Fieber bei Katzen: Symptome, messen & behandeln

Das Wichtigste in Kürze:
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Fieber bei Katzen beginnt ab einer Körpertemperatur von etwa 39,3 °C. Werte über 40 °C sind ein deutliches Warnsignal und sollten immer tierärztlich abgeklärt werden.
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Fieber ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom: Der Körper Ihrer Katze reagiert damit auf Infektionen, Entzündungen oder andere Erkrankungen.
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Am zuverlässigsten messen Sie die Temperatur rektal mit einem digitalen Thermometer. Das Wärmeempfinden an Ohr oder Nase ist nicht aussagekräftig.
Was ist Fieber bei Katzen und ab wann wird es gefährlich?
Ihre Katze wirkt schlapp, frisst kaum und zieht sich in eine dunkle Ecke zurück? Dieses Verhalten ist besorgniserregend und lässt den Verdacht auf Fieber aufkommen. Wenn Sie wissen, woran Sie Fieber erkennen und wie Sie richtig reagieren, können Sie schnell und gezielt handeln.
Fieber beschreibt einen Anstieg der Körpertemperatur als aktive Abwehrreaktion des Immunsystems. Bei Katzen spricht man ab einer Körpertemperatur von etwa 39,3 °C von Fieber. Der Körper erhöht dabei bewusst die Temperatur, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Fieber ist zunächst ein Schutzmechanismus – wird es jedoch zu hoch oder hält es zu lange an, kann es für Ihre Katze selbst zur Gefahr werden.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Temperaturbereiche bei Katzen als normal, erhöht oder kritisch gelten:
Temperaturskala bei Katzen
| Temperaturbereich | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Normal |
38,0 – 39,0 °C |
Gesunder Bereich |
| Leicht erhöht / Stresswert |
39,1 – 39,2 °C |
Kann durch Aufregung, Transport oder einen Tierarztbesuch entstehen – beobachten, meist kein sofortiger Handlungsbedarf |
| Fieber |
39,3 – 40,0 °C |
Körperliche Reaktion auf eine Erkrankung oder Entzündung – tierärztliche Abklärung wird empfohlen |
| Hohes Fieber |
40,1 – 41,0 °C |
Behandlungsbedürftig – Sie sollten zeitnah einen Tierarzt aufsuchen |
| Kritisch bis lebensgefährlich | ab 41,1 °C |
Gefahr von Organ- und Hirnschäden bis zu akuter Lebensgefahr – sofort den tierärztlichen Notdienst kontaktieren |
Hinweis: Kurzfristige Temperaturanstiege bis 32 °C können in Stresssituationen wie Transporten oder Tierarztbesuchen auftreten und sind nicht zwangsläufig krankhaft. Hält die erhöhte Temperatur an oder zeigt Ihre Katze weitere Symptome (zum Beispiel Apathie, Fressunlust, Zittern), sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
Wie hoch ist die normale Körpertemperatur bei Katzen?
Die Normaltemperatur einer gesunden Katze liegt zwischen 38,0 und 39,0 °C. Ab einer Körpertemperatur von etwa 39,3 °C spricht man von Fieber bei Katzen. Als idealer Durchschnittswert gelten rund 38,5 °C. Dieser Bereich kann je nach Tageszeit, Aktivitätslevel und Umgebungstemperatur leicht schwanken.
Junge Kätzchen und sehr aktive Tiere zeigen kurzfristig oft etwas höhere Werte. Entscheidend ist immer das Gesamtbild aus Verhalten, Appetit und Aktivität: Wie verhält sich Ihre Katze? Frisst sie normal? Ist sie aktiv und aufmerksam?
Wie erkenne ich Fieber bei meiner Katze? Anzeichen und Symptome
Die häufigsten Anzeichen für Fieber bei Katzen im Überblick
Folgende Anzeichen treten bei fiebrigen Katzen besonders häufig auf:
- Abgeschlagenheit und erhöhtes Schlafbedürfnis: Ihre Katze ist ungewöhnlich träge und döst mehr als sonst.
- Appetitlosigkeit: Ihre Katze frisst weniger oder verweigert das Futter ganz.
- Rückzug: Ihre Katze sucht dunkle, ruhige Orte auf und meidet den Kontakt.
