Leptospirose beim Hund

Das Wichtigste in Kürze

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Leptospirose ist eine bakterielle Infektion bei Hunden, die auch auf den Menschen übertragbar ist.
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Vor allem die Leber und die Niere nehmen bei Leptospirose großen Schaden, im schlimmsten Fall nimmt die Hunde-Krankheit ein tödliches Ende. Je früher der Tierarzt die Leptospirose bei Ihrem Hund erkennt, desto besser sind die Heilungschancen.
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Mit einer Leptospirose-Impfung schützen Sie Ihren Hund – und sich selbst. Das Beste: Die Tierkrankenversicherung von DA Direkt übernimmt die Kosten.
Leptospirose beim Hund – was ist das eigentlich?
Viele Hunde sind echte Wasserratten: Sie planschen in Seen und Teichen herum und toben durch Pfützen. Doch in manchen dieser Gewässer lauert eine große Gefahr: Ihr Hund kann sich mit Leptospirose anstecken. Was es mit der Hunde-Leptospirose auf sich hat, welche Symptome üblich sind und wie Sie der Erkrankung vorbeugen, lesen Sie in diesem Ratgeber.
Grundlegende Fakten zur Leptospirose
Bei der Leptospirose handelt es sich um eine Infektion, die Hunde jeder Rasse und jeden Alters erwischen kann.
Die Leptospirose hat ihren Namen von den Krankheitserregern, die sie verursachen: den Leptospiren. Dabei handelt es sich um eine spezielle Bakterienart. Am liebsten siedeln sich die Leptospiren in stehenden, flachen Gewässern an. Wärmere Temperaturen fördern die Vermehrung der Parasiten.
Für Ihren Hund besteht daher ein Leptospirose-Risiko, wenn er durch Tümpel tobt oder sich in Pfützen suhlt. Mit teils hohen Temperaturen und großem Pfützen-Potenzial ist deswegen in Deutschland von April bis November die Hauptansteckungszeit für Hunde.
Die Ansteckung mit Hunde-Leptospirose erfolgt teilweise auch über den Urin oder Speichel erkrankter Tiere. Daher sollten sich infizierte Vierbeiner nicht den Napf mit anderen Fellnasen teilen.
Allerdings erkrankt nicht jeder Hund, der Leptospiren in sich trägt, an einer Leptospirose. Ob die Krankheit ausbricht, hängt unter anderem vom Alter und der Immunstärke Ihres Tieres ab.
Übrigens: Die Leptospirose ist auch als Stuttgarter Hundeseuche bekannt, da sie auf einer Hundeausstellung in der baden-württembergischen Hauptstadt zum ersten Mal beschrieben wurde.
Ist Leptospirose vom Hund auf den Menschen übertragbar?
Ja, Ihr Vierbeiner kann Leptospiren auf Sie übertragen. Es handelt sich bei Leptospirose nämlich um eine sogenannte Zoonose. Auch andere Tiere wie Schweine, Rinder, Igel, Mäuse und andere Nager können sich mit der Krankheit anstecken. Katzen sind dagegen weniger anfällig für Leptospiren.
Typische Symptome von Leptospirose beim Hund
Eine Leptospirose beim Hund äußert sich unter anderem durch die folgenden Krankheitsanzeichen:
- Ihr Hund leidet an Husten
- Ihre Fellnase wirkt matt und schwach
- Ihr Hund frisst nicht
- Ihr Vierbeiner zeigt erkältungsähnliche Symptome
- Ihr Hund leidet an Durchfall
- Ihre Fellnase hat großen Durst, produziert aber weniger Urin
- Auch Fieber und Erbrechen können beim Hund ein Anzeichen für Leptospirose sein
- Zahnfleisch und Bindehäute färben sich gelb – Ihr Hund leidet an Gelbsucht
Da die Leptospirose-Symptome beim Hund so vielfältig sind, kann eine eindeutige Diagnose nur vom Tierarzt erfolgen. Am besten besuchen Sie den Tiermediziner bei ersten Anzeichen so schnell wie möglich: Denn in diesem frühen Stadium ist die Leptospirose Ihres Hundes noch heilbar. Unbehandelt kann die Stuttgarter Hundeseuche zu massiven Organschäden – vor allem an Niere und Leber –bis hin zum Tod führen.
Wie Tierärzte die Krankheit behandeln, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Behandlung von Leptospirose - So geht’s Ihrem Hund besser
Leptospirose-Diagnose beim Hund
Um die Leptospirose beim Hund sicher zu erkennen, nutzen Tierärzte meist eines der folgenden Verfahren:
- Bluttest: Mit speziellen Verfahren wie der Dunkelfeldmikroskopie sind die Erreger frühzeitig erkennbar. Ab der zweiten Krankheitswoche reicht ein Test auf entsprechende Antikörper im Blut.
