
Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung? Drei Entscheidungshilfen & Tipps

Das Wichtigste in Kürze
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Die Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland für alle Fahrzeuge gesetzlich vorgeschrieben – die Kaskoversicherung schützt Sie zusätzlich bei Schäden an Ihrem eigenen Auto.
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Die Teilkasko übernimmt Kosten für Schäden durch äußere Einflüsse wie Diebstahl, Hagel, Tierunfälle oder Marderbisse.
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Die Vollkasko bietet den optimalen Rundumschutz: Sie zahlt zusätzlich bei Vandalismus sowie für selbstverschuldete Schäden (z.B. Parkschäden,) am eigenen Fahrzeug.
Wann ist eine Vollkasko oder Teilkasko sinnvoll?
Voll- oder Teilkaskoversicherungen zahlen Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug. Die Vollkaskoversicherung deckt im Unterschied zur Teilkasko zusätzlich selbstverschuldete Schäden ab, wie zum Beispiel Parkschäden an Ihrem eigenen Auto. Sie ist der Rundumschutz unter den Autoversicherungen und lohnt sich vor allem bei Neuwagen.
Was ist der Unterschied zwischen Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko?
Die Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung: Ohne diese können Sie Ihr Auto nicht zulassen. Die Versicherung zahlt bei Schäden, die Sie anderen mit Ihrem Auto zufügen.
Eine Kaskoversicherung ist dagegen freiwillig. Sie können sie zusätzlich abschließen, um von einem umfangreicheren Versicherungsschutz zu profitieren. Dabei können Sie zwischen Teilkasko oder Vollkasko wählen.
Mit einer Teilkasko sind Sie zum Beispiel bei Schäden durch Diebstahl, Sturm und Hagel, Glasschäden durch Steinschlag und Tierunfällen versichert. Die Vollkasko enthält alle Leistungen der Teilkasko und übernimmt zusätzlich Kosten für Schäden durch selbstverschuldete Unfälle und durch Vandalismus.
Ein Vergleich von Vollkasko und Teilkasko zeigt aber: Durch die umfassenden Leistungen der Vollkasko ist der Rundumschutz die teuerste Wahl. Laut Statista betrug die Jahresprämie 2018 in der Kfz-Vollkaskoversicherung durchschnittlich etwa 331 Euro.
Tipp 1: Vollkasko bei Neuwagen, Leasing oder Kredit
Vollkasko oder Teilkasko – was ist besser? Wann sich eine Vollkasko lohnt, hängt vor allem vom Wert Ihres Fahrzeuges ab. Besonders wichtig ist eine Vollkaskoversicherung für neue Fahrzeuge – hier können Schäden schnell teuer werden. Für Leasingfahrzeuge oder kreditfinanzierte Fahrzeuge sollten Sie immer eine Vollkaskoversicherung abschließen. Benötigen Sie das Fahrzeug beruflich, gibt es in der Vollkaskoversicherung schnell einen Ersatzwagen, wenn Sie einen brauchen – ohne zusätzliche Kosten.
Ob bei einem Gebrauchtwagen Vollkasko oder Teilkasko die bessere Wahl ist? Generell gilt die Faustregel: Ist Ihr Auto fünf Jahre oder älter, lohnt sich die Vollkasko meist nicht mehr.
Und für Neulenker gilt: Eine Vollkasko oder Teilkasko für Fahranfänger ist auf jeden Fall ratsam – bei fehlender Verkehrserfahrung kommt es nämlich besonders schnell zu Unfällen und Parkschäden.
Tipp 2: Prüfen Sie nach fünf Jahren den Wechsel von Vollkasko auf Teilkasko
Wann Sie Ihre Vollkasko in eine Teilkasko umwandeln sollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Generell gilt: Ist Ihr Auto älter als fünf Jahre, kann es sich lohnen, in die Kfz Teilkasko zu wechseln. Wie lange sich wiederum eine Teilkasko rechnet, hängt neben dem Alter auch vom Wert des Kraftfahrzeugs ab.
Das finden Sie heraus, wenn Sie die Kosten eines möglichen Diebstahls oder Hagelschadens mit den Beiträgen für die Teilkasko gegenüberstellen. Wenn Beitrag und Kosten auf einem ähnlichen Level sind, rechnet sich die Teilkasko nicht mehr.