- Beschleunigte Atmung: die Atemzüge sind schneller als gewöhnlich.
- Zittern oder Muskelzucken: trotz warmer Umgebungstemperatur.
- Vermehrtes Trinken: erhöhter Wasserkonsum als Reaktion auf den Flüssigkeitsverlust.
- Auffälliges Miauen: die Laute Ihrer Katze sind ungewöhnlich.
Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen gleichzeitig beobachten, messen Sie die Temperatur Ihrer Katze. Zeigt das Thermometer erhöhte Werte oder verschlechtern sich die Symptome, sollten Sie den Tierarzt kontaktieren.
Welche Verhaltensveränderungen zeigen fiebrige Katzen?
Katzen sind von Natur aus sehr geschickt darin, Schwäche zu verbergen. Gerade deshalb sind subtile Verhaltensänderungen oft die ersten Hinweise auf eine Erkrankung. Eine fiebrige Katze zieht sich häufig zurück, meidet ihre gewohnten Schlafplätze und versteckt sich an ungewöhnlichen Orten – etwa unter dem Bett oder hinter Möbeln.
Auch das Sozialverhalten verändert sich: Manche Katzen werden reizbarer und reagieren auf Berührungen empfindlicher als sonst. Andere werden auffällig still und zeigen kein Interesse mehr an Spielangeboten oder ihrer gewohnten Umgebung.
Wenn Ihre Katze plötzlich auf Berührungen mit Fauchen reagiert oder sich unter dem Bett versteckt, obwohl sie sonst anhänglich ist, sollten Sie die Temperatur messen. Das ist der erste konkrete Schritt, um einzuschätzen, ob Fieber vorliegt.
Welche körperlichen Symptome deuten auf Fieber hin?
Neben Veränderungen im Verhalten zeigt der Körper der Katze oft deutlich, dass etwas nicht stimmt. Typische körperliche Anzeichen, die auf Fieber hindeuten können, sind zum Beispiel:
- Der Körper fühlt sich ungewöhnlich warm an, vor allem am Bauch oder Rücken
- Die Katze zittert oder hat leichtes Muskelzittern
- Das Zahnfleisch wirkt blasser als sonst oder fühlt sich klebrig an
- Die Zunge und die Maulschleimhaut wirken trocken statt leicht feucht
- Die Atmung ist schneller als gewöhnlich, obwohl die Katze ruht
- Das Herz scheint schneller zu schlagen, selbst in entspannter Lage
- Der Körper wirkt insgesamt angespannt, die Katze liegt „fest“ und nicht locker entspannt
Diese Anzeichen sind Hinweise, aber kein sicherer Beweis für Fieber. Klarheit bringt nur die Messung der Körpertemperatur mit einem geeigneten Thermometer.
Wie messe ich Fieber bei meiner Katze richtig?
Das Wärmeempfinden an Ohr, Nase oder Pfoten zu prüfen, ist verlockend einfach, aber nicht aussagekräftig. Es führt schnell zu falschen Einschätzungen. Auch Ohr- oder Stirnthermometer liefern bei Katzen oft unzuverlässige Ergebnisse. Die einzige Methode, die Tierärzte als zuverlässig einstufen, ist die rektale Messung mit einem digitalen Thermometer.
Digitale Thermometer sind bruchsicher, schnell ablesbar und für den Einsatz bei Tieren gut geeignet. Glasthermometer sind bruchanfällig und für die Anwendung bei Tieren nicht empfehlenswert.
Fieber messen bei Katzen: Schritt für Schritt Anleitung
Für eine sichere und stressarme Messung empfehlen sich folgende Schritte:
- Thermometer vorbereiten: Ein digitales Thermometer bereithalten und die Spitze leicht mit Vaseline oder einem anderen Gleitmittel einreiben. Das erleichtert das Einführen und vermeidet unnötige Schmerzen.
- Katze ruhig halten: Eine zweite Person hält die Katze sanft, aber sicher, idealerweise in einer seitlichen Liegeposition oder aufrecht auf dem Schoß. Eine ruhige Umgebung und eine ruhige Stimme reduzieren Stress.
