Ihr Schwangerschaftskalender – optimal vorbereitet auf die Geburt

Das Wichtigste in Kürze

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Von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt vergehen im Schnitt 40 Wochen; ein Schwangerschaftskalender hilft Ihnen während dieser Zeit, alle wichtigen Termine im Blick zu behalten.
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Im Laufe der Schwangerschaft stehen zehn Vorsorge-Untersuchungen beim Frauenarzt an – dabei bestimmt der Gynäkologe unter anderem das Alter des Embryos sowie dessen Geschlecht.
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Auch für die Zeit nach der Geburt können Sie bereits während der Schwangerschaft Vorbereitungen treffen – zum Beispiel Elterngeld beantragen und Ihr Kind in der Kita anmelden.
40 ereignisvolle Wochen – darum ist ein Schwangerschaftskalender hilfreich
Strampler aussuchen, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen, Elternzeit beantragen: Wenn ein Baby unterwegs ist, ist die Freude groß – aber auch viel zu tun! Damit Sie bei all den Vorbereitungen nichts vergessen, haben wir in diesem Ratgeber einen Schwangerschaftskalender zusammengestellt – mit Checkliste zum Download.
Die Vorteile eines Schwangerschaftskalenders
Während der Schwangerschaft vollzieht sich die Entwicklung des Embryos in vielen kleinen Schritten. So bilden sich erst nach und nach bestimmte Organe aus. Das führt dazu, dass einige Untersuchungen beim Frauenarzt erst später möglich sind als andere.
Damit Sie bei der Vielzahl der Termine nichts vergessen oder durcheinanderbringen, ist ein Schwangerschaftskalender sinnvoll. Er bietet gerade beim ersten Kind eine wichtige Orientierungshilfe.
So funktioniert die Geburtsvorbereitung mit unserem Schwangerschaftskalender
Im Schwangerschaftskalender von DA Direkt mit allen wichtigen Terminen, sind die Phasen in Wochen, Monaten und Trimestern hinterlegt. Darin finden sich sämtliche Vorsorge-Untersuchungen und weitere Vorbereitungen, die Sie während der Schwangerschaft erledigen sollten.
Alle Aufgaben und Termine, die Sie so früh wie möglich bzw. unabhängig einer bestimmten Schwangerschaftswoche erledigen sollten, sehen Sie oberhalb der Schwangerschaftswochen bzw. -monate. Alle anderen haben wir in der jeweiligen Woche aufgenommen.
Bei Terminen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums – beispielsweise von der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche (SSW) – erfolgen sollten, ist das Ereignis in der frühestmöglichen Woche eingetragen. In Klammern steht dahinter, bis wann der Termin stattfinden kann.
Darunter finden Sie Platz für eigene Notizen – so wird der Schwangerschaftskalender zu Ihrer ganz persönlichen Erinnerung an eine besondere Zeit.

Laden Sie den Schwangerschaftskalender gleich hier herunter.
Schwangerschaftskalender für das 1. Trimester
Embryo-Entwicklung im 1. Trimester der Schwangerschaft
Das 1. Trimester der Schwangerschaft ist oft sehr nervenaufreibend. Denn hier kann noch vieles schiefgehen. Erst in der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) nimmt der Embryo allmählich menschliche Gestalt an – ab der 7. SSW sind alle Organe angelegt. Ab der 9. Schwangerschaftswoche beginnt der Embryo seine Arme und Beine zu bewegen. Etwa zwei Wochen später ist dann bereits das Gesicht erkennbar.
Wirklich aufatmen können Eltern erst ab der 12. SSW: Ab diesem Zeitpunkt sinkt das Risiko einer Fehlgeburt deutlich.
