Selbst Tierfreunde kommen bei Ungeziefer im Haus an ihre Grenzen. Denn bei angefressenen Möbeln, einem Ansteckungsrisiko mit Magen-Darm-Infekten und Allergien hört die Liebe auf. Je nach Stärke des Befalls können Sie selbst aktiv werden – zum Beispiel, wenn Sie eine einzelne Lebensmittelmotte oder Fruchtfliegen entdecken. Auch hier helfen umweltfreundliche Mittel aus der Drogerie. Außerdem sollten Sie die Ursache des Befalls beseitigen, zum Beispiel Lebensmittelvorräte sicher verschließen.
Bei starkem Befall und folgenden Tieren ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung ratsam:
-
Kakerlaken verbreiten einen unangenehmen Geruch – und oft auch Hepatitis A, Magen-Darm-Infekte und Tuberkulose. Ihre Ausscheidungen und Häutungsreste verursachen oft Asthma und Allergien. Allein aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie einen Kammerjäger kontaktieren.
-
Mäuse und Ratten können verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen, machen sich über Lebensmittelvorräte her und knabbern Möbel an. Sie sollten daher mit den Experten der Schädlingsbekämpfung sprechen.
-
Wespen und Hornissen stehen unter Naturschutz. Sie dürfen Wespen- und Hornissennester daher nicht eigenständig entfernen. Allerdings ist ein Wespennest im Rollladenkasten oder auf dem Dach auch kein angenehmer Untermieter – schließlich besteht immer die Gefahr, gestochen zu werden. Ein Fachmann muss daher die Insekten umsiedeln.
Wichtig zu wissen: Eine möglichst umweltfreundliche Ungeziefer-Bekämpfung freut nicht nur die Natur – auch Sie selbst profitieren davon, wenn keine starken Gifte in Ihrer Wohnung zum Einsatz kommen. Schließlich wollen Sie ja danach weiterhin dort wohnen. Besprechen Sie am besten mit dem Kammerjäger Ihre Optionen.
Was kostet die professionelle Schädlingsbekämpfung?
Wie viel Sie für einen Kammerjäger zahlen, hängt unter anderem davon ab, welchem Ungeziefer die Bekämpfungsmaßnahmen gelten. Je nach Art unterscheidet sich der Aufwand nämlich erheblich. Gleiches gilt für die Wohnungsgröße und die Stärke des Befalls. Auch Ihr Wohnort kann die Kosten für den Kammerjäger beeinflussen. Für Noteinsätze am Wochenende oder in der Nacht sowie lange Anfahrtswege zahlen Sie meist einen Aufschlag.
Folgende Liste gibt Ihnen eine grobe Orientierung zu Kostenbeispielen von Kammerjägern:
-
Bei Ameisen verlangt der Kammerjäger meist bis zu 150 Euro.
-
Wenn Sie Silberfische bekämpfen, beginnen die Kosten bei etwa 50 Euro.
-
Rattenbefall ist meist mit Kosten von bis zu 300 Euro verbunden.
-
Ist ein Wespennest entsprechend Naturschutzregelungen zu entfernen, fallen Kosten von bis zu 150 Euro an.
-
Auch für das Entfernen eines Hornissennests zahlen Sie bis zu 150 Euro.
-
Wenn Sie Lebensmittelmotten bekämpfen, liegt die Rechnung meist bei etwa 100 bis 400 Euro.
-
Gilt es, Küchenschaben beziehungsweise Kakerlaken zu bekämpfen, kommen bis zu 600 Euro zusammen.