LÖ-WE 1990, CO-OL 13 oder AN-NA 3000 – welches Wunschkennzeichen hätten Sie denn gerne? Seit 1994 dürfen Sie als Autofahrer in Deutschland gegen eine geringe Gebühr Ihr ganz persönliches Wunschkennzeichen innerhalb des Zulassungsortes wählen. Damit wäre schon mal die Frage beantwortet, seit wann es Wunschkennzeichen gibt. Was Sie beim Autokennzeichen Ihrer Wahl beachten müssen, verraten wir im nächsten Abschnitt.
So setzt sich ein Nummernschild zusammen
Um sich für ein Wunschkennzeichen zu entscheiden, sollten Sie zunächst wissen, wie sich die Buchstaben-Zahlen-Kombi auf dem Autoschild zusammensetzt:
- An erster Stelle des Nummernschilds kommen ein bis drei Buchstaben, die für Ihren Zulassungsort stehen. Diese Buchstaben sind auch als Unterscheidungskennzeichen bekannt. Das Unterscheidungskennzeichen können Sie nicht anpassen.
- Danach folgen ein bis zwei weitere Buchstaben und ein bis vier Ziffern. Dieser Abschnitt des Autokennzeichens wird als Erkennungsnummer bezeichnet. Hier können Sie sich kreativ austoben – vorausgesetzt Sie berücksichtigen die Regeln im nächsten Absatz.
Kfz-Wunschkennzeichen – was ist erlaubt?
Wie viele Buchstaben Sie für Ihr Wunschkennzeichen verwenden dürfen, hängt von der Anzahl der Buchstaben Ihres Zulassungskürzels und der gewünschten Zahl an Ziffern ab: Ein normales Nummernschild kann maximal sieben Zeichen enthalten.
Beispiel: Wenn Sie einen Zulassungsort mit drei Buchstaben als Kürzel haben – etwa BGL für das Berchtesgadener Land – und sich drei Zahlen für die Erkennungsnummer wünschen, bleibt nur noch ein Buchstabe übrig. Mehr als zwei Buchstaben dürfen es aber sowieso nicht sein, wie oben beschrieben.
Bei Ihrem Kennzeichenwunsch können Sie zwischen nahezu unzähligen Varianten wählen. Falls Sie noch Vorschläge für Ihr Wunschkennzeichen suchen, hätten wir hier ein paar Ideen:
- Als Tierfreund aus Köln käme für Sie zum Beispiel ein K-UH oder K-OI als Buchstaben-Kombi in Frage.
- Reisen Sie gerne und kommen aus Mallersdorf, sind MAL-TA oder MA-LI möglich.
- Auch der eigene Name oder der von geliebten Personen ist bei Autokennzeichen beliebt: Ob AN-NA, MAI-K, MEL-LI, DO-MI oder BI-LL – wenn Ihr Name maximal fünf Buchstaben hat, können Sie ihn zum Kennzeichen machen.
- Für viele Sportfans ist das Kürzel ihres Lieblingsvereins das absolute Wunschkennzeichen – zum Beispiel: F-CN, F-CK oder H-SV.
- Vielleicht ist auch ein bestimmter Begriff für Sie besonders interessant: CO-OL, A-BI, WI-LD, HER-Z oder LIF-E sind mit den deutschen Zulassungskürzeln möglich.
- Was Zahlen angeht, entscheiden sich einige Autofahrer für ihr Geburtsjahr. Andere wählen lieber eine Schnapszahl oder ihre persönliche Glückszahl.
Einige Autokennzeichen sind verboten – zum Beispiel solche, die mit Abkürzungen der Nationalsozialisten zusammenhängen wie KZ, HJ, SS oder SA. Kürzel, die für Terrororganisationen wie IS stehen, kommen ebenfalls nicht in Frage. Welche Wunschkennzeichen genau verboten sind, entscheidet immer das jeweilige Bundesland.
In der Erkennungsnummer dürfen außerdem keine Umlaute vorkommen – also ä, ö oder ü – und die Zahlenreihe darf nicht mit 0 beginnen.
Welche Kfz-Wunschkennzeichen möglich sind, hängt auch davon ab, wie beliebt die jeweilige Kombination ist. Einige Autokennzeichen sind so populär, dass sie fast immer vergriffen sind. Das gilt besonders für die Kürzel von Fußballvereinen oder Namen. Wie Sie herausfinden, welche Wunschkennzeichen noch frei sind, lesen Sie im nächsten Abschnitt.