Durchfall bei Katzen – was tun, wenn Miezes Magen-Darm-Trakt spinnt?

Das Wichtigste in Kürze

- Meist ist Durchfall bei Katzen ungefährlich, in manchen Fällen kann dieser jedoch auch ein Hinweis auf schwere Erkrankungen sein.
- Dauert die Diarrhoe länger als 24 Stunden, sollten Sie dringend mit Ihrer Katze zum Tierarzt gehen.
- Hat Ihre Katze Durchfall, helfen ihr Schonkost und viel Flüssigkeit – je nach Ursache sind manchmal auch Medikamente oder gar ein Eingriff nötig.
Häufige Ursachen von Durchfall bei Katzen
Stress, Parasiten, Vergiftung: Durchfall bei Katzen kann verschiedenste Ursachen haben. Wie Sie herausfinden, warum Ihre Katze oder Ihr Kater Durchfall hat und wie Sie diesen behandeln, erläutern wir in diesem Ratgeber.
Durchfall bei Katzen – wichtige Fakten
Unter Durchfall verstehen Mediziner Kot, der sich durch erhöhtes Volumen, Flüssigkeitsgehalt oder Häufigkeit vom normalen Kot unterscheidet. Auch die Farbe kann anders sein als normal – so ist der Durchfall bei Katzen oft gelb oder hellbraun, manchmal auch grün oder schwarz.
Der Fachbegriff für Durchfall lautet Diarrhoe. Diarrhoe ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom dafür, dass bei Ihrer Katze etwas nicht stimmt. Entweder leidet Ihr Stubentiger an einer Krankheit oder er hat sich den Magen verdorben. In letzterem Fall hat die Katze oft Durchfall und erbricht. Vor allem Kitten und ältere Katzen haben einen empfindlicheren Magen – bei ihnen tritt Durchfall deutlich häufiger auf.
Taucht das Symptom nur kurzzeitig auf, steckt meist nichts Schlimmes dahinter. Bei langanhaltendem Durchfall Ihrer Katze sollten Sie dagegen unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen.
Typische Ursachen für Durchfall bei Katzen
Folgende Aspekte führen bei Katzen besonders häufig zu Diarrhoe:
- Ernährungsbedingte Ursachen. Nach oder während einer Futterumstellung kommt es bei Katzen oft zu Durchfall. Gleiches gilt, wenn das Futter beispielsweise im Sommer durch Hitze verdorben ist. Auch eine Allergie auf ein bestimmtes Nahrungsmittel ist möglich.
- Psychische Ursachen. Stress, beispielsweise bei einem Umzug, kann bei Katzen ebenfalls Durchfall verursachen.
- Infektiöse Ursachen. Wie Menschen können sich auch Katzen einen Magen-Darm-Infekt einfangen. Für Bakterien, Viren und Parasiten sind vor allem die Freigänger unter den Stubentigern anfällig. Von manchen Darm-Parasiten sind jedoch auch Wohnungskatzen betroffen.
- Medikamentöse Ursachen. Nach der Verabreichung von Antibiotika, einer Wurmkur oder einer Impfung ist Durchfall als Nebenwirkung bei Katzen möglich.
- Metabolische Ursachen. Hierzu zählen Krankheiten wie eine Bauchspeicheldrüseninfektion, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Nierenerkrankung.
- Tumoröse Ursachen. Darmkrebs und manche andere Krebsarten lösen teilweise Diarrhoe aus.
- Weitere Ursachen. Auch wenn Ihre Katze einen Fremdkörper verschluckt oder etwas Giftiges gefressen hat, kann dies Durchfall hervorrufen.
Wichtig zu wissen: Leidet Ihre Katze länger als 24 Stunden an Diarrhoe, sollten Sie sie unbedingt zum Tierarzt bringen.
Was hilft bei Katzen-Durchfall?
Erste Hausmittel, um Katzendurchfall zu behandeln
Ihre Katze verliert bei Durchfall viel Flüssigkeit und viele Nährstoffe. Diese müssen Sie ihr daher dringend wieder zuführen. Stellen Sie am besten mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Stellen auf und füllen Sie sie regelmäßig nach.
Um die Nährstoffe wieder „aufzutanken“, empfiehlt sich für Ihre Katze bei Durchfall zunächst Schonkost. Dazu zählen gekochte Karotten und selbstgekochte, ungesalzene Hühnerbrühe oder Hüttenkäse.
Gönnen Sie Ihrem Stubentiger außerdem viel Ruhe, damit er wieder zu Kräften kommt.
Hält der Durchfall länger als 24 Stunden bei Ihrer Katze an, ist er schwarz, blutig oder zeigt Ihr Tier zusätzlich andere Krankheitsanzeichen wie Fieber, gehen Sie unbedingt mit ihr zum Tierarzt.
Diese Mittel setzt der Tierarzt gegen Durchfall bei Katzen ein
