In der
Vollkaskoversicherung entscheiden sich die meisten Versicherten für eine
Selbstbeteiligung von 300 Euro. Dadurch profitieren sie von einem günstigeren Versicherungstarif. Da die Prämien in der Vollkaskoversicherung sehr hoch sein können, rechnet sie sich ohne Selbstbeteiligung meist nicht.
Der Verbraucher-Ratgeber Finanztip hat ausgerechnet, dass es sich bei einem Vollkaskoschaden bis 1.300 Euro lohnen kann, die Kosten selbst zu zahlen. Überlegen Sie daher, ob nicht auch höhere Eigenanteile, wie etwa 500 Euro oder 1.000 Euro sinnvoll sein können.
Beispiel Neuwagen: Welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll?
Laut einer Finanztip-Studie aus dem Jahr 2018 kostet eine Vollkaskoversicherung für den Ford Focus durchschnittlich 745 Euro im Jahr. Die Selbstbeteiligung wirkt sich wie folgt aus:
| Fahrzeug |
Beitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung |
Beitrag bei 300 Euro Selbstbeteiligung |
Beitrag bei 500 Euro Selbstbeteiligung |
| Ford Focus |
-23 % auf 571 Euro |
-29 % auf 532 Euro |
-32 % auf 510 Euro |
In diesem Beispiel reduziert eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro die Versicherungsprämie bereits um 23 Prozent. Erhöhen Sie Ihren Eigenanteil auf 300 Euro, wirkt sich das nur mit weiteren 6 Prozentpunkten aus. Wählen Sie eine Selbstbeteiligung von 500 Euro, sparen Sie jährlich 32 Prozent.
Rechnen Sie sich mithilfe der Beitragsrechner Ihres Versicherers aus, wie viel Sie jährlich mit den unterschiedlichen Eigenanteilen sparen können. Beziehen Sie bei der Wahl Ihres Selbstbehalts auch ein, ob Sie Fahranfänger oder Vielfahrer sind. Beide fahren mit einem erhöhten Unfallrisiko. Hier empfiehlt sich ein niedriger Selbstbehalt.