HU – was klingt wie der Schlachtruf der isländischen Fußballfans, zählt zu den wichtigsten Terminen für Fahrzeughalter: Die Hauptuntersuchung ist seit 1951 in Deutschland für alle Kraftfahrzeuge und Anhänger verpflichtend. Sie ist auch als "TÜV" bekannt. Daher nutzen auch wir diesen allgemeingültigen Begriff in diesem Ratgeber analog zur Hauptuntersuchung. Bei dieser Überprüfung wird Ihr Fahrzeug auf seine Verkehrstüchtigkeit gecheckt.
Dafür brauchen Sie die Hauptuntersuchung
Nur wenn Ihr Auto die Hauptuntersuchung (HU) besteht, darf es öffentliche Straßen befahren. So will der Staat die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten. Wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen, benötigen Sie die TÜV-Bescheinigung außerdem zur Kfz-Anmeldung bei der Zulassungsstelle.
Wenn das Fahrzeug ein Neuwagen ist, können Sie das Auto ohne TÜV anmelden. Auch mit einem Kurzzeitkennzeichen können Sie das Auto ohne TÜV zulassen. Damit dürfen Sie aber nur zur nächsten Prüfstelle oder Werkstatt fahren.
Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung
Bis 2010 gab es für die Abgasuntersuchung (AU) bei Benzinern und Diesel-Fahrzeugen einen eigenen Termin und eine spezielle Prüfplakette. Inzwischen ist die Abgasuntersuchung (AU) fester Bestandteil der Hauptuntersuchung Ihres Autos. Allerdings können Sie sie auch schon bis zu zwei Monate vor der HU in der Werkstatt machen. Wenn Ihr Fahrzeug HU und AU besteht, bekommt es die TÜV-Plakette. Übrigens: Gelb, Blau oder Braun – die Farbe der TÜV-Plakette gibt Aufschluss über das Jahr, in dem die Prüfeinrichtung sie vergeben hat. Wie Sie die Plakette der HU richtig ablesen, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Eigentlich wollte die Bundesregierung im Januar 2021 eine spezielle Partikelzahlmessung in die Abgasuntersuchung für Diesel-Fahrzeuge integrieren. Doch inzwischen hat sie die Anpassung der AU für Dieselmotoren auf unbestimmte Zeit verschoben. Weitere Details gibt es in unserem Ratgeber zur Abgasuntersuchung,
Da früher nur der TÜV Abgasuntersuchungen und Hauptuntersuchungen durchgeführt hat, sind beide Tests auch als "TÜV" bekannt. Inzwischen gibt es weitaus mehr Prüfstellen für die HU. Trotzdem lesen Sie auch heute noch häufig, dass jemand den "TÜV" in der Werkstatt oder bei der Dekra macht. Wo Sie Ihr Fahrzeug untersuchen lassen können, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
Prüfstellen für die HU – hier gibt's den Check-Up für Ihr Fahrzeug
Ihr Fahrzeug können Sie unter anderem bei diesen Institutionen und Einrichtungen testen lassen:
- beim TÜV (Technischer Überwachungsverein)
- bei der DEKRA (Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein)
- bei der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung)
- bei der KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger)
- in der TÜV-zertifizierten Autowerkstatt
Wie die HU genau abläuft und was passiert, wenn Sie den TÜV überziehen, lesen Sie im nächsten Absatz.