Chihuahua: alle wichtigen Infos zur kleinsten Hunderasse der Welt

Das Wichtigste in Kürze

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Der Chihuahua gehört zu den Begleithunden und wird von Fans liebevoll „Chi“ genannt.
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Die kleinste Hunderasse der Welt ist besonders lebhaft und verspielt – manchmal überschätzen die Tiere sich selbst und nehmen es mit größeren Hunden auf.
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Chihuahuas sind lernwillig und schlau – mit einer konsequenten Erziehung ab dem Welpenalter entwickeln sie sich zu einem freundlichen Familienhund.
Chihuahua – Grundwissen zur Hunderasse
Herkunft der Rasse
Aus welcher Region der Chihuahua ursprünglich stammt, ist nicht vollständig geklärt. Manche Quellen gehen von Ägypten und China aus. Vieles spricht jedoch für Mexiko als Ursprungsregion. So ist der kleine Hund auch nach der mexikanischen Provinz „Chihuahua“ benannt. Schon die Tolteken und später die Azteken hielten ab dem 12. Jahrhundert den Chihuahua als Haushund. Das belegen verschiedene Malereien und Verzierungen, auf denen die Tiere abgebildet sind.
Azteken schrieben der Hunderasse sogar eine besondere Bedeutung zu: Nach dem Tod des Besitzers sollte ihm der Hund, den Weg ins Paradies zeigen. Vorausgesetzt: Der Halter hat das Tier zu Lebzeiten gut behandelt.
Ab dem 19. Jahrhundert verkauften die Mexikaner die niedlichen Hunde als Souvenirs. Da sie bei den Touristen gut ankamen, begannen sie sie zu züchten. So verbreiteten sich die quirligen Vierbeiner zunächst in den USA und entwickelten sich dort zum Modehund. 1904 wurde die Rasse erstmals im US-amerikanischen Zuchtbuch eingetragen. Deutschland erreichte der Hype um die kleinen Hunde erst einige Zeit später. Hierzulande wurden die ersten Chihuahuas 1956 registriert.
Äußere Merkmale der Hunderasse
Der Chihuahua gilt als der kleinste Hund der Welt. Er hat einen apfelförmigen Kopf mit großen Augen. Die Ohren sind groß, spitz und aufgerichtet. Den Vierbeiner gibt es als Kurzhaar- und als Langhaar-Chihuahua – bei den kurzhaarigen Tieren handelt es sich um den Urtyp der Rasse. Langhaarige Chihuahuas haben ein glattes oder gewelltes Fell – vor allem im Bereich der Brust, an den Ohren, den Läufen und der Rute.
Beim Körperbau sind zwei unterschiedliche Typen zu unterschieden:
- Cobby-Typ: kompakte und kräftige Statur
- Derry-Typ: schlank und längere Beine
Da kleine Hunde sehr gefragt sind, werden im Internet auch sogenannte „Mini-Chihuahuas“ beziehungsweise „Teacup-Chihuahuas“ angeboten. Sie sind noch kleiner und wiegen weniger als 500 Gramm. Diese Tiere gelten jedoch als Qualzucht. Laut dem Rassestandard der FCI (Fédération Cynologique Internationale – weltweit größter Dachverband für Hundezucht, der u.a. Zuchtrichtlinien erstellt) sind solche Merkmale bei Chihuahuas nicht erlaubt. Der Grund: Mini-Hunde sind meistens krank und können kein normales Hundeleben führen.
Beim Fell dürfen laut FCI alle Farben in sämtlichen Schattierungen und Kombinationen vorkommen – mit Ausnahme der Fellscheckung „Blue-Merle“, die nicht dem Rassestandard entspricht.
Wesen und Temperament des Chihuahuas
Die kleinen Vierbeiner sind mutig und haben keine Angst vor größeren Hunden. Sie spielen sich sogar als Wachhunde auf und bringen sich mit ihrem unerschrockenen Wesen manchmal selbst in Gefahr. Deshalb sollten Sie immer ein wachsames Auge auf sie haben, wenn sie andere Hunde treffen.