- Thermometer vorsichtig rektal einführen: Die Thermometerspitze etwa 2 bis 3 cm einführen. Keine Gewalt anwenden, sondern bei starkem Widerstand lieber pausieren und die Katze beruhigen.
- Messung abwarten: Das Thermometer in Position halten, bis das Signal ertönt (mindestens etwa 30 Sekunden).
- Ergebnis ablesen und notieren: Temperatur, Uhrzeit und Begleitsymptome notieren. Diese Informationen helfen Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt bei der Einschätzung.
- Thermometer reinigen: Nach der Messung das Thermometer gründlich reinigen und desinfizieren.
Wenn Ihre Katze sehr aufgeregt oder aggressiv reagiert, brechen Sie die Messung ab und wenden Sie sich direkt an Ihre Tierarztpraxis. So vermeiden Sie Verletzungen und Ihre Katze erhält trotzdem die notwendige medizinische Hilfe.
Sind Alternativen zum rektalen Thermometer zuverlässig?
Kurze Antwort: Nein, zumindest nicht als alleinige Diagnosemethode. Die folgende Übersicht zeigt, wie verschiedene Messmethoden einzuschätzen sind:
Vergleich: Messmethoden für Fieber bei Katzen
| Methode |
Genauigkeit | Empfehlung |
|---|---|---|
| Rektales Digitalthermometer | Sehr hoch |
✅ Empfohlen – Standardmethode |
| Ohrthermometer |
Gering bis mittel | ⚠️ Nur ergänzend, nicht verlässlich |
| Stirnthermometer |
Gering | ❌ Nicht geeignet für Katzen |
| Infrarotscanner / Wärmebildkamera |
Nicht für Diagnosen geeignet | ❌ Kein Ersatz für eine klinische Messung |
| Glasthermometer |
Hoch (aber riskant) |
❌ Bruchanfällig, nicht empfohlen |
| Wärmeempfinden (Ohr, Nase, Pfote) | Nicht aussagekräftig | ❌ Subjektiv, kein Ersatz für eine Messung |
Für eine verlässliche Einschätzung gilt: Nur die rektale Messung liefert Werte, auf deren Basis Tierärztinnen und Tierärzte medizinische Entscheidungen treffen.
Was sind die häufigsten Ursachen für Fieber bei Katzen?
Häufige Ursachen für Fieber bei Katzen auf einen Blick
Die folgenden Ursachen kommen besonders häufig infrage:
- Virale und bakterielle Infektionen (z. B. FIP, Katzenschnupfen, Katzenseuche)
- Parasiteninfektionen (z. B. durch Zecken übertragene Erreger)
- Zahnerkrankungen und Entzündungen im Mundraum.
- Verletzungen mit Entzündungsreaktion
- Autoimmunerkrankungen
- Impfreaktionen (vorübergehend)
- Tumore oder hormonelle Störungen
Welche Infektionskrankheiten lösen Fieber aus?
Infektionen sind die häufigste Ursache für Fieber bei Katzen. Drei Erkrankungen stehen dabei besonders im Fokus:
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP):
FIP ist eine schwere Viruserkrankung, die durch eine Mutation des felinen Coronavirus ausgelöst wird. Typisch sind anhaltendes, oft hohes Fieber, Bauchschwellungen und Atemnot. Inzwischen stehen antivirale Behandlungsansätze zur Verfügung, die in vielen Fällen eine deutlich bessere Prognose ermöglichen. Entscheidend ist, dass FIP frühzeitig erkannt und konsequent tierärztlich behandelt wird.
Katzenschnupfen:
Katzenschnupfen ist eine häufige Infektionskrankheit der oberen Atemwege, ausgelöst vor allem durch Herpesviren oder Caliciviren. Typische Begleitsymptome sind Niesen, tränende Augen, Nasenausfluss und Fieber. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Katzenschnupfen.
Katzenseuche (Feline Panleukopenie):
Die Katzenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit hohem Fieber, schwerem Durchfall und Erbrechen einhergeht. Sie ist besonders für ungeimpfte Katzen lebensbedrohlich. Mehr Informationen zum Thema Katzenseuche lesen Sie hier.
Alle drei Erkrankungen zeigen, wie wichtig ein konsequenter Impfschutz für Ihre Katze ist. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über den passenden Impfplan.
