Besteht der Verdacht auf Diabetes, misst der Tierarzt den Blutzucker Ihrer Katze. Um zu verhindern, dass der gemessene Blutzuckerwert bei Katzen durch möglichen Stress beim Tierarzt verfälscht ist, ist hier der Langzeitblutzuckerspiegel entscheidend. Meist folgt eine Untersuchung des Urins auf Glukose.
Bestätigt sich bei Katzen der Verdacht auf Diabetes, bestehen folgende Behandlungsmöglichkeiten:
- regelmäßige Insulinspritzen – die Dosis dafür muss für Ihren Stubentiger individuell eingestellt werden. Normalerweise spritzen Sie Ihre Katze damit zweimal am Tag. Lassen Sie sich vom Tiermediziner zeigen, wie Sie dabei richtig vorgehen.
- flüssige Medikation – diese Behandlungsmethode ist noch relativ neu. Sie können das Medikament entweder direkt in das Maul Ihres Stubentigers geben oder dem Futter beimengen.
- Tabletten – Katzen-Diabetes damit zu behandeln, ist allerdings nur möglich, wenn die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin herstellt.
Ob Insulin oder eine Alternative dazu bei Ihrer Katze das Richtige ist, entscheidet Ihr Tierarzt je nach Fortschritt der Krankheit und dem individuellen Zustand Ihres Vierbeiners. Zusätzlich zur konkreten Therapie stehen bei Diabetes regelmäßige Kontrolltermine in der Tierpraxis an. Außerdem sollten Sie den Blutzucker auch zuhause bei Ihrer Katze immer wieder messen – dafür gibt es ein spezielles Gerät namens Glukometer.
Wichtig zu wissen: Die Diagnose Diabetes ist normalerweise kein Grund, Ihre Katze einzuschläfern. Mit der entsprechenden Therapie kann Ihr Stubentiger trotz Krankheit ein langes, glückliches Leben leben.
Und auch als Halter gewöhnen Sie sich schnell an die regelmäßige Gabe von Spritzen oder Medikation. Bei manchen Tieren im frühen Diabetes-Stadium verläuft die Behandlung sogar so gut, dass sie irgendwann gar nicht mehr auf Insulin angewiesen sind.
Kosten der Diabetes-Behandlung von Katzen
Die Kosten für die Insulinspritzen hängen von der von Ihrer Katze benötigten Dosis ab. Gleiches gilt bei Tabletten und flüssiger Medikation. Hinzu kommt der Preis für die regelmäßigen Tierarzttermine und das Blutzucker-Messgerät. Grundsätzlich kann mit etwa 400 bis 600 Euro pro Jahr für die Diabetes-Behandlung gerechnet werden.
Eine gute Katzenkrankenversicherung wie die von DA Direkt übernimmt zumindest einen Großteil der Kosten der Diabetes-Behandlung. Bei DA Direkt sind das je nach Tarif 80 bis 100 % der Rechnung.