Der Mediziner untersucht Ihr Tier zunächst auf die Ursache des Durchfalls. Dazu tastet er es auf Fremdkörper ab und nimmt Blut ab. Auch eine Stuhlprobe ist sinnvoll, vor allem wenn Ihre Katze blutigen Durchfall hat. Eventuell sind auch ein Röntgenbild und / oder eine Ultraschall-Untersuchung nötig.
Die Farbe des Kots kann dem Mediziner oft schon wichtige Hinweise auf die vorliegende Erkrankung liefern. Grünlicher Durchfall deutet beispielsweise oft auf Gallenprobleme hin, schwarzer auf ein Magengeschwür.
Steht die Ursache fest, empfiehlt Ihnen der Tierarzt das passende Durchfallmittel sowie gegebenenfalls weitere Behandlungsschritte für Ihre Katze. Hier kommen beispielsweise die folgenden Maßnahmen in Frage:
- Bei einer Allergie gegen ein bestimmtes Katzenfutter empfiehlt Ihnen der Tierarzt meist eine Alternative, die keinen Durchfall auslöst.
- Hat Ihr Stubentiger Giardien oder Würmer, bekommt er ein Antiparasitikum.
- Wenn Ihre Samtpfote bereits extrem viel Flüssigkeit und Elektrolyte verloren hat, ist eventuell eine Infusion nötig.
- Möglicherweise benötigt Ihre Katze bei Durchfall auch Medikamente gegen Schmerzen und Übelkeit.
- Bei einem durch Bakterien verursachten Magen-Darm-Infekt Ihrer Katze verschreibt ihr der Tierarzt ein Antibiotikum.
- Steckt ein Tumor hinter der Diarrhoe, muss Ihr Stubentiger womöglich operiert werden.
So beugen Sie Durchfall bei Katzen vor
Nicht alle Ursachen für Durchfall bei Katzen lassen sich verhindern. Einigen können Sie jedoch durch die folgenden Maßnahmen vorbeugen:
- Führen Sie eine Futterumstellung immer langsam durch. Wie das funktioniert, lesen Sie im Ratgeber „Katze frisst nicht – was tun?“ .
- Füttern Sie Ihrem Stubentiger keine Essensreste. Viele der von uns bevorzugten Lebensmittel sind für Katzen giftig oder reizen zumindest ihren Magen. Eine Liste mit Beispielen finden Sie im Ratgeber „Erste Hilfe für Katzen“.
- Bewahren Sie Reinigungsmittel, Medikamente und andere für Vierbeiner gefährliche Substanzen an einem sicheren Ort auf. So verhindern Sie schlimme Vergiftungen.
- Lassen Sie Ihre Katze jährlich beim Tierarzt entwurmen. Details zur entsprechenden Behandlung lesen Sie im Ratgeber „Entwurmung von Katzen“.
- Waschen Sie Futter- und Wassernäpfe Ihrer Katze regelmäßig heiß aus. So verhindern Sie, dass sich Keime und Bakterien ausbreiten.
Weitere wichtige Gesundheitstipps für Ihre Samtpfote finden Sie im Ratgeber „So fördern Sie die Gesundheit Ihrer Katze“.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Durchfall bei Katzen“
Meine Katze hat Durchfall - wann muss sie zum Tierarzt?
Leidet Ihre Katze länger als 24 Stunden an Diarrhoe, sollten Sie sie unbedingt zum Tierarzt bringen. Gleiches gilt, wenn weitere Krankheitssymptome wie Fieber auftreten.
Was macht der Tierarzt bei einer Katze mit Durchfall?
Der Tiermediziner ermittelt zunächst den Grund, warum Ihre Katze an Diarrhoe leidet. Dafür sind oft verschiedene Untersuchungen nötig. Sobald der Tierarzt die Ursache ermittelt hat, empfiehlt er entsprechende Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise Wurmkuren, Antibiotika oder schmerzstillende Medikamente. Was bei welcher Durchfall-Ursache die richtige Therapie für Ihre Katze ist, erfahren Sie oben im Ratgeber.
Meine Katze leidet an Durchfall, was soll ich ihr zu fressen geben?
Füttern Sie ihr Schonkost, dazu zählt beispielsweise mageres, gekochtes Geflügel, Hühnerbrühe oder gekochte Karotten. Wichtig ist, dass die Mahlzeiten ungesalzen sind.
Warum hat meine Katze Durchfall?
Die Ursachen für Katzen-Durchfall sind sehr divers – Ihr Stubentiger könnte sich beispielsweise Giardien eingefangen haben oder allergisch auf das Futter reagieren. Auch Stress, Nebenwirkungen von Medikamenten oder verdorbenes Futter zählen zu den häufigen Gründen für Durchfall bei Katzen.
Wie lange ist Schonkost bei einer Katze mit Durchfall angesagt?
Meist reicht es, die Schonkost über einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen zu verabreichen.
Angelika Dick, 12.02.2026

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