Katzenschnupfen: So helfen Sie Ihrem Stubentiger

Das Wichtigste in Kürze
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Katzenschnupfen ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Unbehandelt kann sie , zu schweren Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung und Erblindung führen.
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Zeigt Ihre Katze Symptome wie Niesen, tränende Augen oder Nasenausfluss, bringen Sie sie unbedingt zum Tierarzt.
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Der beste Schutz gegen Katzenschnupfen ist die Grundimmunisierung mit einer Impfung, die regelmäßig aufgefrischt werden wird.
Katzenschnupfen – alles andere als eine harmlose Erkältung
Ihre Samtpfote niest häufig, ihre Nase läuft, die Augen tränen: Vielleicht hat sich Ihre Katze nur erkältet – oder sie hat sich einen Katzenschnupfen eingefangen. Anders als eine gewöhnliche Erkältung verklingt dieser nicht nach wenigen Tagen.
Katzenschnupfen ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die sogar tödlich verlaufen kann.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie Katzenschnupfen erkennen und wie Sie Ihrer Katze helfen können.
Was ist Katzenschnupfen?
Katzenschnupfen, ist eine Erkrankung der oberen Atemwege und Schleimhäute in Nase, Maul und Augen. Die Krankheit ist auch als Katzenrhinitis oder Katzenpneumonitis bekannt. Sie ist für Katzen hochansteckend.
Heilungschancen bei Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist gut heilbar, wenn Sie rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchen. Normalerweise erholt sich Ihre Samtpfote mit der richtigen Therapie innerhalb von 10 bis 20 Tagen.
Unbehandelt kann die Krankheit dagegen chronisch werden. Zudem leiden Stubentiger oft unter Spätfolgen wie Entzündungen an Zahnfleisch, Bindehaut oder Gelenken.
Manche Viren gelangen über die Blutbahn in die Lunge und schädigen sie. Im schlimmsten Fall stirbt Ihr Tier an unbehandeltem Katzenschnupfen.
Kätzchen sowie kranke und ältere Tiere erkranken häufiger an Katzenrhinitis. Grund dafür: Ihr Immunsystem ist entweder noch nicht voll entwickelt oder geschwächt. Daher haben diese Tiere auch ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Vor allem für Katzenbabys, die sich in den ersten vier Lebenswochen infizieren, kann Katzenschnupfen tödlich verlaufen.
Mögliche Ursachen für Katzenschnupfen
Die Krankheit wird meist durch eine Kombination aus verschiedenen Viren und Bakterien ausgelöst. Daher sprechen Tiermediziner auch von einem Katzenschnupfenkomplex. Hauptverursacher sind das feline Herpes- und das feline Calici-Virus. Hinzu kommen Bakterien wie Bordetellen und Chlamydien, die ebenfalls an einer Infektion beteiligt sein können. Die verschiedenen Erreger lösen unterschiedliche Symptome aus: von Augenentzündungen und Geschwüren im Maul bis hin zu Gelenk- und Lungenentzündungen.
Übertragungswege von Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist sehr ansteckend – sowohl Freigänger als auch Wohnungskatzen können sich damit infizieren. Die Erreger, die sich in Speichel, Nasensekret und Augenflüssigkeit von kranken Tieren. Auf diesen Wegen übertragen sie sich:
- durch den direkten Kontakt einer infizierten mit einer gesunden Katze
- indirekt über einen gemeinsamen Futterplatz oder ein geteiltes Katzenklo
- über Menschen, die die Erreger an Schuhen und Kleidung ins Haus bringen
Die Inkubationszeit bei Katzenschnupfen – also der Zeitraum von Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit – beträgt meist ein bis sechs Tage.
Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
Ernest HemingwayKatzenschnupfen: Das sind die Symptome

Dass Ihre Katze Schnupfen hat, erkennen Sie an diesen Symptomen:
- Ihre Katze niest oft und hustet.
- Ihre Augen tränen bzw. sind vereitert und die Bindehaut ist entzündet.
- Ihre Nase läuft oder ist verstopft.
- Sie sabbert stark.
- Sie frisst schlecht, weil sie Halsschmerzen hat.
- Sie wirkt abgeschlagen und ist müde.
- Sie leidet unter Atemnot.
- Sie verliert Gewicht.