Welche nicht-infektiösen Ursachen gibt es?
Nicht immer steckt eine klassische Infektion hinter dem Fieber. Auch folgende Ursachen kommen in Betracht:
- Zahnprobleme: Entzündungen im Zahnfleisch oder Zähne mit Abszessen können Fieber verursachen. Besonders bei älteren Katzen ein häufiges Problem.
- Verletzungen: Wunden, die sich entzünden oder schlecht abheilen, lösen eine Immunreaktion mit Fieber aus.
- Autoimmunreaktionen: Das Immunsystem richtet sich in seltenen Fällen gegen körpereigenes Gewebe und löst dabei Entzündungen und Fieber aus.
- Impfreaktionen: Nach Schutzimpfungen kann ein kurzfristiger, leichter Temperaturanstieg auftreten. Das ist meist normal und klingt in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden von selbst ab. Mehr zu Impfungen erfahren Sie in unserem Ratgeber.
- Tumore: In selteneren Fällen verursachen bösartige Tumore länger anhaltendes Fieber.
- Hormonelle Einflüsse beim Kater: Unkastrierte Kater geraten häufiger in Revierkämpfe und erleiden dabei Bisswunden, die sich entzünden können. Die daraus entstehenden Entzündungen und Infektionen führen wiederum zu Fieber. Eine Kastration reduziert dieses Risiko deutlich.
Wichtiger Hinweis: Parasitenbefall durch Zecken verdient besondere Aufmerksamkeit. Zecken können Krankheitserreger übertragen, die bei Katzen zu Fieber führen. Mehr zum Thema Entwurmung bei Katzen lesen Sie in unserem Ratgeber.
Wann muss ich mit meiner Katze zum Tierarzt? Warnsignale erkennen
Nicht jede erhöhte Temperatur erfordert sofortiges Handeln, aber einige Warnsignale sollten Sie kennen, damit Sie im richtigen Moment reagieren. Die folgende Übersicht hilft bei der Einschätzung:
| Dringlichkeit |
Situation |
Empfehlung |
|---|---|---|
| 🔴 Sofort |
Temperatur über 41 °C |
Notfall – sofort den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. |
| 🔴 Sofort |
Atemnot, Kollaps oder Bewusstlosigkeit |
Notfall – sofort zum Tierarzt bzw. Notdienst. |
| 🟠 Innerhalb von 24 Stunden |
Fieber über 40 °C oder Fieber, das länger als 24 Stunden anhält |
Tierarzt innerhalb von 24 Stunden aufsuchen. |
| 🟠 Innerhalb von 24 Stunden |
Dehydration (trockene Schleimhäute, trockene Ausscheidungen, positiver Hautfaltentest) |
Tierarzt innerhalb von 24 Stunden aufsuchen. |
| 🟡 Beobachten |
Temperatur 39,3 – 39,9 °C ohne weitere Symptome |
Engmaschig beobachten, bei Verschlechterung den Tierarzt kontaktieren. |
Dehydration erkennen – der Hautfaltentest
Heben Sie die Haut am Nacken Ihrer Katze leicht an und lassen Sie sie los. Springt die Haut sofort zurück, ist Ihre Katze in der Regel gut hydriert. Bleibt sie kurz stehen oder kehrt nur langsam zurück, kann das ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel sein.
Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie bis zum Eintreffen beim Tierarzt ergreifen können, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Wie wird Fieber bei Katzen behandelt?
Fieber behandelt der Tierarzt nie isoliert. Zuerst klärt er die Ursache – erst dann leitet er die passende Therapie ein.
Typische Behandlungsansätze sind:
- Bakterielle Infektionen: Antibiotika, die gezielt gegen die auslösenden Erreger wirken.
- Virale Erkrankungen: Unterstützende Behandlung zur Stärkung des Immunsystems, in einigen Fällen auch antivirale Medikamente (zum Beispiel bei bestimmten FIP-Therapien).
- Fiebersenkende Medikamente: Nur auf tierärztliche Verordnung. Bei sehr hohem Fieber setzt der Tierarzt spezifische Präparate ein.
- Infusionstherapie: Bei Dehydration wird der Katze Flüssigkeit intravenös verabreicht.