- Urintest: Ebenfalls ab der zweiten Krankheitswoche sind Leptospiren auch im Harn des Tiers zu erkennen.
Leptospirose-Therapie beim Hund
Um die Leptospirose beim Hund zu behandeln, kommen oft Antibiotika zum Einsatz. Für zwei bis drei Wochen müssen Sie Ihrem Hund Tabletten verabreichen. Welches Medikament der Tierarzt verschreibt, hängt dabei von der Schwere der Krankheit sowie eventuellen Unverträglichkeiten Ihres Tiers ab.
Außerdem braucht Ihr Hund womöglich Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente.
Sind bereits Nierenschäden aufgetreten, braucht Ihr Hund bei Leptospirose eine Flüssigkeitstherapie. In schweren Fällen muss ihm diese intravenös über einen Tropf zugeführt werden.
Je nach Verlauf und Schwere der Leptospirose unterscheiden sich die Kosten der Leptospirose-Behandlung für Ihren Hund stark. Gerade bei einem stationären Aufenthalt wird es teuer – die Kosten gehen meist in den dreistelligen Bereich. Eine gute Krankenversicherung für Tiere übernimmt oft die Rechnung.
Jetzt vorbeugen: Wir übernehmen die Kosten der Leptospirose-Impfung für Ihren Hund!
Impfung – die wichtigste Maßnahme gegen Leptospirose
Die Impfung gegen Leptospirose zählt bei Hunden zu den sogenannten Core-Impfungen. Damit bezeichnen Tiermediziner Impfungen gegen Krankheiten, gegen die die jeweilige Tierart immer immunisiert sein sollte. Das heißt konkret: Diese Impfung ist für Ihren Vierbeiner unabdingbar.
Zunächst erfolgt normalerweise im Welpenalter eine Grundimmunisierung in drei Schritten.
Diese muss der Tierarzt dann jährlich auffrischen. Die Kosten der Leptospirose-Impfung beim Hund liegen bei etwa 30 bis 40 Euro pro Dosis. Eine gute Hundekrankenversicherung wie die von DA Direkt bezahlt diese Rechnung.
Die Nebenwirkungen der Leptospirose-Impfung beim Hund sind normalerweise mild und absolut ungefährlich. Manchmal ist die Injektionsstelle vorübergehend gerötet oder geschwollen. Möglicherweise ist der Hund matt und hat keinen großen Hunger. Vereinzelt kann Ihr Vierbeiner für ein paar Tage auch Fieber und grippeähnliche Symptome zeigen.
Vereinzelt können sich Hunde trotz Impfung mit Leptospirose anstecken – denn das Vakzin deckt nicht alle Bakterienstämme der Leptospiren ab. Daher empfiehlt es sich, einige zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Weitere Maßnahmen: Leptospirose bei Ihrem Hund vorbeugen
Folgende Tipps senken das Risiko Ihres Hundes an Leptospirose zu erkranken:
- Lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht aus Pfützen oder stehenden Gewässern trinken
- Auch das Baden darin sollten Sie unterbinden
- Nehmen Sie bei Spaziergängen und Wanderungen immer einen eigenen Napf für Ihren Hund mit
- Achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinen direkten Kontakt zu Nagern in der Natur hat
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Leptospirose beim Hund“
Was ist Leptospirose beim Hund?
Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, die Hunde, andere Tiere und Menschen betreffen kann.
Wie erkennt man Leptospirose beim Hund?
Die Symptome der Leptospirose sind bei Hunden sehr vielfältig, was die Diagnose erschwert. Zu den Krankheitsanzeichen zählen beispielsweise Gelbsucht, Fieber und Erbrechen. Weitere typische Symptome finden Sie oben im Ratgeber. Sicher erkennen kann die Leptospirose beim Hund nur ein Tierarzt mit einem Blut- oder Urintest.
Gegen Leptospirose impfen: ja oder nein?
Eindeutiges Ja: Die Leptospirose-Impfung für Hunde ist absolut sinnvoll.
Leptospirose: Wie oft muss ich meinen Hund impfen?
Nach der Grund-Immunisierung müssen Sie die Leptospirose-Impfung Ihres Hundes je nach Impfstoff meist alle zwölf Monate auffrischen lassen.
Was kostet eine Leptospirose-Impfung beim Hund?
Die Kosten für die Leptospirose-Impfung liegen bei etwa 30 bis 40 Euro pro Jahr. Die Hundekrankenversicherung von DA Direkt übernimmt diese Kosten im Rahmen des Gesundheitsbudgets.
Ist Leptospirose heilbar?
Ja, wird die Krankheit rechtzeitig erkannt und gut behandelt, ist sie oft heilbar. Lediglich bei jungen Tieren und bei Hunden mit Immunschwäche sind die Heilungschancen nicht so gut.
Angelika Dick, 10.02.2026

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