Die Gründe für eine Augenentzündung bei Katzen sind vielfältig. Um die richtige Behandlung zu finden, muss der Tierarzt die genaue Ursache der Konjunktivitis ermitteln. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen infektiösen und nicht-infektiösen Auslösern.
Zu den häufigsten Erregern gehören Viren, allen voran feline Herpesviren, die oft im Zusammenhang mit Katzenschnupfen auftreten. Auch Bakterien wie Chlamydien oder seltener Pilze können eine bakterielle Augenentzündung bei der Katze auslösen. Diese Infektionen sind besonders in Mehrkatzenhaushalten oder bei Kitten mit noch schwachem Immunsystem ein Risiko, da sie durch den Kontakt mit infizierten Tieren übertragen werden.
Neben einer Infektion können auch nicht-infektiöse Faktoren eine Reizung der Schleimhäute verursachen. Dazu zählen Umweltreize wie Staub, Pollen (Allergien), Rauch oder starke Zugluft. Manchmal ist auch ein kleiner Fremdkörper wie ein Grashalm oder ein Sandkorn der Auslöser. Wenn Ihre Katze ein entzündetes Auge hat, kann dies auch auf eine Verletzung am Augapfel hindeuten. Deshalb ist die genaue Untersuchung so wichtig, um die passende Therapie mit zum Beispiel entzündungshemmenden Mitteln einzuleiten.
Akute vs. chronische Bindehautentzündung bei Katzen
Eine Bindehautentzündung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Eine akute Form tritt plötzlich auf und ist oft auf eine Infektion oder einen äußeren Reiz zurückzuführen. Die Symptome sind meist deutlich sichtbar. Wenn Sie schnell handeln und einen Tierarzt aufsuchen, heilt eine akute Konjunktivitis bei richtiger Therapie meist innerhalb von ein bis drei Wochen vollständig ab. In unkomplizierten Fällen kann bereits nach sieben bis zehn Tagen eine deutliche Besserung eintreten.
Kommt die Bindehautentzündung bei Ihrer Katze jedoch immer wieder, spricht man von einer chronischen Form. Dies passiert häufig, wenn das Immunsystem der Katze geschwächt ist, eine Allergie vorliegt oder das Auge einer permanenten Reizung ausgesetzt ist. Hat Ihre Katze ständig entzündete Augen, ist eine gründliche Diagnostik unerlässlich, um die zugrundeliegende Ursache zu finden und einen Rückfall durch eine gezielte Therapie zu verhindern. Eine chronische Schwellung der Bindehaut kann sonst zu dauerhaften Veränderungen führen.