Chihuahuas bellen häufig, was Sie mit einer guten Erziehung dem Hund schnell abgewöhnen können. Vom Charakter her unterscheiden sich Chihuahua-Hündinnen und -Rüden kaum voneinander. Die kleinen Vierbeiner eignen sich als Familienhunde genauso wie für Singles oder Paare. Sie sind anderen Tieren gegenüber aufgeschlossen und können daher auch als Zweithund das Familienleben bereichern. Auch mit einer Katze kommt der Chihuahua gut aus. Am besten klappt die Zusammenführung von Hund und Katze, wenn beide Tiere noch jung sind.
Haltung und Pflege von Chihuahuas
Erziehung eines Chihuahuas
Eine konsequente Erziehung, die schon im Welpenalter beginnt, wird Ihnen Ihr Leben erleichtern. Warten Sie daher nicht, bis sich schlechte Angewohnheiten entwickelt haben. Falsches Verhalten lässt sich nur schwer abtrainieren.
Die gute Nachricht: Chihuahuas sind schlaue Tiere und lernen gerne. Wichtig ist, dass Sie dran bleiben und regelmäßig mit Ihrem Vierbeiner trainieren. Dann haben Sie bald einen zutraulichen und treuen Begleiter.
Tipps rund um die Erziehung von Hunden lesen Sie auch in unserem Ratgeber.
Wichtige Informationen zur Haltung eines Chihuahuas
Die kleinen Hunde wollen körperlich und geistig gefordert werden. Spaziergänge im Wald, Spiele und gezieltes Training sind ideale Beschäftigungen für diese Hunderasse. Achten Sie allerdings darauf, Ihren Vierbeiner nicht zu überfordern, und passen Sie die Aktivitäten seinen körperlichen Fähigkeiten an. Vor allem Sportarten, bei denen es um Beweglichkeit und Geschicklichkeit geht, eignen sich für Chihuahuas. Dazu zählt zum Beispiel ein Agility-Training – dabei durchlaufen die Tiere mit ihren Haltern einen Hindernisparcours.
Tipp: Statt eines Halsbandes, verwenden Sie am besten ein Brustgeschirr, um Verletzungen im Bereich des Halses zu vermeiden.
Da die kleinen Vierbeiner grundsätzlich nicht große Strecken zurücklegen, eignen sie sich auch für Hundehalter in der Stadt. Chihuahuas halten es gut in einer Wohnung aus – allerdings bleiben sie nicht gerne lange allein. Deshalb sollten Sie genug Zeit für Ihr Haustier aufbringen und sich viel mit ihm beschäftigen. Haben Sie Ihren Chihuahua langsam daran gewöhnt, können Sie ihn sogar mal für ein paar Stunden alleine lassen - ohne Angst um Ihre Wohneinrichtung haben zu müssen.
Auch im Winter brauchen die winzigen Hunde ausreichend Auslauf. Da ihr Fell nicht besonders gut wärmt, frieren die Tiere schnell. Mit einem passenden Hundemantel schützen Sie Ihren Liebling und können ihn bei jedem Wetter im Freien toben lassen. Wenn Sie wieder in der Wohnung sind, trocknen Sie ihn mit einem weichen Handtuch gut ab und richten ihm ein warmes Plätzchen her, an dem er sich wieder aufwärmen kann.
Fellpflege bei Chihuahuas
Die kleinsten Hunde der Welt sind grundsätzlich sehr pflegeleicht. Bei einem kurzhaarigen Tier sollten Sie regelmäßig das Fell bürsten. Am besten verwenden Sie dafür eine weiche Babybürste.
