoden steht der Hund ständig unter Stress. So fällt es ihm schwer, etwas Neues zu lernen – wie allen anderen Lebenswesen auch. Vor allem Angsthunde und unsichere Tieren werden durch den Einsatz solcher Halsbänder noch ängstlicher und können ernsthafte Verhaltensstörungen entwickeln. In Deutschland ist es übrigens verboten, Erziehungshalsbänder zu verwenden, die Stromimpulse verteilen. Allerdings ist der Verkauf weiterhin erlaubt. Grundsätzlich ist von solchen Halsbändern abzuraten, da ihr Einsatz als Tierquälerei gilt.