Die Kosten für eine Zahnplombe hängen ab von...
Zahnfüllungen: Arten und Kosten
Amalgamfüllung: Kosten
Amalgam ist das günstigste Material für Zahnfüllungen. Die Legierung aus Silber, Kupfer, Zinn, Zink und Quecksilber ist vor allem bei größeren Zahnschäden im Seitenzahnbereich aktuell die Standardversorgung. Amalgamfüllungen sind sehr stabil und halten Kaubelastungen bestens stand. Eine Amalgamfüllung kostet zwischen 20 und 40 Euro.
Wichtig zu wissen: Ab Anfang 2025 sind in der gesamten Europäischen Union neue Füllungen aus Amalgam verboten. Das darin enthaltene Quecksilber wirkt sich negativ auf die Umwelt aus, die Verwendung ist daher nicht nachhaltig. Der Einsatz des Materials für Zahnfüllungen war auch aus gesundheitlichen Gründen schon länger umstritten. Beim Einsetzen oder Entfernen der Füllungen können nämlich giftige Quecksilberdämpfe entstehen. Diese schädigen Gehirn, Immunsystem, Lunge und Nieren. Alle Details zum Amalgamverbot lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema.
Kunststoff- oder Kompositfüllung: Kosten
Kompositfüllungen sind etwas teurer als Amalgamfüllungen. Sie bestehen aus Kunststoff und Füllstoffen wie Quarz, Glas und Keramik. Sie eignen sich besonders gut für kleinere Defekte im vorderen, sichtbaren Zahnbereich. Das Material kann gut an die Zahnfarbe angepasst werden. Der Zahnarzt setzt die formbare Masse als einzelne Schicht oder im Mehrschichtverfahren ins präparierte Zahnloch ein, wo es es mit UV-Licht aushärtet. Die weiße Zahnfüllung kostet je nach Größe etwa 60 bis 200 Euro.
Zementfüllungen: Kosten
Bei Zementfüllungen handelt es sich um mineralischen Zement, sogenannten Glasionomer-Zement. Er wird vor allem für provisorische Füllungen verwendet – zum Beispiel nach einer Wurzelbehandlung oder für defekte Milchzähne. Provisorische Zahnfüllungen sind kostenlos für Sie, da die gesetzlichen Krankenkassen sie komplett bezahlen.
Keramikfüllung: Kosten
Eine Zahnfüllung aus Keramik ist genau genommen eine Einlagefüllung oder ein Inlay. Anders als Kompositfüllungen werden Inlays nach einem Zahnabdruck im Labor hergestellt. Anschließend setzt der Zahnarzt das Inlay als Festkörper in das präparierte Zahnloch ein und verklebt es mit dem Zahn. Keramik-Inlays sind besonders gut verträglich und halten länger als Amalgam- oder Kunststofffüllungen. Zudem unterscheiden sie sich optisch kaum vom natürlichen Zahn. Material und Herstellung sind vergleichsweise teuer – die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen lediglich die Kosten einer Standardversorgung. Eine Zahnfüllung aus Keramik kostet ca. 350 bis 550 Euro.
Goldfüllung: Kosten
Bei Goldfüllungen lassen sich sogenannte Goldhämmerfüllungen und Gold-Inlays unterscheiden. Bei der Goldhämmerfüllung trägt Ihr Zahnarzt extrem dünne Goldfolien auf die geschädigte Zahnstelle auf. Diese Art der Füllung eignet sich für kleine Defekte an Zahnhälsen. Der Nachteil: Die behandelte Stelle ist deutlich sichtbar. Zudem sind solche Goldfüllungen mit rund 300 Euro relativ teuer. Gold-Inlays sind in der Herstellung in etwa so aufwendig wie Keramik-Inlays und kosten zwischen 450 und 700 Euro pro Zahn.
Gut zu wissen: Sie haben eine zweijährige Garantie auf alle Zahnfüllungen. Wird eine Füllung in diesem Zeitraum undicht oder fällt sie heraus, muss der Zahnmediziner die Zahnfüllung kostenlos erneuern.
Zahnfüllungen: Kosten (ohne Versicherung und pro Zahn) im Überblick
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Material
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Kosten
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Farbe
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Stelle im Gebiss
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Amalgamfüllung
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ca. 20 bis 40 Euro
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silberfarben
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Seiten- und Backenzähne
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Kunststoff-/Kompositfüllung
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ca. 60 bis 200 Euro
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zahnfarben
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Front- und Seitenzähne
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Zementfüllung
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ca. 20 bis 40 Euro
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Hell, matt
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Milchzähne, provisorische Füllungen
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Keramikfüllung oder -Inlay
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ca. 350 bis 550 Euro
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zahnfarben
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Seiten- und Backenzähne
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Goldfüllung oder -Inlay
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ca. 450 bis 700 Euro
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goldfarben
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Seiten- und Backenzähne
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Welche Zahnfüllungen Kassenleistungen sind, erfahren Sie im nächsten Absatz.