
Das Wichtigste in Kürze

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Der Labrador war ursprünglich ein Jagd- und Arbeitshund – daher gilt die Rasse als sehr lebhaft; die Vierbeiner brauchen viel Auslauf und Beschäftigung.
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Der mittelgroße Hund ist ein ausgezeichneter Schwimmer und kommt an keinem Gewässer vorbei, ohne darin plantschen zu wollen.
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Mit seinem gutmütigen, ausgeglichenen Wesen ist der Labrador der ideale Einsteiger- und Familienhund – die lernwilligen Tiere werden auch häufig als Blindenführ- und Therapiehunde eingesetzt.
Labrador – Grundlagen zur Hunderasse
Herkunft der Rasse
Der Labrador Retriever (abgekürzt auch „Labrador“ oder „Labbi“ genannt) stammt wie der Neufundländer wahrscheinlich von der Ostküste Kanadas. Er ist nach der Labrador-Halbinsel in Nordamerika benannt. Mitte des 19. Jahrhunderts brachten ihn Fischer nach England mit, wo er gezielt als Arbeits- und Jagdhund gezüchtet wurde.
Labradore sind hervorragende Schwimmer. So bestand ihre Aufgabe ursprünglich darin, den Fischern zu helfen, ihre Netze aus dem Meer einzuholen. Deshalb wurde der Hund ab 1870 als „Labrador Retriever“ bezeichnet. Der Beiname „Retriever“ kommt vom englischen Verb „to retrieve“ für apportieren bzw. zurückholen.
Britische Adelige trieben die Zucht voran und setzten vor allem auf die Jagdeigenschaften der Hunde. So ließen sie die Labrador-Hunde das geschossene Federwild einsammeln. Im Jahr 1903 wurde die Rasse erstmals vom englischen Kennel Club, dem Dachverband der britischen Hundezüchtervereine, anerkannt. 1954 folgte die Anerkennung durch den Welthundeverband FCI. Heute ist der Labrador eine der beliebtesten Hunderassen in Europa.
Äußere Merkmale der Hunderasse
Der Labrador zählt zu den mittelgroßen Hunderassen. Er hat einen muskulösen, kräftigen Körper, einen starken Hals und einen tiefen Brustkorb. Der Schädel ist breit und die Ohren liegen eng am Kopf an. Sein Schwanz wird auch „Otterrute“ genannt: Dieser ist sehr kräftig und wird zur Spitze hin schmaler. So kann der gute Schwimmer seine Rute wie ein Steuerruder einsetzen. Darüber hinaus hat er sogar richtige Schwimmhäute zwischen den Zehen, was bei Hunden sehr selten vorkommt.
Beim Labrador unterscheiden Züchter zwei verschiedene Ausprägungen:
- Hunde der Showlinie sind kompakter, stämmiger und haben einen breiteren Kopf.
- Tiere der Arbeitslinie sind kleiner, schlanker und haben einen etwas längeren Rücken.
Typisch für den Labrador Retriever ist sein kurzes „Stockhaar“. Es besteht aus einem rauen Deckhaar und einer wasserdichten, feinen Unterwolle. So kann er sich auch bei kalten Temperaturen ins Wasser stürzen: Sein Fell hält ihn warm und das Wasser von seiner Haut fern.
Reinrassige Labbis sind immer einfarbig. Einige Tiere haben einen weißen Fleck an der Pfote oder auf der Brust, was jedoch nicht als Fehlfarbe zählt. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) erkennt Farben wie Grau und Charcoal, die sich aus neueren Züchtungen hervorgegangen sind, nicht als Rassestandard an. Tiere mit so einer Farbverdünnung haben einen Gendefekt und sind daher anfälliger für bestimmte Krankheiten.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.
Wesen und Temperament des Labradors
Darüber hinaus sind Labbis sehr aktiv und toben gerne im Freien. So haben sportliche Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten, joggen oder wandern, mit dem Labrador einen Begleiter mit guter Ausdauer.
Haben Sie bereits einen Hund oder ein anderes Haustier, ist das kein Problem. Mit seinem aufgeschlossenen und gutmütigen Charakter eignet sich der Labrador als Zweithund und kommt auch mit anderen Haustieren bestens aus. Wie Sie Ihren Hund mit einer Katze zusammenführen, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Haltung und Pflege von Labradoren
Erziehung eines Labradors
Labbis sind sehr lernwillig und hören gerne auf ihre Halter. Allerdings haben sie auch einen ausgeprägten Jagdtrieb, da sie ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet wurden. Diesen können Sie aber mit einer konsequenten und liebevollen Erziehung gut in den Griff bekommen. Am besten bringen Sie schon Ihrem Labrador-Welpen klare Regeln bei und achten darauf, dass er diese von Anfang an einhält. Dann haben Sie Ihre wahre Freude an dem intelligenten Haustier.
Wichtig: Wenn Sie vorher noch keinen Hund hatten, besuchen Sie mit Ihrem Labrador am besten eine Hundeschule. Dort lernt er neben den wichtigen Kommandos, wie er sich in Alltagssituationen richtig verhält – beispielsweise im Umgang mit fremden Menschen und Tieren.
Wichtige Informationen zur Haltung eines Labradors
Die großen, aktiven Hunde brauchen viel Platz und Bewegung. Deshalb sollten Sie sich möglichst nur dann einen Labrador anschaffen, wenn Sie ein Haus mit Garten haben. Zugang zur Natur am besten mit einem Gewässer in der Nähe wäre ideal. Ein paar Runden Gassi gehen reicht dem agilen Vierbeiner nicht. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Labrador täglich genug Auslauf bekommt. Erst wenn er sich richtig auspowern kann, ist er ausgeglichen und zufrieden. Gerne stürzt er sich in einen Bach oder See, um ausgiebig darin zu plantschen und zu schwimmen.