Wichtig zu wissen: Ein einzelnes dieser Symptome muss noch nicht für eine Katzenrhinitis stehen. Zeigt Ihre Samtpfote Anzeichen eines Katzenschnupfens, gehen Sie dennoch möglichst schnell zu einem Tierarzt. Ist Ihr Tier ernsthaft erkrankt, kann der Tierarzt schnell mit der Behandlung begonnen. So lassen sich ein schwerer Verlauf und eventuelle Spätfolgen verhindern.
Katzenschnupfen-Behandlung: beim Tierarzt und zu Hause
So behandelt der Tierarzt eine kranke Katze
Zunächst stellt der Tierarzt fest, welche Erreger die Krankheit ausgelöst haben.
Schritt 1: Er nimmt einen Abstrich aus der Nase, dem Rachen oder dem Auge. So findet er heraus, ob und wenn ja, welche Bakterien den Katzenschnupfen verursacht haben.
Schritt 2: Er nimmt eine Blutprobe, um mögliche Viren nachzuweisen.
Hat er die Erreger identifiziert und kann eine gewöhnliche Erkältung bei der Katze ausschließen, behandelt er die Krankheit gezielt:
- Bei einem durch Bakterien ausgelösten Katzenschnupfen helfen Antibiotika.
- Gegen Viren gibt es keine direkte Behandlung. Hier kann der Tierarzt nur Medikamente verschreiben, die die Symptome von Katzenschnupfen lindern.
Übrigens: Lesen Sie in weiteren Ratgebern, wie Sie Ihre Katze vor dem Tierarztbesuch beruhigen und wie Sie Ihre Samtpfote sicher in die Praxis transportieren.
Das kostet die Tierarztbehandlung bei Katzenschnupfen
Wie hoch die Tierarztrechnung bei Katzenschnupfen ausfällt, hängt unter anderem vom Erreger, der Schwere und dem Fortschritt der Erkrankung ab. Der Preis kann dabei schnell mehrere hundert Euro betragen.
Allein die Blutuntersuchung kostet häufig rund 60 Euro. Hinzu kommen die Kosten für verschiedene Medikamente. Bei schweren Verläufen und fortgeschrittener Krankheit zahlen Sie außerdem für die Unterbringung in der Klinik und mögliche Infusionen.
Gut zu wissen: Die DA Direkt Katzenkrankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten für Katzenschnupfen, wenn Sie mittels internationalem Impfpass nachweisen, dass Ihre Katze über einen Impfschutz gegen Katzenschnupfen verfügt.
Übrigens: Wie Sie Ihre Katze vor dem Tierarztbesuch beruhigen und wie Sie Ihre Samtpfote sicher in die Praxis transportieren, lesen Sie in weiteren Ratgebern.
So helfen Sie Ihrem Tier bei Katzenschnupfen
Nach dem Tierarztbesuch haben Sie alle Medikamente, die Ihrer Samtpfote helfen, schnell gesund zu werden. Darüber hinaus gibt es ein paar Hausmittel, die bei Katzenschnupfen den Genesungsprozess Ihres Tiers fördern:
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Tut sich Ihre Mieze schwer beim Schlucken, weichen Sie Ihr Futter mit in Wasser ein oder pürieren Sie es.
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Wenn die Augen Ihrer Katze tränen und ihre Nase läuft, wischen Sie sie mehrmals täglich mit einem sauberen Tuch sorgfältig ab. Verwenden Sie dabei jeweils ein separates Tuch für Augen und Nase.
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Richten Sie Ihrer Mieze ein warmes, ruhiges Plätzchen ohne Zugluft ein.
Ansteckungsgefahr für Mensch und Hund mit Katzenschnupfen?
Für gesunde erwachsene Menschen ist Katzenschnupfen nicht ansteckend.
Achtung – bei engem Kontakt zu kranken Tieren besteht jedoch für folgende Personen eine Infektionsgefahr:
- Menschen mit Immunschwäche
- ältere Personen
- Kinder
Bei Hunden hängt das Ansteckungsrisiko vom Erreger des Katzenschnupfens ab:
- Lösen Viren die Krankheit aus, ist für Hunde ein Katzenschnupfen nicht ansteckend.
- Sind zusätzlich Bakterien beteiligt, können sich Hunde die Krankheit bei Katzen einfangen.