Das passiert bei der Mutter im 1. Trimester
Bei der Mutter sind im 1. Trimester äußerlich noch kaum Anzeichen der Schwangerschaft erkennbar. Viele Frauen bemerken jedoch spätestens bis zur 4. Schwangerschaftswoche die ersten Symptome – zum Beispiel, wenn die Monatsblutung ausbleibt. Die Brüste können spannen, auch morgendliche Übelkeit und eine verstärkte Sensibilität gegenüber bestimmten Gerüchen treten häufig auf. Ab dem zweiten Tag nach Ausbleiben der Periode zeigt der Schwangerschaftstest ein verlässliches Ergebnis an.
Das sollten Sie im 1. Trimester der Schwangerschaft erledigen
Diese Vorsorge-Untersuchungen sollten Sie unbedingt wahrnehmen
Ist der Schwangerschaftstest positiv, vereinbaren Sie einen Termin beim Frauenarzt. Dieser stellt die Schwangerschaft mittels Urin- oder Bluttest fest, berechnet das ungefähre Alter des Embryos sowie den ungefähren Geburtstermin. Außerdem erhalten Sie bei dieser Gelegenheit den Mutterpass. Darin dokumentieren Ärzte und Hebammen den Verlauf der Schwangerschaft – sowie eventuelle Risiken. Ist beispielsweise eine Schwangere unter 18 oder bei der ersten Geburt über 35, handelt es sich um eine Risikoschwangerschaft. Gleiches gilt bei früheren Fehlgeburten oder Erbkrankheiten in der Familie.
Die erste Vorsorge-Untersuchung beim Gynäkologen findet meist in der 8. bis 9. Schwangerschaftswoche statt. Er kontrolliert unter anderem den Stand Ihrer Gebärmutter, misst Ihren Blutdruck und befragt Sie zu eventuellen Schwangerschaftsbeschwerden. Außerdem teilt er Ihnen die Ergebnisse Ihres Bluttests aus der vorherigen Untersuchung mit.
Zwischen der 9. und der 12. SSW findet auch die erste Ultraschalluntersuchung statt: Der Arzt überprüft den Herzschlag des Fötus und erhebt dessen Körpermaße.
In der 12. Schwangerschaftswoche findet dann die zweite Vorsorge-Untersuchung beim Gynäkologen statt.
Weitere Vorsorge-Untersuchungen: Wichtig für Risikoschwangerschaften, freiwillig für alle möglich
Bestimmte Herpesviren im Körper der Mutter können beim Fötus Zytomegalie auslösen – eine Erkrankung, die unter anderem schwere geistige Behinderungen oder Hörstörungen hervorruft. Um herauszufinden, ob ein Risiko für den Fötus besteht, ist von der 8. bis zur 10. SSW ein Zytomegalie-Test möglich.
Für Schwangere, die viel Kontakt mit Katzen haben, kann ein Toxoplasmose-Test sinnvoll sein. Auch dieser wird meist zwischen der 9. und 12. SSW durchgeführt. Für Erwachsene ist der Toxoplasmose-Erreger meist harmlos, für das ungeborene Baby dagegen sehr gefährlich. Fällt der Toxoplasmose-Test positiv aus, behandelt der Arzt den Fötus mit Medikamenten.
Wenn Sie Ihr ungeborenes Baby auf mögliche Herzfehler und Trisomie 21 untersuchen wollen, können Sie zudem eine Nackenfaltenmessung beauftragen. Diese wird meist zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Auch ein Ersttrimester-Screening im gleichen Zeitraum kann Hinweis auf eine Trisomie liefern – hier untersucht der Arzt jedoch das Blut der Mutter. Mit einem nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) kann die Gynäkologin anhand der kindlichen DANN aus der Plazenta feststellen, ob eine Trisomie 13, 18 oder 21 vorliegt.
Diese sogenannten iGEL-Leistungen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nur bei einer Risikoschwangerschaft. Wenn Sie rechtzeitig eine private Zusatzversicherung wie die von DA Direkt abgeschlossen haben, trägt diese die Kosten jedoch auch bei einer „normalen“ Schwangerschaft.