Wie unterscheiden sich Kfz-Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko im Detail?
Die Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung. Ohne diese können Sie Ihr Auto nicht zulassen. 2023 gab es in Deutschland insgesamt 70,4 Millionen Haftpflicht-Verträge. Die Versicherung zahlt bei Schäden, die Sie anderen mit Ihrem Auto zufügen.
Eine Kaskoversicherung ist dagegen freiwillig. Sie können sie zusätzlich abschließen, um Schäden an Ihrem eigenen Auto abzusichern. Dabei wählen Sie zwischen zwei Schutzstufen:
Die Teilkasko deckt unter anderem ab:
- Diebstahl des Fahrzeugs oder von Zubehör
- Unwetterschäden durch Sturm, Hagel und Blitzschlag
- Glasschäden (z.B. Steinschlag in der Windschutzscheibe)
- Tierunfälle (z.B. Wildschäden))
Die Vollkasko bietet erweiterten Schutz und übernimmt:
- alle Leistungen der Teilkasko
- Kosten für Schäden durch selbstverschuldete Unfälle
- Park- und Rangierschäden am eigenen Auto (z.B. Schrammen nach dem Einparken oder bei Fahrerflucht des Verursachers)
- Reparaturkosten bei mutwilliger Beschädigung durch Fremde (Vandalismus)

Tipp zur Teilkasko in ländlichen Regionen: passenden Schutz bei Wildunfällen finden
Tierunfälle passieren besonders häufig auf Landstraßen. Wohnen Sie in einem ländlichen Gebiet, prüfen Sie unbedingt, welche Tierunfälle Ihre Teilkasko abdeckt. Das unterscheidet sich je nach Anbieter stark: Viele Basis-Tarife versichern ausschließlich Schäden durch sogenanntes Haarwild (wie Rehe oder Wildschweine). Achten Sie deshalb darauf, ob Ihre Teilkasko auch Unfälle mit weiteren Tieren einschließt.
Wie setzen sich die Kosten für Vollkasko und Teilkasko zusammen?
Ihr Beitrag für die Kaskoversicherung beruht auf folgenden Faktoren:
- Die Typklasse: Sie basiert auf statistischen Daten. Je seltener ein Fahrzeugmodell gestohlen wird und je günstiger die durchschnittlichen Reparaturkosten dafür sind, desto besser ist die Typklasse. Dementsprechend günstiger ist Ihr Beitrag.
- Die Regionalklasse: Auch der Ort, an dem Sie Ihr Auto zulassen, beeinflusst den Preis.
Je besser die Schadenbilanz eines Zulassungsbezirks ist, desto niedriger fällt Ihr Beitrag aus. - Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse): Wer lange unfallfrei fährt, sichert sich einen hohen Schadenfreiheitsrabatt. Das senkt die Kosten für die Vollkasko. Gut zu wissen: Bei der Teilkasko gibt es diesen Rabatt nicht, da Sie auf Unwetter oder Steinschläge keinen Einfluss haben.
- Individuelle Tarifmerkmale: Die jährliche Kilometerleistung, das Parken in einer sicheren Garage oder Vereinbarungen mit einer Werkstatt (sogenannte Werkstattbindung) können den Versicherungsbeitrag zusätzlich senken.
Tipp: Ermitteln Sie im Online-Tarifrechner für Vollkasko und Teilkasko den exakten Beitrag für Ihr Fahrzeug – mit nur wenigen Klicks.

Clever sparen durch Selbstbeteiligung: Ob Teilkasko oder Vollkasko – vereinbaren Sie einen Eigenanteil im Schadensfall, senken Sie damit Ihre Versicherungsprämie. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie legen einen Betrag fest, zum Beispiel 150 Euro. Dafür reduziert der Versicherer Ihre Prämie. Schon eine geringe Selbstbeteiligung kann sich lohnen – natürlich bestimmen Sie die Höhe der Selbstbeteiligung selbst.
Vollkasko oder Teilkasko – was ist besser?
Welche Kfz-Versicherung sich für Sie lohnt, hängt ganz von Ihrer persönlichen Lebenssituation und Ihrem Fahrzeug ab.