Als Nachfahren von Jagdhunden lieben Labbis Apportier- und Suchspiele. Mit gezieltem Hundetraining wie Obedience (ein Hundesport, bei dem die Tiere Gehorsamkeit üben) und Dog Dancing (eine Teamsportart, bei der Mensch und Tier sich rhythmisch zur Musik bewegen) fördern Sie Ihren Liebling geistig und körperlich. Zudem stärkt der Hundesport die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner.
Bei so vielen Aktivitäten haben Labradore großen Appetit. Am liebsten fressen sie den ganzen Tag. Daher neigen sie trotz ihres agilen Wesens zu Übergewicht. Füttern Sie Ihrem Hund am besten zwei Mahlzeiten pro Tag. Passen Sie die Futtermenge seiner Größe, seinem Alter und seinen Aktivitäten an.
Gut zu wissen: Große Hunden neigen manchmal zu einer Magendrehung. Um diese zu vermeiden, sollte Ihr Vierbeiner nicht sofort nach dem Fressen spielen oder toben. Achten Sie darauf, dass er eine Ruhezeit von etwa zwei Stunden einhält, nachdem er gefressen hat.
Fellpflege bei Labradoren
Das kurze Fell des Labradors ist relativ einfach zu pflegen. Allerdings haaren die Vierbeiner das ganze Jahr über. Deshalb sollten Sie mindestens ein- bis zweimal pro Woche das Fell Ihres Labbis durchbürsten, um lose Haare, Hautschuppen und Schmutz zu entfernen. Am besten verwenden Sie eine Noppenbürste oder einen Noppenhandschuh für die regelmäßige Fellpflege.
Während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst ist tägliches Bürsten Ihres Vierbeiners angesagt. Mit einer speziellen Fellbürste für kurzhaarige Hunde beseitigen Sie die losen Haare der Unterwolle, ohne das Deckhaar zu beschädigen. Gleichzeitig regen Sie die Durchblutung der Haut an. Die Fellpflege ist außerdem eine gute Gelegenheit, um Ihren Vierbeiner auf mögliche Wunden oder Parasiten zu untersuchen.
Gut zu wissen: Baden Sie Ihren Labrador nur in Ausnahmefällen – etwa wenn er sich in einer Pfütze voller Matsch gewälzt hat. Dann reicht es aus, wenn Sie ihn in lauwarmem Wasser waschen. Verzichten Sie am besten auf ein Hunde-Shampoo, da dies dem wasserabweisenden Schutzfilm des Fells schadet.
Labrador kaufen – darauf sollten Sie achten
Da Labrador Retriever zu den beliebtesten Hunden in Deutschland zählen, kommen sie recht häufig vor. Auch in Tierheimen und Tierschutzorganisationen warten daher liebenswerte Labbis, die ein neues Zuhause suchen. Hier ist es von Vorteil, wenn Sie bereits Erfahrung mit Hunden haben. Mit Geduld, Zuwendung und ausreichend Zeit haben Sie bald einen treuen Freund, der Ihnen viel Freude bereitet.
Häufig haben auch Privatpersonen einzelne Welpen aus einem Wurf ihrer Hündin abzugeben. Schauen Sie sich möglichst vor Ort an, wie es den Welpen und der Mutterhündin geht, ob sie genug Platz haben und wie sauber das Umfeld ist. Die Welpen sollten bis zum Alter von zehn bis zwölf Wochen bei ihrer Mutter bleiben. Erst dann sind sie gut sozialisiert und selbstständig genug, um sich in ihrem neuen Zuhause schnell einzuleben. In der Regel sind sie dann auch schon geimpft und entwurmt.
Ein Profi-Züchter verlangt für einen Labrador-Welpen zwischen 1.000 und 1.400 Euro. Für einen Vierbeiner aus dem Tierheim zahlen Sie eine Schutzgebühr von 200 bis 300 Euro. Bei Privatpersonen müssen Sie mit ca. 700 bis 1.000 Euro für einen reinrassigen Welpen rechnen.
Häufige Fragen und Antworten zum Labrador
Wie groß wird ein Labrador?
Ein Labrador Retriever wird zwischen 54 und 57 cm groß und wiegt bis zu 36 kg.Wann ist ein Labrador ausgewachsen?
Im Alter von 14 bis 18 Monaten ist ein Labrador in der Regel ausgewachsen.Wie alt wird ein Labardor?
Die Lebenserwartung eines Labrador Retrievers liegt bei 10 bis 14 Jahren.Ist ein Labrador ein Familienhund?
Mit seiner gutmütigen, aufgeschlossenen Art eignet sich der Labrador sehr gut als Familienhund. Wichtig ist, dass Sie ihn von Anfang an konsequent erziehen und ihm frühzeitig beibringen, was er im Umgang mit Menschen darf und was nicht.Haart ein Labrador?
Der Labrador zählt zu den Hunderassen, die relativ viel haaren. Da er ein sehr dichtes Unterfell hat, verliert er auch mehr Haare als viele andere kurzhaarige Vierbeiner. Besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst sollten Sie ihn daher täglich bürsten, um die losen Haare zu entfernen, bevor sie sich im ganzen Haus verteilen.Wieviel kostet ein Labrador?
Bei einem professionellen Züchter liegt der Preis für einen Labrador-Welpen bei ca. 1.000 bis 1.400 Euro. Tierheime verlangen eine Schutzgebühr von 200 bis 300 Euro pro Hund, um damit ihre Kosten zu decken. Bei Privatpersonen kostet ein Welpe etwa 700 bis 1.000 Euro.Angelika Dick, 24.11.2025

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