Weitere wichtige Vorbereitungen
Gegen Ende des 1. Schwangerschaftstrimesters können Sie sich zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Dieser beginnt zwar erst ab der 26. SSW – doch oft gibt es weniger Plätze als werdende Mütter.
Ihrem Arbeitgeber sollten Sie Ihre Schwangerschaft möglichst früh mitteilen, auch wenn es keine Pflicht ist. Grund dafür: Dieser ergreift Maßnahmen, um Sie als Mutter zu schützen. So befreit er Sie beispielsweise von Nachtschichten und stellt sicher, dass Sie genügend Pausen einlegen können. Außerdem sind Sie ab diesem Moment unkündbar.
Auch bei der Hebammensuche gilt: Je früher, desto besser. Gerade in Großstädten sind die wenigen Hebammen schnell ausgebucht.
Übrigens: In der Schwangerschaft ist auch die richtige Ernährung wichtig. Dazu zählen frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte – und genügend Wasser, ungesüßte Schorlen oder Tee. Für die Entwicklung des Gehirns und das Wachstum des Embryos ist beispielsweise Folsäure essenziell. Während der Schwangerschaft können Mütter daher auf entsprechende Zusatzpräparate setzen.
Schwangerschaftskalender für das 2. Trimester
Embryo-Entwicklung im zweiten Trimester der Schwangerschaft
Zwischen der 14. und 18. SSW wird der Fötus aktiver: Er nuckelt am Daumen und „trinkt“ Fruchtwasser. Er greift um sich und bewegt sich im Mutterbauch. Außerdem härtet sein Skelett aus.
Sein Körper ist von Haarflaum und einer Art Schutzmasse umgeben, der sogenannten Käseschmiere.
Ab der 19. Schwangerschaftswoche ist das Geschlecht des Ungeborenen deutlich zu erkennen. Auch die Mimik ist ausgeprägter. Bis zur 22. SSW kann der Fötus vollständig hören. Sie können also durch den Babybauch Kontakt zu ihm aufnehmen und ihn an die Stimmen der Familienmitglieder gewöhnen.
Ab der 24. Schwangerschaftswoche entwickelt das ungeborene Baby außerdem einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Tritte und Stöße sind jetzt auch von außen spürbar.
Gegen Ende des zweiten Trimesters öffnet der Fötus seine Augen.
Das passiert bei der Mutter im 2. Trimester
Viele Mütter atmen zu Beginn des 2. Trimesters auf: die anfänglichen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit sind überstanden. Allmählich zeichnet sich ein kleines Bäuchlein ab. Dieses beeinträchtigt Sie aber kaum in Ihrer Bewegungsfreiheit.
Bei manchen Schwangeren bildet sich am Bauch ein länglicher Pigmentfleck, die sogenannte Linea Nigra. Sie verschwindet nach der Geburt wieder.
Zwischen dem Ende der 16. und der 20. Schwangerschaftswoche sind die Entwicklungen des Fötus im Babybauch auch für seine Mama spürbar: Sie merkt ab jetzt, wenn sich der Kleine bewegt.
Ab der 20. Schwangerschaftswoche ist der Babybauch schon deutlich größer – und damit auch die Gebärmutter. Bei manchen Frauen drückt sie auf die Organe – und löst so Sodbrennen, übermäßigen Harndrang oder Venenprobleme aus.
Um die 24. Schwangerschaftswoche kann es zu ersten Vorwehen kommen. Diese sind bis auf ein leichtes Ziehen im Unterleib schmerzlos, können aber mehrfach täglich auftreten.
Das sollten Sie im 2. Trimester der Schwangerschaft erledigen
Diese Vorsorge-Untersuchungen sollten Sie unbedingt wahrnehmen
In der 16. Schwangerschaftswoche findet die dritte Vorsorge-Untersuchung statt. Der Arzt kontrolliert unter anderem Ihren Blutdruck und die Urinwerte. Falls nötig führt er noch einen zweiten Röteln-Antikörpertest durch.