Unsere drei goldenen Faustregeln helfen Ihnen bei der Auswahl:
Entscheidungshilfe Nr. 1: Vollkasko bei Neuwagen, Leasing oder Kredit
Besonders bei Neuwagen lohnt sich die Vollkasko, da Schäden schnell teuer werden. Auch bei geleasten oder kreditfinanzierten Fahrzeugen ist der Rundumschutz meistens Pflicht. Wer beruflich absolut auf das Auto angewiesen ist, profitiert bei der Vollkasko im Ernstfall zudem von einem schnellen, kostenfreien Ersatzwagen.
- Die Faustregel für Gebrauchtwagen: Ist Ihr Auto älter als fünf Jahre, reicht der Wechsel in die Teilkasko oft aus.
- Für Fahrbegeisterte ohne lange Fahrpraxis: Wer gerade erst den Führerschein gemacht hat, greift am besten zur Vollkasko für Fahranfänger . Ohne lange Routine im Straßenverkehr kommt es statistisch gesehen schneller zu kleinen Parkschäden oder Remplern.
Entscheidungshilfe Nr. 2: Prüfen Sie nach fünf Jahren den Wechsel von Vollkasko auf Teilkasko
Wann Sie Ihre Vollkasko am besten in eine Teilkasko umwandeln, hängt von mehreren Faktoren ab. Als Faustregel gilt: Ist Ihr Auto älter als fünf Jahre, lohnt es sich meist, in die günstigere Kfz-Teilkasko zu wechseln. Wie lange sich diese wiederum rechnet, hängt neben dem Alter auch vom Restwert des Fahrzeugs ab.
Das finden Sie ganz einfach heraus, indem Sie die Kosten eines möglichen Diebstahls oder Hagelschadens mit den Beiträgen für die Teilkasko gegenüberstellen. Wenn Beitrag und Kosten auf einem ähnlichen Level sind, rechnet sich die Teilkasko nicht mehr.
Entscheidungshilfe Nr. 3: Für die Stadt – Vandalismus deckt meist zahlt oft nur die Vollkasko ab
Als Vandalismus gilt im Versicherungssprech die mut- oder böswillige Beschädigung Ihres eigenen Autos durch fremde Personen. Je anonymer die Gegend, desto größer die Gefahr von Vandalismus. Daher kommt er vor allem in Großstädten vor: Jemand streift Ihr parkendes Auto mit dem Fahrrad und fährt einfach weiter oder schlägt betrunken die Seitenscheibe ein.
Als Vandalismus-Schaden zählen:
- Mutwillige Beschädigungen am Fahrzeugkörper: Zerkratzter Lack, abgebrochene Antennen oder ähnliche Schäden ohne Diebstahlabsicht gelten als Vandalismus. Solche Vandalismusschäden am Fahrzeugkörper sind bei DA Direkt über die Vollkasko versichert. Die Teilkasko übernimmt in diesem Zusammenhang nur Glasschäden, z. B. zerbrochene Scheiben, als Glasbruchereignis.
- Böswillige Beschädigung im Innenraum: Wird in Ihr Auto eingebrochen und dabei ein fest eingebautes Radio gestohlen, ist dieser Diebstahl über die Teilkasko versichert. Entstehen dabei zusätzlich mut- oder böswillige Schäden im Innenraum (z. B. beschmierte oder beschädigte Sitze), sind diese – sofern sie im Zusammenhang mit diesem Einbruch stehen und kein Basis-Tarif mit entsprechenden Einschränkungen vereinbart wurde – über die Vollkasko versichert.

Ob Vollkasko oder Teilkasko: So geht’s schnell zur Wunschversicherung
Ihre Autoversicherung können Sie bei DA Direkt jährlich jeweils zum Ablauf der Versicherungsperiode wechseln – die Kündigungsfrist beträgt einen Monat.
Wenn Ihr Versicherungsvertrag zum Beispiel am ersten Januar beginnt, muss eine Kündigung spätestens zum 30.11. bei der Versicherung vorliegen.
Melden Sie einen Schaden oder erhöht sich ihr Beitrag – ohne, dass sich die Leistungen bessern – können Sie Ihren Vertrag dank Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats kündigen.
Wechseln Sie Ihr Fahrzeugs oder lassen es neu zu, können Sie sich jederzeit für die Versicherungsgesellschaft Ihrer Wahl entscheiden.
