Damit Sie den Spaß am Motorradfahren behalten, haben wir die besten Tipps für Fahrsicherheit hier aufgelistet:
1. Machen Sie sich sichtbar
42 Prozent der von Autofahrern verursachten Motorradunfälle sind sogenannte "Sichtunfälle". Das bedeutet: Der Autofahrer hat das Motorrad zu spät oder gar nicht wahrgenommen. Mit Schutzkleidung in Leuchtfarben, obligatorischem Abblendlicht tagsüber sowie Tagfahrlicht machen Sie andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam.
2. Erkennen Sie gefährliche Situation für Motorradfahrer
Viele Motorradcrashs ereignen sich an Kreuzungen und Einmündungen – also an Stellen, an denen sich oft die Vorfahrt ändert. Nähern Sie sich solchen Stellen vorsichtig und verringern Sie Ihre Geschwindigkeit. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Vorfahrt. Versuchen Sie außerdem, Blickkontakt mit den anderen Verkehrsteilnehmern aufzunehmen.
3. Fahren Sie mit dem Motorrad vorausschauend und defensiv
Wie bereits oben erwähnt: Zu den meisten Motorradcrashs kommt es wegen überhöhter Geschwindigkeit. Passen Sie daher unbedingt Ihren Speed an die aktuelle Situation an – rasen Sie nicht an Baustellen, in Kurven oder anderen unübersichtliche Stellen. Es gilt: Wer vorausschauend fährt, lebt länger!
4. Achten Sie in der Gruppe auf die Sicherheit aller Fahrer
Auch bei Fahrten in der Gruppe passiert häufig ein Motorradunfall. Die Gruppendynamik führt dazu, dass sich Motorradfahrer hier eher überschätzen. Außerdem geben manchmal ältere Fahrer eine Geschwindigkeit vor, die weniger routinierte Mitfahrer in kritischen Situationen überfordert.
5. Perfektionieren Sie Ihre Fahrkünste
Egal, ob Sie ein geübter Motorradfahrer sind und regelmäßig auf dem Bike sitzen oder gerade erst Ihr Zweirad bekommen haben: Ein Fahrsicherheitstraining mit Motorrad macht auf jeden Fall Sinn. Dabei lernen Sie, in Gefahrensituationen richtig zu reagieren. Beliebte Anbieter für ein Fahrsicherheitstraining mit Motorrad sind beispielsweise der ADAC und andere Automobil- und Zweiradclubs.
6. Nur ein sicheres Motorrad ist ein gutes Motorrad
Im Gegensatz zur Hauptuntersuchung ist die Motorrad-Inspektion meist freiwillig. Nur während der Garantiezeit gibt der Hersteller einen Zeitrahmen vor. Wir legen Ihnen die Motorrad-Inspektion auch danach noch ans Herz: Sie ist nämlich deutlich intensiver als die Hauptuntersuchung. Zum Beispiel untersucht die Fachwerkstatt neben der Bremse selbst auch ihre Bremsflüssigkeit.
7. Seien Sie auf alles vorbereitet
Sicher ist nur, dass nichts sicher ist. So ungefähr gilt dieses bekannte Sprichwort auch im Straßenverkehr. Daher sollten Sie auf alles vorbereitet sein: zum Beispiel auf überholende Autos auf Ihrer Spur der Landstraße. Bei Kolonnen müssen Sie damit rechnen, dass ein vor Ihnen fahrendes Fahrzeug plötzlich überholt oder wendet. Daher gilt hier besondere Vorsicht, wenn Sie selbst an der Kolonne vorbeiziehen wollen. Auch Blinksignale können falsch interpretiert werden – zum Beispiel, wenn ein Auto am Straßenrand hält und nach links blinkt: Der Fahrer möchte sich entweder einfädeln, vielleicht aber auch wenden.