Zwischen der 19. und der 22. SSW steht die vierte Vorsorge-Untersuchung mit dem zweiten Ultraschall an. Wenn Sie möchten, kann Ihnen der Arzt nun mitteilen, ob Sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen. Wenn Sie sich für eine erweitere Basis-Ultraschalluntersuchung entscheiden, kontrolliert er außerdem die Funktionstüchtigkeit aller Organen.
Bei der fünften Vorsorge-Untersuchung in der 24. Schwangerschaftswoche überprüft die Ärztin unter anderem Ihr Gewicht, die Urinwerte und den Blutdruck. Gleiches gilt für den Herzrhythmus des Fötus.
Zwischen der 25. und der 28. Schwangerschaftswoche ist die 6. Vorsorge-Untersuchung fällig. Falls die Mutter einen anderen Rhesusfaktor hat als ihr Baby, spritzt der Arzt ihr sicherheitshalber eine Ladung Antikörper.
Ab der 25. SSW können Sie außerdem einen Zuckertest zur Früherkennung von Schwangerschaftsdiabetes durchführen lassen.
Weitere Vorsorge-Untersuchungen: Wichtig für Risikoschwangerschaften, freiwillig für alle möglich
In der 16. SSW ist eine Chorionzottenbiopsie möglich: hier entnimmt Ihr Frauenarzt mithilfe einer dünnen Kanüle Plazentagewebe, um genetische Krankheiten des Embryos zu erkennen.
Auch bei einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese), die bis zur 20. SSW stattfinden kann, geht es um die Früherkennung genetischer Erkrankungen.
Besteht die Gefahr, dass bei Ihrem Kind eine Anämie oder Infektion vorliegt, empfiehlt Ihr Arzt oft eine Nabelschnurpunktion ab der 18. SSW. Bei dieser invasiven Methode kann er Ihrem Embryo Medikamente verabreichen, eine Bluttransfusion legen oder wichtige Diagnosen treffen.
Sonstige Vorbereitungen
Ab der 14. SSW können Sie sich bei einer Geburtsklinik anmelden. Informieren Sie sich vorab gut über Ausstattung, Lage und Nachsorge-Angebote. Auch die Atmosphäre vor Ort ist wichtig. Bis spätestens zur 30. SSW sollten Sie sich für eine Klinik entscheiden und dort eintragen.
Um die 16. SSW sollten Sie als Mutter einen Zahnarzttermin vereinbaren. Grund dafür: Während der Schwangerschaft braucht Ihr Körper viel Calcium für die Knochen des Babys, daher haben Karies & Co. eine bessere Chance Ihr Gebiss zu schädigen.
Auch wenn es sehr früh erscheint, sollten Sie sich jetzt schon über mögliche Betreuungsplätze bei Kindertagesstätten informieren. Grund dafür: Es mangelt an genügend Kita-Plätzen. Vor allem in Großstädten ist die Lage noch schwieriger.
Um nach der Schwangerschaft den Rücken und Bauch zu alter Stärke zu verhelfen, lohnt sich ein sogenannter Rückbildungskurs. Dieser beginnt meist sechs bis acht Wochen nach der Geburt. Informieren Sie sich bereits jetzt über entsprechende Angebote, um sich rechtzeitig einen Platz zu sichern.
Der Partner der Mutter sollte spätestens jetzt mit seinem Arbeitgeber abklären, ob und wie lange er oder sie nach der Geburt Urlaub nehmen kann.
Theoretisch können Sie Ihr Baby bis zu drei Monate nach der Geburt bei Ihrer Krankenversicherung anmelden. Ihre Kinder sind normalerweise bis zum 18. Lebensjahr bei Ihnen mitversichert.
