Ob Maine Coon oder Europäisch Kurzhaar: dreifarbige Glückskatzen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Warum die Katzen mit besonderer Fellzeichnung für günstige Umstände sorgen sollen und weshalb die wenigsten Glückskatzen männlich sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Verschiedene Bezeichnungen für Glückskatzen
Die Glückskatze ist auch als Tricolor-Katze bekannt – denn ihr Fell ist dreifarbig. In englischsprachigen Regionen ist dagegen die Bezeichnung Calico-Katze sehr geläufig – benannt nach dem bunten Baumwollstoff Kaliko. In Frankreich hört man hin und wieder den Namen Isabelle für dreifarbige Stubentiger.
Wie sieht eine Glückskatze aus?
Eine Glückskatze hat immer
drei bestimmte Farben: Schwarz, Weiß und Rot. Ob langes oder kurzes Fell spielt dabei keine Rolle. Auch die Verteilung und das Verhältnis der Farben sind egal.
Hat das Fell dagegen drei andere Farben – beispielsweise Grau, Schwarz und Weiß – handelt es sich
nicht um eine Glückskatze.
Woher kommen die besonderen Farben der Glückskatze?
Für die besondere Fellzeichnung der Tricolor-Katze ist das sogenannte „Scheckungs-Gen“ verantwortlich. Es sorgt für die weißen Flecken des Stubentigers.
Grundsätzlich verfügen nämlich alle Stubentiger über die Grundfellfarben Rot und Schwarz. Über die Fellfarbe entscheidet bei Katzen das X-Chromosom – da ein Kater normalerweise nur über ein X-Chromosom verfügt, kommt die Kombination aus Rot und Schwarz meist bei weiblichen Tieren vor. Ist zusätzlich das Scheckungs-Gen aktiv, entsteht die besondere rot-schwarz-weiße Fellfärbung der Glückskatze.
Manche Kater haben aufgrund einer Mutation jedoch die Chromosomen-Kombi XXY; in diesen Fällen kann auch eine Glückskatze männlichen Geschlechts entstehen. Diese sind jedoch unfruchtbar.
Das Wesen der Glückskatzen
Glückskatzen zeigen kein wissenschaftlich nachgewiesenes, typisches Einheitswesen. Dennoch schildern viele Halter sie als lebhaft, eigenwillig und manchmal recht eigensinnig – oft mit einer besonderen Mischung aus Verspieltheit und einer gewissen „Zickigkeit“. Ihre Persönlichkeit wird meist als deutlich ausgeprägt wahrgenommen, mit Merkmalen wie Unabhängigkeit, Intelligenz und gelegentlicher Launenhaftigkeit. Diese Eigenschaften werden häufig mit dem Mythos des „Glücksbringers“ verknüpft, der sie in den Augen vieler Menschen zu etwas Besonderem macht.
Typische, oft erwähnte Charakterzüge:
- Eigenständig und willensstark: Sie gelten als selbstbewusst, unabhängig und wissen genau, was sie wollen.
- Temperamentvoll: Viele wirken sehr verspielt, können aber auch schnell gereizt oder „zickig“ reagieren.
- Schlau und gesprächig: Zahlreiche Halter berichten von klugen, aufmerksamen und kommunikativen Katzen.
- Liebevoll und ausgleichend: Trotz ihres Temperaments werden sie auch als sanft, anhänglich und durchaus verschmust beschrieben.
Glückskatzen neigen zu Sommersprossen, sogenannte Lentigines
Verfärbungen (dunkle Flecken) auf den Lippen von Tricolor-Katzen sind meist harmlos und heißen Lentigines (ähnlich Sommersprossen). Diese meist gutartigen, dunklen Pigmentflecken, entstehen durch eine Melaninansammlung und treten bei vielen Katzen, besonders mit roten und Tricolor-Genen, auf; sie sind meist flach und harmlos und vermehren sich mit dem Alter.
Jedoch sollte man sie vom Tierarzt prüfen lassen, um ernstere Ursachen wie Katzenakne, Infektionen oder selten Melanome auszuschließen. Achten Sie darauf, ob die Flecken erhaben sind oder die Katze Schmerzen hat, was auf ein Problem hindeuten könnte.
Unterschied zwischen Schildpatt- und Glückskatzen
Auch eine Schildpattkatze
hat drei Farben, ist meist weiblich und kann verschiedenen Katzenrassen angehören. Hier enden aber schon die Gemeinsamkeiten zwischen der Schildpatt- und der Glückskatze. Im Gegensatz zur Glückskatze sind bei der Schildplattkatze die
Fellfarben Rot und Schwarz in Kombination mit anderen Tönen Standard – beispielsweise Creme und/oder Braun.