Langhaar-Chihuahuas brauchen mindestens einmal die Woche eine etwas gründlichere Pflege, damit das Fell nicht verfilzt. Mit einem Kamm lassen sich die langen Haare am besten entwirren. Entfernen Sie dabei auch Schmutz, der sich beim Gassigehen im Fell verfangen hat.
Nur wenn das Fell stark verschmutzt ist, sollten Sie Ihren Vierbeiner in lauwarmem Wasser baden.
Nähere Infos zur Fellpflege bei Hunden lesen Sie auch in unserem Ratgeber.
Chihuahua kaufen – darauf sollten Sie achten
Seriöse Züchter bieten zudem keine Teacup-Chihuahuas mit weniger als einem Kilogramm an, da die Tiere anfälliger für Krankheiten sind. Auch von Hunden mit der Farbe Blau und der Schattierung Merle raten sie ab, da bei diesen zuchtbedingt schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Taubheit, Blindheit sowie Fehlbildungen von Organen häufiger auftreten können.
Übrigens auch in Tierheimen warten viele Vierbeiner auf neue Besitzer mit Herz. Diese Tiere haben häufig einen schlechten Ruf – zu Unrecht. Oft zwingen neue Lebensumstände die Menschen dazu, ein geliebtes Haustier abzugeben. Egal, ob Sie einen Chi aus dem Tierheim oder von einer Privatperson übernehmen möchten, erkundigen Sie sich nach den Vorbesitzern und der Gesundheit des Hundes.
Der Preis für einen Chihuahua hängt davon ab, ob sie das Tier von einem Züchter, aus dem Tierheim, von einer Tierschutzorganisation oder einer Privatperson übernehmen. Vereinszüchter verlangen zwischen 850 und 1.800 Euro für einen Chihuahua-Welpen. Dabei variiert der Preis je nach Fellfarbe. Seltene Farben wie Schoko sind teurer. Beim Hobbyzüchter zahlen Sie etwas weniger: Ein Chi-Welpe kostet hier ca. 500 bis 1.000 Euro.
Privatpersonen, die sich aus persönlichen Gründen von ihrem Vierbeiner trennen müssen, suchen vor allem eine vertrauensvolle Person, die sich künftig um das Tier kümmern soll. Hier müssen Sie mit etwa 100 bis 700 Euro rechnen, wenn sie ein älteres Tier von einer Privatperson übernehmen.
Von einem Tierheim oder einer Tierschutzorganisation sind die Vierbeiner günstiger zu haben, da meist nur eine Schutzgebühr anfällt. Diese liegt bei etwa 100 bis 350 Euro.
Was zu beachten ist, wenn Sie sich einen Welpen anschaffen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Häufige Fragen und Antworten zu Chihuahuas
Wie alt werden Chihuahuas?
Chihuahuas haben eine Lebenserwartung von 14 bis 18 Jahren. Manche Tiere werden sogar 20 Jahre alt. Damit haben die Winzlinge eine der längsten Lebenserwartungen unter den verschiedenen Hunderassen.
Wie groß wird ein Chihuahua?
Weibliche wie männliche Hunde werden zwischen 15 und 23 cm groß.
Wann ist ein Chihuahua ausgewachsen?
Chihuahuas erreichen im Alter von etwa sechs Monaten ihre volle Größe.
Wieviel wiegt ein Chihuahua?
Ausgewachsene Tiere werden ein bis drei Kilogramm schwer, wobei Rüden in der Regel etwas mehr wiegen als Hündinnen.
Wie viel kostet ein Chihuahua?
Ein Chihuahua kostet beim Vereinszüchter etwa 850 bis 1.800 Euro und beim Hobbyzüchter etwa 500 bis 1.000 Euro – je nach Fellfarbe. Tierheime und Tierschutzorganisationen verlangen meist nur eine Schutzgebühr. Diese liegt zwischen 100 und 350 Euro. An Privatpersonen, die meist ältere Tiere abzugeben haben, zahlen Sie ca. 100 bis 700 Euro.
Marlis Reisenauer, 02.12.2025

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