Diabetes bei Katzen – Symptome, Behandlung und Ernährung

Das Wichtigste in Kürze

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Auch unter Katzen gibt es viele Diabetiker – die Zuckerkrankheit zählt zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen bei Stubentigern.
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Meist wird Diabetes bei Katzen mit Insulin behandelt. Außerdem sind regelmäßige Kontrolltermine beim Tierarzt wichtig.
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Auch wenn die Diagnose Diabetes viele Katzenhalter zunächst verunsichert, können Sie Ihrem Stubentiger mit der passenden Behandlung ein langes, schönes Leben ermöglichen.
Katzen-Diabetes – die häufigsten Ursachen und Symptome
Wie Menschen können Katzen an Diabetes erkranken – und auch bei unseren geliebten Samtpfoten wirkt sich die Zuckerkrankheit immens auf den Alltag aus. Wie Sie Diabetes bei Katzen erkennen, welche Behandlungsmöglichkeiten existieren und welche Ernährung sich bei der Erkrankung empfiehlt, lesen Sie in diesem Ratgeber.
Grundsätzliche Fakten zu Katzen-Diabetes
Diabetes ist eine Erkrankung des Zuckerstoffwechsels – und wird dementsprechend auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Umgangssprachlich heißt es oft „Meine Katze hat Zucker“, wenn Diabetes gemeint ist. Offiziell lautet der Name jedoch feliner Diabetes mellitus.
Durchschnittlich leidet eine von zweihundert Katzen an Diabetes mellitus. Vor allem ältere, kastrierte und männliche Tiere sind betroffen.Auch bei Katzen gibt es zwei verschiedene Varianten der Zuckerkrankheit:
- Diabetes Typ-1-DM – diese Variante ist relativ selten. Meist ist die Erkrankung angeboren.
- Diabetes Typ-2-DM – diese Form liegt in 80 bis 95 Prozent der Fälle feliner Diabetes Mellitus vor. Sie kann auch die Folgeerscheinung einer anderen Erkrankung oder der Behandlung mit Medikamenten sein.
Wird Diabetes mellitus bei Katzen nicht behandelt, kann die Krankheit die Lebenserwartung stark beeinträchtigen.
Übliche Ursachen für Diabetes bei Katzen
Oft liegt bei der Zuckererkrankung einer Katze eine der folgenden Ursachen zugrunde:
- Übergewicht
- eine genetisch bedingte Insulin-Resistenz
- chronische Entzündungen
Anzeichen für Diabetes bei Katzen
Leidet Ihre Katze an der Zuckerkrankheit, erkennen Sie das meist an den folgenden Symptomen:
- Ihre Samtpfote hat deutlich mehr Durst als normal.
- Ihr Stubentiger besucht die Toilette weitaus häufiger als sonst.
- Auch wenn Ihre Katze immer dünner wird, obwohl sie mehr frisst, könnte sie an Diabetes leiden.
- Gleiches gilt, wenn Mieze lethargisch wirkt oder dauermüde ist.
- Trockene oder schuppige Haut ist ebenfalls ein häufiges Indiz für Diabetes.
- Ihre Katze verliert mehr Haare als üblich oder hat stumpfes Fell.
Viele der Symptome für Diabetes bei Katzen kommen auch bei anderen Krankheiten häufig vor. Daher sollten Sie bei Diabetes-Verdacht immer den Tierarzt konsultieren.
Gut zu wissen: Wie auch mit ängstlichen Katzen der Tierarztbesuch gut verläuft, lesen Sie in unserem Ratgeber „Entspannter Tierarztbesuch“.
Die passende Behandlung bei Katzen-Diabetes
Besteht der Verdacht auf Diabetes, misst der Tierarzt den Blutzucker Ihrer Katze. Um zu verhindern, dass der gemessene Blutzuckerwert bei Katzen durch möglichen Stress beim Tierarzt verfälscht ist, ist hier der Langzeitblutzuckerspiegel entscheidend. Meist folgt eine Untersuchung des Urins auf Glukose.
Bestätigt sich bei Katzen der Verdacht auf Diabetes, bestehen folgende Behandlungsmöglichkeiten:
