Marder sind vor allem von Gummi- und weichen Kunststoffteilen im Auto angetan. Am häufigsten betroffen sind laut dem ADAC diese Autoteile:
- Zündkabel
- Kühlwasser- und Scheibenwischwasser-Schläuche
- Kunststoffschläuche
- Faltenbälge an Antriebswellen und der Lenkung
- Stromleitungen bzw. deren Isolierung
- Isoliermatten für die Geräusch- und Wärmedämmung
Das passiert, wenn der Marder zubeißt
Hat der Marder die Zündkabel angebissen, kann es vorkommen, dass der Motor unrund läuft oder gleich abstirbt. Hat er nur die Gummimanschetten angeknabbert, bemerken Sie das nicht sofort, wenn Sie losfahren. Erst, wenn mit der Zeit Wasser und Schmutz eindringen, werden die Antriebs- und Achsgelenke beschädigt.
Sind die Kühlmittelschläuche durchlöchert, verlieren Sie Kühlflüssigkeit und es droht die Gefahr, dass der Motor überhitzt und komplett versagt. Die Reparaturkosten sind dann entsprechend hoch.
Hat er die Bremsschläuche zernagt, bemerken Sie das womöglich erst im Ernstfall – und dann kann es richtig gefährlich werden.
So sicher sind Elektroautos vor dem Marder
Elektroautos sind laut dem ADAC relativ selten von Marderschäden betroffen. Der Grund: E-Autos sind am Unterboden und im Motorraum meist vollflächig verkleidet und abgedichtet. Zudem sind die Hochvoltleitungen, die im Auto verlaufen, besonders gut isoliert und abgeschirmt.
Wenn sich doch ein Marder den Weg zu den Kabeln freibeißt, kann es allerdings richtig teuer werden. Die Hochvoltkabel etwa dürfen nicht repariert, sondern müssen komplett ersetzt werden. Doch der ADAC gibt auch Entwarnung: Es besteht zu keiner Zeit die Gefahr eines Stromschlags – weder für den Marder noch für den Mensch. Im Ruhezustand ist das Hochvoltsystem abgeschaltet und die Leitungen stehen nicht unter Spannung.
Am besten ist es, wenn Sie sich rechtzeitig um einen passenden Marderschutz kümmern. Wie Sie einen Marder von Ihrem Auto vertreiben, bevor er zubeißt, erfahren Sie im nächsten Absatz.