- Zahnbehandlung: Bei Fieber durch Zahnprobleme ist eine gezielte Behandlung des betroffenen Zahns oder des Zahnfleisches notwendig.
Wichtig: Geben Sie Ihrer Katze niemals Schmerz- oder Fiebermittel, die für Menschen bestimmt sind. Substanzen wie Paracetamol oder Ibuprofen sind für Katzen hochgiftig und können tödlich wirken.
Die Behandlungskosten variieren je nach Ursache und Schwere der Erkrankung erheblich. Mehr zum Thema Tierarztkosten bei Katzen lesen Sie in unserem Ratgeber.
Welche Hausmittel helfen bei leichtem Fieber?
Bei leichtem Fieber (unter 40 °C) können unterstützende Maßnahmen zu Hause helfen, während Sie den Zustand Ihrer Katze aufmerksam beobachten. Diese Maßnahmen ersetzen keinen Tierarztbesuch. Verschlechtert sich der Zustand oder hält das Fieber an, gehört Ihre Katze in tierärztliche Behandlung.
Folgende Maßnahmen wirken unterstützend:
- Ruhige Umgebung: Einen ruhigen, schattigen und kühlen Rückzugsort bereitstellen.
- Frisches Wasser: Immer frisches Trinkwasser in Reichweite anbieten – fiebrige Katzen benötigen mehr Flüssigkeit.
- Beobachtung: Temperatur regelmäßig kontrollieren und auffällige Symptome notieren.
Homöopathische Mittel wie Belladonna sind bei Fieber kein anerkanntes Therapeutikum und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie ergänzende Mittel einsetzen.
Was ist der Unterschied zwischen Fieber und Hyperthermie bei Katzen?
Beide Zustände äußern sich in einer erhöhten Körpertemperatur, haben aber grundlegend verschiedene Ursachen und erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Der Unterschied ist medizinisch relevant und bestimmt die richtige Reaktion.
Fieber ist eine aktive, körpereigene Reaktion des Immunsystems auf Infektionen oder Entzündungen. Der Körper erhöht die Temperatur bewusst und kontrolliert, um Krankheitserreger besser bekämpfen zu können.
Hyperthermie entsteht durch äußere Einflüsse: zu hohe Umgebungstemperaturen, intensive Muskelaktivität oder eine eingeschränkte Wärmeabgabe. Der Körper überhitzt passiv, ohne aktive Steuerung durch das Immunsystem.
In der Praxis bedeutet das: Fieber gehört in die Hände eines Tierarztes, um die Ursache zu klären und zu behandeln. Hyperthermie ist häufig ein akuter Notfall – hier müssen Sie Ihre Katze sofort aus der Hitze bringen, vorsichtig kühlen und umgehend tierärztliche Hilfe suchen.
Vergleichstabelle: Fieber vs. Hyperthermie
| Merkmal | Fieber | Hyperthermie |
|---|---|---|
| Ursache | Infektion, Entzündung, Immunreaktion | Hitze, körperliche Überlastung, starke Sonneneinstrahlung |
| Mechanismus | Aktive Temperaturerhöhung durch das Immunsystem | Passiver Wärmestau, fehlende Wärmeabgabe |
| Typische Auslöser | FIP, Katzenschnupfen, Verletzungen |
Heißer Sommertag, geschlossenes Auto, sehr intensive Bewegung |
| Häufig betroffen | Alle Katzen | Besonders übergewichtige, alte oder kranke Katzen sowie brachyzephale Rassen (z. B. Perser) |
| Erste Maßnahme | Tierarzt aufsuchen und Ursache klären | Katze sofort aus der Hitze bringen, vorsichtig abkühlen, Tierarzt aufsuchen |
| Behandlung |
Ursachenbezogene Therapie (z. B. Antibiotika, antivirale Medikamente, Schmerzmittel) | Kühlung, Flüssigkeitsgabe (z. B. Infusionen), Behandlung von Organschäden, Ursache beseitigen |
Wichtig: Auch eine Hyperthermie ist ein Notfall und erfordert schnelles Handeln. Mehr zum Thema Abkühlung für Katzen lesen Sie in unserem Ratgeber.
Wie schütze ich meine Katze vorbeugend vor Fieber?
