Kastenwagen oder Liner – die Bandbreite verschiedener Wohnmobil-Arten ist groß. Dabei streiten sich Experten sogar darüber, wie viele Wohnmobil-Typen es überhaupt gibt: Zwischen sechs und zehn Varianten schwankt die Zahl, die Ratgeber und Camping-Verbände listen. Hier sehen Sie die wichtigsten Wohnmobil-Typen in der Übersicht:
Campingbus
Der Campingbus ist einer der kultigsten Wohnmobil-Typen. Bei Modellen wie dem VW Bus – auch bekannt als VW Bulli – denkt man automatisch an die 70er und die Flower-Power-Hippies. Auch bei Surfern sind diese kleinen Wohnmobile sehr beliebt. Die Vorteile des kleinen Campingbusses liegen auf der Hand: Dank der geringen Größe ist der Campingbus sehr wendig und somit auch als Alltagsfahrzeug gut geeignet. Auch die Preise sind im Vergleich zu anderen Wohnmobil-Typen überschaubar. Das Fahrzeug ist auch als Camper Van bekannt.
Kastenwagen
Ob der Kastenwagen als eigene Wohnmobil-Art zählt, ist strittig. Viele Camper sehen das Fahrzeug als Variante des Campingbusses. Der Kastenwagen ist jedoch deutlich höher und bietet beim Ausbau sogar Platz für eine kleine Nasszelle. Auch eine Kochstelle ist oft an Bord. Der Kastenwagen fällt in die Klasse der kompakten Wohnmobile. Diese Wohnmobil-Typen eignen sich immer noch relativ gut für den Stadtverkehr.
Teilintegrierte Wohnmobile
Teilintegrierte Wohnmobile heißen so, weil das Fahrerhaus in den Wohnbereich teilweise eingebunden ist. Im Vergleich zu anderen großen Wohnmobilen ist das Camping-Fahrzeug relativ windschnittig und spart so Kraftstoff. Es ist jedoch nicht ganz so geräumig wie ein Alkovenmobil, bei dem die Bettnische über das Dach der Fahrerkabine ragt.
Vollintegriertes Wohnmobil
Vollintegrierte Wohnmobile zählen zu den größten Camper-Modellen. Der Unterschied zwischen einem teilintegrierten Wohnmobil und einem vollintegrierten Wohnmobil liegt vor allem darin, dass bei letzterem das Fahrerhaus nahtlos in den Wohnbereich übergeht. Daher haben diese Wohnmobil-Typen nur selten eine eigene (Bei-)Fahrertür. Vollintegrierte Wohnmobile wiegen als großer Camper oft mehr als 3,5 Tonnen – deswegen brauchen Sie unter Umständen einen separaten Führerschein dafür. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie Ihre Fahrprüfung nach 1999 absolviert haben.
Wohnmobil mit Alkoven
Das Alkovenmobil ist die wohl bekannteste Wohnmobilform. Sie erkennen sie ganz leicht am Vorsprung über dem Fahrerhaus. Dieser Vorbau ist der sogenannte Alkoven – darin verbirgt sich ein zusätzliches Bett. Wer dort schlafen will, muss erstmal klettern. Dank der großen Höhe ist diese Wohnmobil-Art besonders geräumig und bequem. Als großes Wohnmobil braucht das Fahrzeug allerdings deutlich mehr Benzin.
Liner
Die luxuriösesten Wohnmobile sind eindeutig Liner. Sie ähneln eher einem Reisebus als einem Camper Van. Manche Modelle besitzen sogar eine integrierte Pkw-Garage. Die Ausstattung ist exzellent. Dementsprechend hoch sind die Kosten: Mit mindestens 120.000 Euro müssen Sie beim Kauf rechnen. Außerdem gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Stellplatz oft schwierig.