Ansteckungsgefahr bei Katzenschnupfen minimieren – so geht’s
Besitzen Sie sie mehrere Katzen, trennen Sie den kranken Stubentiger so gut wie möglich von seinen Artgenossen. Stellen Sie für jedes Tier eigene Näpfe und eine eigene Toilette bereit. Reinigen Sie beides regelmäßig. Lassen Sie Freigänger-Katzen zwischenzeitlich nicht hinaus, damit sie keine anderen Tiere anstecken.
Katzenschnupfen mit einer Impfung vorbeugen
Der beste Schutz gegen Katzenschnupfen ist eine Impfung gegen Herpes- und Calici-Viren. Die Impfung zählt zu den sogenannten Core-Komponenten. Damit sind die unbedingt notwendigen Katzen-Impfungen gemeint, die Tierärzte dringend empfehlen.
Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen
Tierärzte beginnen die Grundimmunisierung bei jungen Katzen meist ab der 8. Lebenswoche. Für den vollständigen Schutz sind drei weitere Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche sowie im Alter von 15 Monaten notwendig.
Auffrischimpfung gegen Katzenschnupfen
Nach der Grundimmunisierung sollten Sie die Katzenschnupfen-Impfung regelmäßig auffrischen lassen:
- bei einem Freigänger jährlich
- bei Wohnungskatzen reicht alle zwei bis drei Jahre
Wichtig zu wissen: Die Impfung schützt nur vor der Virusinfektion. Ihre Katze kann sich nach der Impfung weiterhin mit Katzenschnupfen infizieren, der durch Bakterien verursacht wird. Auch einen gewöhnlichen Schnupfen kann sie sich nach wie vor einfangen – dieser ist allerdings wesentlich weniger gefährlich für Ihr Haustier als der echte Katzenschnupfen.
Kosten für eine Impfung gegen Katzenschnupfen
Für eine Einzeldosis des Impfstoff zahlen Sie etwa 20 bis 35 Euro. Eine Kombi-Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen ist entsprechend teurer.
Gut zu wissen: Die Kosten für die Katzenschnupfen-Impfung übernimmt die DA Direkt Katzenkrankenversicherung im Rahmen des Gesundheitsbudgets für Sie.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Katzenschnupfen“
Woran erkennt man Katzenschnupfen?
Einen Katzenschnupfen im Anfangsstadium erkennen Sie, wenn Ihre Samtpfote niest und hustet, ihre Augen tränen und ihre Nase läuft. Später kann das Sekret eitrig werden und die Augen verkrusten. Auch Schluckbeschwerden und Antriebslosigkeit zählen zu den Symptomen. Weitere Anzeichen für die ernstzunehmende Erkrankung finden Sie oben im Ratgeber.Wie gefährlich ist Katzenschnupfen?
Je früher Sie einen Tierarzt aufsuchen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Samtpfote vollständig gesundet. Katzen, die nicht rechtzeitig behandelt werden, können dagegen ein Leben lang unter den Spätfolgen leiden. Im schlimmsten Fall endet ein Katzenschnupfen dann sogar tödlich.Wie kann man Katzenschnupfen behandeln?
Befürchten Sie, dass Ihre Mieze Katzenschnupfen hat, bringen Sie sie möglichst rasch zum Tierarzt. Er stellt fest, welche Erreger die Krankheit ausgelöst haben, um diese gezielt zu bekämpfen. Gegen eine bakterielle Infektion verschreibt er Ihrem Tier ein Antibiotikum. Bei einer viralen Erkrankung, kann er nur die Symptome lindern. Wie Sie Ihrer Katze zuhause helfen können, schnell wieder auf die Beine zu kommen, erfahren Sie oben im Ratgeber.Kann ich mich bei meinem Stubentiger mit Katzenschnupfen anstecken?
Gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem stecken sich in der Regel nicht bei ihrem Haustier an. Nur in seltenen Fällen ist Katzenschnupfen auf den Menschen übertragbar. Zum Beispiel, wenn kranke sowie ältere Menschen oder Kinder sehr engen Kontakt zu dem Tier haben.Wieviel kostet eine Impfung gegen Katzenschnupfen?
Die Kosten für eine Impfung liegen bei etwa 20 bis 35 Euro. Haben Sie eine Katzenkrankenversicherung bei DA Direkt abgeschlossen, übernehmen wir diese Kosten im Rahmen des jährlichen Gesundheitsbudgets für Sie.
Marlis Reisenauer, 23.06.2026

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