Winterreifen haben ein anderes Profil als Sommerreifen; sogenannte Lamellen verhindern, dass Ihr Auto von der Straße abkommt. Außerdem unterscheiden sich die beiden Reifentypen hinsichtlich ihrer Gummimischung: Der Gummi von Winterreifen ist deutlich weicher und haftet so auch bei eisigen Temperaturen und nassem Belag besser auf der Straße.
Wenn Sie bei Schnee und Eis ohne Winterreifen fahren, gefährden Sie nicht nur sich und andere Verkehrsteilnehmer. Sommerreifen im Winter bedeuten auch hohe Strafen für Sie als Fahrer. Und das kann schnell teuer werden:
- Werden Sie mit Sommerreifen im Winter erwischt, kostet das ein Bußgeld von 60 Euro.
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Behindern Sie dadurch den Verkehr, zahlen Sie sogar 80 Euro. Zusätzlich bekommen Sie einen Punkt in Flensburg.
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Wenn Sie andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen, sind Ihnen 100 Euro Strafe und ein Punkt sicher.
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Kommt es zu einem Unfall wegen fehlender Winterreifen, steigt der Betrag auf 120 Euro.
Zudem riskieren Sie, dass der Versicherungsschutz Ihrer Kfz-Haftpflicht- sowie Ihre Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung wegen fahrlässigen Verhaltens nicht greift. So bleiben Sie im Fall der Fälle auf den Schadenkosten sitzen.
Ganzjahresreifen gelten zwar offiziell als Winterreifen, sind aber nur bedingt empfehlenswert: Sie eignen sich nur für Autofahrer, die in Gebieten mit milden Wintern wohnen und keinen Urlaub in schneereichen Gebieten oder im Süden Europas planen.
Übrigens: Wenn von "Winterreifenwechsel" oder "Winterpneus wechseln" die Rede ist, bedeutet das eigentlich, dass Sie die kompletten Räder austauschen. Eigentlich ist der Begriff "Radwechsel" daher treffender. Da der Ausdruck "Winterräder wechseln" jedoch kaum verwendet wird, bleiben wir auch in diesem Ratgeber bei der Formulierung "Winterreifen wechseln".
Wann man auf Winterreifen wechseln sollte, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.