Das 2. Schwangerschaftstrimester ist außerdem ideal, sich Gedanken über die Aufteilung und Dauer der Elternzeit zu machen. Sie müssen diese spätestens sieben Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber beantragen – das kann bei der Mutter also schon eine Woche nach der Geburt der Fall sein.
Zwischen der 25. und der 27. SSW beginnen dann die meisten Geburtsvorbereitungskurse.
Schwangerschaftskalender für das 3. Trimester
Fötus-Entwicklung im dritten Trimester der Schwangerschaft
Zwischen der 28. und 32. SSW bilden sich die Organe Ihres Babys vollständig aus. Im dritten Trimester nimmt es außerdem deutlich zu, es wird eng in der Gebärmutter.
Bis zur 35. SSW hat sich der Fötus meist in die Geburtsposition bewegt – das heißt, er liegt mit dem Kopf nach unten.
Auch die 36. SSW ist ein wichtiger Meilenstein im 3. Trimester der Schwangerschaft: Bis dahin sind die Lungenbläschen vollkommen ausgereift. Das bedeutet: Ihr Baby kann nun auch außerhalb des Mutterleibs eigenständig atmen.
Sollte das Baby schneller auf die Welt kommen wollen, als berechnet, können Sie ab der 37. SSW aufatmen: Es gilt dann nicht mehr als Frühgeburt.
Das passiert bei der Mutter im 3. Trimester
Das 3. Trimester der Schwangerschaft ist für Mütter meist sowohl das spannendste als auch leider das anstrengendste. Ab der 28. Schwangerschaftswoche schreitet die Entwicklung des Babybauchs nochmal stark voran. Das macht Bewegungen für Schwangere beschwerlich. Schon Schuhebinden wird dann zur großen Herausforderung. Gerade jetzt sollte der Partner für die werdende Mutter da sein und diese tatkräftig unterstützen.
Außerdem werden viele werdende Mütter von Kurzatmigkeit geplagt. Auch Sodbrennen, Wassereinlagerungen und Wadenkrämpfe sind keine Seltenheit. Diese Beschwerden lassen jedoch meist gegen Ende des 3. Schwangerschafts-Trimesters nach.
Ab der 32. Schwangerschaftswoche treten die sogenannten Senkwehen auf. Die Gebärmutter samt Baby senkt sich ins Becken – daher der Name. Diese Wehen sind meist nur leicht schmerzhaft und treten in unregelmäßigen Abständen auf.
Mit den Eröffnungswehen beginnt dann die erste Phase der Geburt – diese dauert bis zu zwölf Stunden an. Die Wehen können sehr schmerzhaft sein. Sobald Sie diese spüren, sollten Sie sich auf den Weg ins Krankenhaus machen – und sich auf Ihr neues Familienmitglied freuen.
Das sollten Sie im 3. Trimester der Schwangerschaft erledigen
Diese Vorsorge-Untersuchungen sollten Sie unbedingt wahrnehmen
Im Zeitraum von der 29. bis zur 32. SSW sollten Sie die siebte Vorsorge-Untersuchung einplanen – diese findet gemeinsam mit dem dritten Ultraschall-Screening der Schwangerschaft statt. Der Arzt vermisst den Kopf- und Bauchumfang des Babys. Außerdem berechnet er dessen ungefähres Geburtsgewicht. Wer möchte, kann freiwillig ein 3D-Ultraschall-Screening machen – und so sein Ungeborenes noch besser sehen.
Ab der 32. Schwangerschaftswoche finden die Vorsorge-Untersuchungen im zweiwöchigen Rhythmus statt. Jetzt ist auch ein Hepatitis-B-Bluttest möglich, um Ihr Kleines vor einer möglichen Infektion zu schützen.
Bei der achten Vorsorge-Untersuchung in der 34. SSW überprüft der Arzt erneut wichtige Werte der Mutter und des Fötus.
Bei der neunten Vorsorge-Untersuchung in SSW36 kontrolliert der Gynäkologe zusätzlich die Lage des Fötus im Babybauch.
