Bei einem Unfall ist schnelles Handeln gefragt: Sie müssen die Unfallstelle korrekt absichern und den Verletzten helfen, bis die Rettungskräfte eintreffen. Das alles lernen Sie im Erste-Hilfe-Kurs, der für Führerschein-Anwärter Pflicht ist. Wie Sie die Bescheinigung für den Erste-Hilfe-Kurs bekommen, welche Inhalte Sie erwarten und wo Sie den Kurs machen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Spätestens wenn Sie sich zur Führerscheinprüfung anmelden, benötigen Sie einen Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein. Egal, ob Sie einen Auto-, Lkw- oder Motorrad-Führerschein machen – seit 1. April 2015 gibt es einen einheitlichen Erste-Hilfe-Kurs für alle Führerscheinklassen. Der Grund: An einem Unfallort sind die Anforderungen an Ersthelfer gleich.
Wie lang dauert ein Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein?
Der Erste-Hilfe-Kurs für alle Führerscheine – von Pkw bis Bus – dauert 9 Stunden. Genau genommen handelt es sich um
neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Das ist in § 19 der Fahrerlaubnisverordnung festgelegt. Sie können den Erste-Hilfe-Kurs für die Fahrschule somit an einem Tag absolvieren.
Bis 2016 war das anders geregelt: Bei einem Erste-Hilfe-Kurs für einen Lkw- oder Busführerschein mussten Sie mit einer Dauer von 16 Stunden bzw. Unterrichtseinheiten rechnen. Wenn Sie einen Pkw- oder Motorrad-Führerschein wollten, war ein Erste-Hilfe-Grundkurs über 8 Stunden – der sogenannte „kleine“ Erste-Hilfe-Kurs oder „Rotkreuzkurs“ – ausreichend. Dabei haben Führerscheinanwärter vor allem gelernt, wie sie lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten.
Gut zu wissen: Auch bei einer Führerscheinerweiterung auf Motorrad (meistens von Klasse B auf BE oder A) reicht ein bereits absolvierter „kleiner“ Erste-Hilfe-Kurs nicht aus.