Sie haben mit Ihrem Kleinwagen eine kurze Offroad-Tour gewagt, und jetzt sieht er aus wie nach einer Schlammschlacht. Wie Sie Ihr Auto richtig selbst waschen, ob Sie das zuhause tun dürfen und was die Waschstraße bringt, erfahren Sie hier.
Auto zuhause waschen – ist das erlaubt?
Früher waren jeden Samstag, Sonntag oder Feiertag Autofans mit dem Waschen des eigenen Wagens zuhause beschäftigt. In den meisten Kommunen ist es inzwischen verboten, Fahrzeuge auf dem eigenen Privatgrundstück zu reinigen. Grund dafür: Durch die Autowäsche kann das Grundwasser mit Öl, Reinigungsmitteln oder Ruß verschmutzt werden.
Besonders hoch ist diese Gefahr auf Gras, Kies oder Schotter – also jedem unbefestigten Boden. Kfz-Halter, die trotz Verbot ihr Auto zuhause waschen, erwartet eine Strafe. In Baden-Württemberg sind für das Einleiten von wassergefährdenden Stoffen in das Grundwasser beispielsweise Bußgelder von 500 bis 50.000 Euro fällig.
Auch auf der Straße oder öffentlichen Parkplätzen ist es meist verboten, Ihr Auto zu waschen. Hier besteht nämlich zusätzlich die Gefahr, dass ein Unfall geschieht oder der Verkehr anderweitig beeinträchtigt wird.
In einigen Gemeinden dürfen Sie Ihr Auto zuhause mit reinem Wasser waschen, wenn es auf befestigtem Grund wie Asphalt oder Beton steht. Ob das auf Ihren Wohnort zutrifft, ermitteln Sie am besten über die Internetseite Ihrer Kommune.
Allerdings dürfen Sie auch in diesem Fall, das Schmutzwasser nicht in den Gully kippen, sondern müssen es beispielsweise über die Toilette entsorgen.
Automobilclubs wie der ADAC empfehlen, das eigene Fahrzeug auf speziellen Waschplätzen oder in der Waschanlage zu reinigen. Hier profitieren Grundwasser und Umwelt von einem speziellen Reinigungssystem.
Gut zu wissen: Den Innenraum aussaugen oder eine feine Politur auftragen ist auf Ihrem eigenen Grundstück nach wie vor erlaubt.
Wie Sie Ihr Fahrzeug bei der Autowäsche innen und außen richtig sauber bekommen, lesen Sie in den nächsten Abschnitten.