Alle Details und Tipps zum Thema „Versicherungswechsel“ gibt’s im Ratgeber.
Häufige Fragen und Antworten zum Thema „Vollkasko oder Teilkasko“
Welche Schäden deckt die Teilkasko ab?
Die Teilkasko übernimmt die Kosten für Beschädigungen an Ihrem Wagen, die durch äußere Einflüsse entstehen. Dazu zählen Elementarschäden durch Sturm und Hagel, Steinschläge, Wildunfälle sowie Diebstahl. Mehr Details zu den Leistungen lesen Sie oben im Text oder in unserem Ratgeber zum Thema „Teilkasko“.
Ist es möglich, während des Jahres von Vollkasko auf Teilkasko zu wechseln?
Das hängt davon ab, welche Laufzeit Ihr Vertrag hat und ob Sie ein Sonderkündigungsrecht haben. Wollen Sie fristgerecht bei einem Vertrag mit Laufzeit Ende des Jahres wechseln, funktioniert eine unterjährige Kündigung leider nicht. Anders sieht es beispielsweise aus, wenn Sie einen Schaden gemeldet haben: Ab dem Zeitpunkt der Bearbeitung besitzen Sie ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht. Alle Details zum Versicherungswechsel gibt es in unserem Ratgeber.
Wie wirkt sich ein Schaden in Vollkasko und Teilkasko auf den Versicherungsbeitrag aus?
In der Vollkasko werden Sie nach einem Schaden möglicherweise im nächsten Jahr in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Dementsprechend steigt Ihr Beitrag. In der Teilkasko gibt keine SF-Klassen. Ihr Beitrag bleibt nach einem gemeldeten Teilkaskoschaden also in der Regel stabil.
Warum gibt es in der Teilkasko keine SF-Klassen?
Das liegt daran, dass Sie auf die in der Teilkasko versicherten Schäden selbst keinen oder wenig Einfluss haben. Ob ein Steinschlag die Scheibe trifft oder ein Wildtier auf die Fahrbahn läuft, hängt von der Umgebung ab – nicht von Ihrer Fahrpraxis. Deshalb gibt es hier kein Bonussystem für unfallfreie Jahre.
Was kostet eine Vollkasko im Vergleich zur Teilkasko bei meinem Fahrzeug?
Die Vollkasko ist meist teurer als eine Teilkasko – bietet jedoch auch mehr Leistungen. Wie hoch Ihr Versicherungsbeitrag genau ausfällt, ermitteln Sie mit unserem Tarifrechner.

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2 Magazin €uro: Beliebtester Kfz-Direktversicherer
Gemeinsam mit €uro analysierte das Sozialwissenschaftliche Institut (SWI) relevante Online-Beiträge zu den einzelnen Kfz-Versicherern auf Social-Media-Plattformen, Blogs und Bewertungsportalen. DA Direkt wurde mit der Bewertung „TOP“ ausgezeichnet (85,8 von 100 Punkten) und zählt damit zu den beliebtesten Kfz-Versicherern (Service- und Direktversicherer). Quelle: €uro Ausgabe 09/2025
- 3 Wettbewerbsvergleich für Ihre Autoversicherung
Mögliche Beitragsersparnis im Vergleich zum Wettbewerb von DA Direkt Deutsche Allgemeine Versicherung AG mit ausgewählten Versicherungsanbietern (klassische sowie Direktversicherer) im folgenden Beispielfall:
Beitragsvergleich für VW Passat Variant 2.0 TSI, Erstzulassung: 29.01.2025, Zulassung auf den Fahrzeughalter: 19.02.2026, PLZ Halter: 24866, Fahrleistung: 16.000 km/Jahr, Abstellplatz: Straße, Halter Versicherungsnehmer, Fahrer: Versicherungsnehmer (53) und Partner (48), SF-Klasse KH/VK: SF17/SF17, Selbstbeteiligung TK/VK: 150/500 Euro, keine Vorschäden, Zahlweise: Jährlich per Lastschrift, ohne Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 19.02.2026.
Die Tarife können sich in weiteren einzelnen Leistungsmerkmalen unterscheiden. Quelle NAFI GmbH - Angebote der Anbieter: Stand 19.02.2026.