Der Tierarzt macht zunächst ein Röntgenbild, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Anschließend stabilisiert er das Tier mithilfe von Infusionen und bereitet es für die Notoperation vor.
Ist der Bauch sehr stark gespannt, sticht der Tierarzt zunächst mit einer feinen Nadel in den Magen, damit die Verdauungsgase entweichen können. Meistens geht es dem Hund danach schon deutlich besser. Anschließend versetzt der Arzt das Tier in Vollnarkose und beginnt mit der OP. Dabei öffnet er den Bauch des Hundes und dreht seinen Magen wieder in die richtige Position. Anschließend entleert und spült er das Organ. Dazu führt er einen Schlauch über die Speiseröhre hinein.
Sind Teile des Magens oder Organe wie die Milz durch die Drehung abgestorben, entfernt er diese. Schließlich näht er den Magen an der Bauchwand fest – Tierärzte sprechen dabei von einer Gastropexie beim Hund. So verhindert der Arzt, dass sich das Organ erneut dreht.
Nachsorge nach der Operation
Hat der Hund die OP gut überstanden, bleibt er in der Regel noch etwa zwei Tage zur Beobachtung in der Klinik. Manchmal kommt es nach einer Operation zu Herzrhythmusstörungen. Diese werden durch frei werdende Gifte (Toxine) beim Ausdrehen des Magens verursacht. Hunde, die darunter leiden, müssen gut überwacht werden. Mit einer medikamentösen Therapie haben sie aber gute Überlebenschancen.
Wichtig: Darf der Hund nach Hause, geben Sie ihm etwa zwei Wochen lang mehrere kleine Portionen Futter am Tag. So kann der Magen am besten an der Bauchdecke anwachsen.
Prognose nach der Magendrehung-OP beim Hund
Wird ein Hund rechtzeitig operiert, stehen die Chancen gut, dass er vollkommen gesund wird. Noch vor wenigen Jahren musste fast jedes zweite Tier während der OP eingeschläfert werden oder es überlebte die Narkose nicht. Heute überleben zwei Drittel der Hunde mit einer Magendrehung.
Die Überlebenschancen trotz OP sinken, wenn ...
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die Tiere schon älter sind.
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der aufgeblähte Magen bereits Risse bekommen hat.
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lebenswichtige Organe wie Leber, Herz und Nieren durch abgeschnürte Blutgefäße geschädigt wurden.
Was kostet die OP bei einer Magendrehung?
Eine Notoperation bei einer Magendrehung kostet mindestens 1.500 Euro. Treten Komplikationen bei der OP auf und sind Folgebehandlungen nötig, kommen weitere Kosten auf Hundebesitzer zu.
Gut zu wissen: Die Hundekrankenversicherung von DA Direkt übernimmt die Kosten für die Operation Ihres Vierbeiners, wenn er an einer Magendrehung leidet.