Die zehnte und normalerweise letzte Vorsorge-Untersuchung der Schwangerschaft findet zwischen der 38. und der 40. SSW statt. Sollte Ihr Baby zum prognostizierten Geburtstermin noch nicht geboren sein, finden nun alle zwei Tage Kontrolluntersuchungen statt. Grund zur Sorge ist dies jedoch nicht – viele Babys lassen sich etwas mehr Zeit.
Weitere Vorsorge-Untersuchungen: Wichtig für Risikoschwangerschaften, freiwillig für alle möglich
Zwischen der 35. und der 37. Schwangerschaftswoche kann der Gynäkologe einen Streptokokken-Test machen – falls der Abstrich positiv ausfällt, bekommen Sie einmalig ein Antibiotikum. Denn diese Bakterien können bei Ihrem Baby eine Lungen- oder Hirnhautentzündung auslösen.
Sonstige Vorbereitungen
Packen Sie die Kliniktasche für die Geburt am besten schon zu Beginn des 3. Schwangerschaftstrimesters – eine Checkliste dafür finden Sie unserem Geburtsklinik-Ratgeber.
Bei unverheirateten Eltern ist die Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt auch jetzt schon möglich. Der Besuch beim Amt ist auch noch nach der Geburt möglich – allerdings sparen Sie sich einiges an Stress, wenn Sie es bereits jetzt erledigen. Gleiches gilt für die Sorgeerklärung. Damit bekommen unverheiratete Väter das Sorgerecht, das andernfalls alleine der Mutter zustünde.
Sechs Wochen vor dem berechneten Geburtstermin beginnt in der Regel der Mutterschutz für erwerbstätige Frauen– nehmen Sie sich Zeit für Ihre Bedürfnisse und hören Sie auf Ihren Körper. Nun können Sie auch Mutterschaftsgeld bei Ihrer Krankenkasse beantragen.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Schwangerschaftskalender“
Wie viele Wochen ist man schwanger?
Im Durchschnitt dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen – viele Babys kommen aber auch ein bisschen früher oder später zur Welt.
Ich bin schwanger – wann muss ich zum Frauenarzt?
Sobald der Schwangerschaftstest positiv ausfällt und die erste Periode ausbleibt, sollten Sie einen Termin beim Gynäkologen vereinbaren.
Wann muss ich die Elternzeit beantragen?
Egal, ob Mutter oder Vater – die Elternzeit müssen Sie spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Start Ihrer Elternzeit bei Ihrem Arbeitgeber beantragen.
Wann kann ich Mutterschaftsgeld beantragen?
Etwa sechs Wochen vor dem berechneten Geburtstermin können Sie bei Ihrer Krankenkasse den Antrag auf Mutterschaftsgeld einreichen.
Ab wann soll ich eine Hebamme suchen?
Am besten gehen Sie so früh wie möglich auf die Suche nach einer guten Hebamme – denn diese kann Sie bereits während Ihrer Schwangerschaft unterstützen.
Mutterpass – wann bekomme ich ihn vom Gynäkologen?
Ihren Mutterpass erhalten Sie, sobald der Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt.
Geburtsvorbereitungskurs – wann muss ich mich anmelden und wann beginnt er?
Gegen Ende des 1. Schwangerschaftstrimesters können Sie sich beim Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Dieser startet dann meist zwischen der 25. und 27. Schwangerschaftswoche.
Zuckertest in der Schwangerschaft – wann ist er fällig?
Ab der 25. SSW können sich werdenden Mütter auf Schwangerschaftsdiabetes testen lassen.
Schwangerschaft – wann soll ich ein Krankenhaus zur Geburt suchen?
Je früher Sie sich über Geburtskliniken in Ihrer Nähe informieren, desto besser. Die Anmeldung dort sollten Sie zwischen der 14. und der 20. Schwangerschaftswoche vornehmen.
Angelika Dick, 09.03.2026