- regelmäßige Insulinspritzen – die Dosis dafür muss für Ihren Stubentiger individuell eingestellt werden. Normalerweise spritzen Sie Ihre Katze damit zweimal am Tag. Lassen Sie sich vom Tiermediziner zeigen, wie Sie dabei richtig vorgehen.
- flüssige Medikation – diese Behandlungsmethode ist noch relativ neu. Sie können das Medikament entweder direkt in das Maul Ihres Stubentigers geben oder dem Futter beimengen.
- Tabletten – Katzen-Diabetes damit zu behandeln, ist allerdings nur möglich, wenn die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin herstellt.
Ob Insulin oder eine Alternative dazu bei Ihrer Katze das Richtige ist, entscheidet Ihr Tierarzt je nach Fortschritt der Krankheit und dem individuellen Zustand Ihres Vierbeiners. Zusätzlich zur konkreten Therapie stehen bei Diabetes regelmäßige Kontrolltermine in der Tierpraxis an. Außerdem sollten Sie den Blutzucker auch zuhause bei Ihrer Katze immer wieder messen – dafür gibt es ein spezielles Gerät namens Glukometer.
Wichtig zu wissen: Die Diagnose Diabetes ist normalerweise kein Grund, Ihre Katze einzuschläfern. Mit der entsprechenden Therapie kann Ihr Stubentiger trotz Krankheit ein langes, glückliches Leben leben.
Und auch als Halter gewöhnen Sie sich schnell an die regelmäßige Gabe von Spritzen oder Medikation. Bei manchen Tieren im frühen Diabetes-Stadium verläuft die Behandlung sogar so gut, dass sie irgendwann gar nicht mehr auf Insulin angewiesen sind.
Kosten der Diabetes-Behandlung von Katzen
Die Kosten für die Insulinspritzen hängen von der von Ihrer Katze benötigten Dosis ab. Gleiches gilt bei Tabletten und flüssiger Medikation. Hinzu kommt der Preis für die regelmäßigen Tierarzttermine und das Blutzucker-Messgerät. Grundsätzlich kann mit etwa 400 bis 600 Euro pro Jahr für die Diabetes-Behandlung gerechnet werden.
Eine gute Katzenkrankenversicherung wie die von DA Direkt übernimmt zumindest einen Großteil der Kosten der Diabetes-Behandlung. Bei DA Direkt sind das je nach Tarif 80 bis 100 % der Rechnung.
Die richtige Ernährung für Katzen mit Diabetes
Wenn Ihre Katze an Diabetes erkrankt ist, sollten Sie ihre Ernährung umstellen. Das bedeutet konkret: Füttern Sie Futter ohne Getreide und ohne Zucker. Im Fachhandel bekommen Sie auch spezielles Katzenfutter für Diabetiker-Miezen. Fragen Sie am besten Ihren Tierarzt, welches Katzenfutter er bei Diabetes empfiehlt.
Außerdem sollten Sie Ihrem Stubentiger genügend Wasser zur Verfügung stellen. Wegen des Flüssigkeitsbedarfs ist meist Nassfutter besser als Trockenfutter für Katzen mit Diabetes geeignet.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Diabetes bei Katzen“
Meine Katze hat Diabetes – was soll ich tun?
Wurde Katzen-Diabetes vom Tierarzt bestätigt, empfiehlt er Ihnen die passende Behandlung. Häufig sind zweimal am Tag Insulinspritzen nötig. Ist die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten, lässt sich Katzen-Diabetes eventuell auch medikamentös ohne Insulin behandeln. Außerdem sollten Sie die Ernährung Ihrer Samtpfote Schritt für Schritt umstellen.
Was passiert, wenn Katzen-Diabetes nicht behandelt wird?
Lassen Sie Diabetes untherapiert, führt das zu massiven Schäden an Nieren, Leber, Augen und anderen Organen. Letzten Endes endet die Krankheit dann oft tödlich.
Unterzuckerung bei der Katze – was tun?
Wenn Ihre Katze Symptome von Unterzucker – zum Beispiel Zittern oder Desorientierung – zeigt, ist schnelles Handeln gefragt. Flößen Sie ihr schnell etwas Zuckerwasser, Honig oder Traubenzucker ein.
Angelika Dick, 16.02.2026

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