Viele der häufigsten Fieberursachen lassen sich durch gezielte Vorsorge deutlich reduzieren. Wer seine Katze regelmäßig betreut und auf Veränderungen achtet, erkennt Erkrankungen früh und kann schneller handeln. Diese Maßnahmen können die Gesundheit Ihrer Katze stärken:
- Impfungen: Schutzimpfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und weitere Erkrankungen sind die wichtigste Präventionsmaßnahme.
- Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Jährliche Tierarztbesuche helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich zu ernsthaften Problemen entwickeln.
- Parasitenvorbeugung: Regelmäßige Entwurmung und Zeckenschutz reduzieren das Risiko parasitärer Infektionen.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung stärkt das Immunsystem nachhaltig.
- Aufmerksame Beobachtung: Führen Sie bei Auffälligkeiten ein kurzes Symptomtagebuch, zum Beispiel mit Datum, Temperatur, Verhalten und Futtermenge. Diese Informationen helfen Ihrem Tierarzt bei der Diagnose.
Selbst mit bester Vorsorge können Erkrankungen auftreten, die eine umfangreiche tierärztliche Behandlung erforderlich machen. Die DA Direkt Katzenkrankenversicherung unterstützt Sie dabei und übernimmt – je nach gewähltem Tarif – bis zu 100 % der Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen bei Krankheit und Unfall, inklusive erforderlicher Operationen.
Die häufigsten Fragen und Antworten rund um Fieber bei Katzen
Wie lange dauert Fieber bei Katzen in der Regel?
Wie lange dauert Fieber bei Katzen in der Regel?
Das hängt von der Ursache ab. Fieber infolge einer leichten Infektion oder einer Impfreaktion klingt häufig innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab. Bei ernsteren Erkrankungen wie FIP, Katzenseuche oder schweren bakteriellen Infektionen hält Fieber deutlich länger an und geht ohne tierärztliche Behandlung in der Regel nicht zurück.
Als Faustregel gilt: Hält das Fieber länger als 24 Stunden an oder übersteigt es 40 °C, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
Wie lässt sich Fieber bei der Katze ohne Thermometer erkennen?
Wie lässt sich Fieber bei der Katze ohne Thermometer erkennen?
Eine sichere Diagnose ist ohne Thermometer nicht möglich. Verhaltenszeichen wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Rückzug können auf Fieber hinweisen – ebenso wie heißes Fell am Bauch oder trockenes, pappiges Zahnfleisch.
Diese Beobachtungen sind jedoch subjektiv und können auch andere Ursachen haben. Für eine verlässliche Einschätzung führt kein Weg an der rektalen Temperaturmessung vorbei.
Dürfen Katzen menschliche Fiebermittel bekommen?
Dürfen Katzen menschliche Fiebermittel bekommen?
Nein, auf keinen Fall. Schmerz- und Fiebermittel für Menschen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin sind für Katzen hochgiftig. Katzen können diese Wirkstoffe nicht wie Menschen verstoffwechseln. Bereits kleine Mengen können schwere Organschäden verursachen und tödlich wirken.
Verwenden Sie ausschließlich Medikamente, die eine Tierärztin oder ein Tierarzt ausdrücklich für Ihre Katze verordnet hat.
Was tun, wenn eine Katze Fieber hat und nur noch schläft?
Was tun, wenn eine Katze Fieber hat und nur noch schläft?
Starke Schläfrigkeit und vollständige Teilnahmslosigkeit sind bei fiebrigen Katzen ernst zu nehmen. Messen Sie zunächst die Temperatur.
Liegt sie über 40 °C oder zeigt Ihre Katze zusätzlich Symptome wie Dehydration, flache Atmung oder keine Reaktion mehr auf Ansprache, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Auch außerhalb der regulären Sprechzeiten.
Notieren Sie alle beobachteten Symptome und deren Dauer. Diese Informationen helfen dem Tierarzt, die Situation schneller einzuschätzen.
Welche Kosten können bei einer Katze mit Fieber beim Tierarzt entstehen?
Welche Kosten können bei einer Katze mit Fieber beim Tierarzt entstehen?
DA Direkt - Redaktion, 21.07.2026

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